Die Gemeinde

Heinersdorf liegt zwischen den Ortsteilen Pankow, Weißensee und Blankenburg des Berliner Bezirks Pankow. Die über die Weißenseer Spitze hinaus geradlinig verlängerte Prenzlauer Allee führt als Heinersdorfer Straße und Berliner Straße direkt in den Ortskern von Heinersdorf.

Irgendwann in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde hier ein von den Markgrafen Joahnn I. und Otto III. gepachtetes Stück Land parzelliert und an Bauern weiter verpachtet: Hinrichstorpe war entstanden. Seinen Namen verdankte es seinem Gründer Heinrich, der dann alsbald eine kleine Holzkirche errichten ließ. 1302 wurde Heinersdorf auch zum ersten Mal urkundlich erwähnt - diese Jahreszahl erscheint auch im Siegel der Kirchengemeinde. 1319 wurde Heinersdorf durch den amtierenden Markgrafen Waldemar an das Heilig-Geist-Spital in Berlin (heute: Spandauer Straße in Berlin-Mitte) verkauft, in dessen Besitz es bis zur Reformation im Jahre 1539 bleiben sollte. Bevor Heinersdorf im Jahre 1704 in Landesherrschaft überging, wechselte es noch mehrere Male seinen Besitzer.

Die Kirchengemeinde war dann lange Zeit der Gemeinde in Weißensee zugeordnet. Erst 1905 erhielt sie ihre rechtliche Unhabhängigkeit. Aus der Zeit danach datieren das Pfarrhaus, das Margaretenhaus und die restlichen Gebäude sowie die Außenmauer mit ihren charakteristischen Torbögen. Auch die Kirche und deren Turm erhielten ihr heutiges Aussehen erst im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. 1920 wurde die Kommune Heinersdorf zusammen mit vielen anderen Ortschaften nach Berlin eingemeindet.

Die Evangelische Kirchengemeinde zählt heute etwas mehr als 800 Gemeindeglieder und gehört zum Kirchenkreis Berlin-Weißensee. Sie betreibt in eigener Trägerschaft eine Evangelische Kindertagesstätte, die Platz für insgesamt 56 Kindergarten- und Hortkinder bietet.