Wir bauen uns ein Ostergärtchen

Liebe Kinder und liebe Eltern,

auch in diesem Jahr ist Ostern anders und deswegen ermuntern wir euch, wie auch im letzten Jahr, zuhause ein Ostergärtchen zu basteln und euch in der Karwoche auf Ostern einzustimmen. Hier findet ihr die Anleitung als PDF zum Ausdrucken. Dazu gibt es hier auf der Homepage jeden Tag einen weiteren Teil der biblischen Ostergeschichte zum Vorlesen und manchmal eine kleine weitere Ideen zum Basteln oder Anhören. Wenn ihr die Geschichten und die Ostergarten-Anleitung in einem kleinen Heft zusammen-gefasst mit nach Hause nehmen möchtet, schreibt gerne eine E-Mail an Susanne Öhlmann, dann könnt ihr das Heft bei mir abholen. Und an der Wäscheleine vor der Kirche hängen auch einige Exemplare.
Viel Spaß!

Für das Ostergärtchen brauchst du

• Einen größeren Blumentopf oder eine Kiste, die man gut bepflanzen kann.
• Modelliermasse die selbst trocknet (oder, falls ihr keine zu Hause habt, Pappe und Stöck-chen/Holzspieße und die Bastelvorlagen von der Homepage)
• Stifte oder Tusche
• Einen kleinen Blumentopf aus Ton
• Blumenerde
• Bindfaden
• Weizenkörner oder Kressesamen.
• Ein Töpfchen mit Narzissen oder anderen Frühblühern
• Eine kleine Kerze

Palmsonntag Jesus reitet auf einem Esel in Jerusalem ein.

Die Geschichte dazu findest du, wenn du auf das Bild klickst.

Mein Ostergärtchen
Fülle heute den größeren Blumentopf mit Erde.

Und was noch?

Wenn ihr Lust habt, schaut euch das süße Mitmachvideo zu dem Lied „Jesus zieht in Jerusalem ein“ an: https://www.youtube.com/watch?v=pCULyoNed-0

MontagJesus und die Händler im Tempel

Jesus legt sich mit den Verkäufern im Tempel an. Die Geschichte kannst du lesen, wenn du auf das Bild klickst.

Mein Ostergärtchen

Forme aus der Modelliermasse Figuren: Die Jünger Petrus und Johannes und
Maria. Wenn du keine Modelliermasse hast, kannst du dir die Vorlagen hier der ausdrucken, am besten auf dickeres Papier. Schneide sie aus.

Tipp für Profis: Figuren kann man auch super aus Salzteig herstellen. Dazu mischt du 2 Tassen Mehl, 1 Teelöffel Öl, 1 Tasse Salz und 1 Tasse Wasser. Forme deine Figuren, lege sie auf ein Backblech und backe sie bei 140 Grad mindestens eine Stunde lang im Ofen.

Dienstag – das höchste Gebot

Jesus wird herausgefordert und findet eine kluge Antwort. Klick auf das Bild um zu lesen, wie die Geschichte weitergeht.

Mein Ostergärtchen

Suche im Wald oder im Garten nach einem größeren Stein (vielleicht etwa so groß wie deine Hand) und zwei Stöckchen.

Mittwoch – der Verräter

Heute wird es spannend: ein Freund verrät Jesus und die Mächtigen der Stadt machen einen Plan. Aber lies selbst:

Mein Ostergärtchen

Heute kannst Du deine Figuren bunt anmalen. Wenn du Pappfiguren gebastelt hast, befestige einen Holzspieß mit Tesafilm an der Rückseite, damit du sie später in die Erde pieken kannst und sie stehen.

Und was noch?

Die Geschichte von Judas ist ganz schön krass, oder? Vieleicht magst du heute noch etwas Hoffnungsfrohes zusätzlich basteln? Dann mache mit und bemale Ostersteine. Und das geht so:

Du nimmst dir einen ganz normalen Stein und gestaltst ihn mit einer kurzen Botschaft und bunten Farben. Male, was dir Freude und Hoffnung macht: vielleicht einen Regenbogen, eine Blume, deine Freunde, …?
Zum Bemalen eignen sich Acrylfarbe, Nagellack oder wasserfeste Stifte (z.B. Edding). Auch Tusche geht, dann müsst ihr aber nach dem Malen besonders auf eine gute Versiegelung achten. Am Schluss wird der Stein lackiert, damit die Farbe bei Regen nicht verläuft.

Und dann lege deine Steine ab Ostern in Heinersdorf aus, damit andere sie finden können. Wenn du einen Stein findest, nimm ihn eine Weile mit, freue dich und lege ihn irgendwo wieder ab, damit eine andere Person ihn finden kann.

Das waren z.B. einige der Steine aus dem letzten Jahr.

Gründonnerstag – das letzte Abendmahl

Heute ist Gründonnerstag. Woher der Name kommt, ist nicht ganz sicher. Wahrscheinlich stammt er vom mittelhochdeutschen Wort „greinen“ (wehklagen). Heute hörst du die Geschichte vom letzten Abend, den Jesus und seine Freunde miteinander verbracht haben. Sie haben zusammen gegessen und auf diese Geschichte geht das Abendmahl zurück, das wir manchmal im Gottesdienst zusammen feiern. Du wirst sehen: es ist eine ganz schön traurige Geschichte. Und morgen wird sie noch ein bisschen trauriger. Da müssen wir durch, damit wir zum glücklichen Ende gelangen können. Die Geschichte findest du wie immer hinter dem Bild:

Mein Ostergärtchen

Jesus erzählt seinen Freunden, dass sie sich bald verabschieden müssen.
Er sagt: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, gibt es kein neues Leben.“
Streue Weizenkörner oder Kressesamen in die Erde.
Ab jetzt musst du ab und zu gießen.

Und was noch?

Wenn du Lust hast, kannst du dein eigenes Abendmahlsbrot backen.
Eine Anleitung findest du hier. Und dann könnt ihr zusammen als Familie heute Abend zusammen ein Abendmahls-Abendbrot feiern. Das darf ein ganz fröhliches Essen sein, denn das Abendmahl erinnert uns daran, dass wir frei sind wie das Volk Israel, die Vorfahren von Jesus. Und dass wir mit Gott verbunden sind. Es ist ein Fest zum Mut sammeln und bei dem wir uns an schöne Dinge erinnern.

Karfreitag – das Ende (?)

Heute ist Karfreitag. Übrigens: das „Kar“ im Wort Karfreitag kommt aus dem Althochdeutschen. „Kara“ oder „Chara“ bedeutet Trauer oder Wehklage. Am Karfreitag erinnern sich Christen und Christinnen daran, dass Jesus gestorben ist und dass es heute in der Welt immer noch so viel Ungerechtigkeit gibt.
Heute wird die Geschichte wahnsinnig traurig und vielleicht auch ein etwas gruselig. Es ist bestimmt gut, wenn ihr danach ein bisschen mit Mama oder Papa darüber redet, wie es euch beim Hören gegangen ist. Und ich kann dir schon verraten: die Geschichte ist noch nicht vorbei, sie geht weiter, und das ist das Wunderbare an Ostern!

Mein Ostergärtchen

Binde die zwei Stöckchen mit dem Bindfaden zu einem Kreuz zusammen und stecke es in die Erde. Lege den kleinen Blumentopf auf den großen und fülle ihn etwas mit Erde, so dass er wie eine Höhle aussieht. Lege den Stein vor die Öffnung.

Karsamstag

Heute heißt es warten. Die Geschichte geht er morgen weiter, denn drei Tage lang war Jesus tot und in der Höhle begraben.

Mein Ostergärtchen
Auch hier heißt es heute warten und gießen. Wenn du magst, sprich ein Gebet:


„Guter Gott, Jesus ist tot.
Das macht mich traurig.
Und ich denke an das, was mich sonst gerade traurig macht.
Aber du, Gott, bist stärker.
Du bist bei mir, auch wenn ich traurig bin. Ich bin niemals allein.
Amen

Und was noch?

Wie wäre es, wenn du die Wartezeit zum Eierfärben nutzt?
Tolle Ideen gibt es auf youtube, suche zum Beispiel einmal nach Ostereier färben mit Naturfarben.
Oder du bastelst Schmetterlinge für den Osterstrauch. Eine Anleitung findest du hier.

Ostersonntag: die Auferstehung

„Christus ist erstanden – er ist wahrhaftig auferstanden!“ Mit diesem Jubelschrei begrüßen sich viele Christinnen und Christen heute! Und die Geschichte dazu liest du hier:

Mein Ostergärtchen

Vielleicht wart ihr heute schon im Gottesdienst, dann habt ihr sicher viel Jubel und Halleluja gehört. In jedem Fall kannst du jetzt die Figuren zum Grab stellen und den Stein auf die Seite
rollen. Pflanze die Narzissen hinter oder neben das Grab. Vielleicht ist ja auch deine Kresse schon gewachsen. Zünde die Kerze an und stelle sie vor das Grab.
Jetzt kannst du mit eigenen Augen sehen: So ist das mit Jesus. Er stirbt und ist nicht mehr da. Aber am dritten Tag steht er auf und das Leben blüht. Hoffnung strahlt auf!

Und wenn ihr es noch nicht gemacht habt, dann pustet doch heute noch gemeinsam Eier aus und malt sie bunt an. Sie machen die Osterfreude sichtbar! (Und auch die Schmetterlinge von gestern sehen ganz toll am Osterstrauch aus!)

Wir wünschen euch frohe und gesegnete Ostern und hoffen, ihr hattet viel Spaß in der letzten Woche mit eurer Vorbereitung. Wenn ihr ein Foto von eurem Ostergärtchen schicken mögt, könht ihr das gerne machen an Susanne Öhlmann: s.oehlmann@kirche-berlin-nordost.de.