Aktuell

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über das aktuelle Gemeindeleben. Neben Terminen und Vorankündigungen gibt es auch Nachrichten und Meldungen, in denen über Veranstaltungen und Ereignisse berichtet wird.

Im Archiv finden Sie ältere Nachrichten.


[Archiv]

Nachrichten

Konfirmationsgottesdienst (4. Juni 2012)
Am Pfingstsonntag wurde in Heinersdorf wieder Konfirmation gefeiert. In einem Gottesdienst am 27. Mai um 10 Uhr wurden insgesamt sechs Jugendliche feierlich eingesegnet. Mit der Konfirmation erfolgt die Bestätigung der Taufe. Und das sind die Namen der Konfirmandinnen und Konfirmanden:
Ole Thorleif Neuer
Albert Nowitzki
Deward Stier
Friederike Struck
Henriette Struck
Ronja Johanna Brandhorst
Gemeindeausflug zu Himmelfahrt (4. Juni 2012)
Der traditionelle Ausflug am Himmelfahrtstag führte in diesem Jahr ins nahe gelegene Bernau. Etwa ein Dutzend Gemeindeglieder folgte der Einladung in den Vorort nördlich Berlins, wo in der mächtigen Marienkirche im Zentrum der Stadt zun&aum;chst gemeinsam mit der Ortsgemeinde ein Gottesdienst gefeiert wurde. Anschließend stand die Besichtigung der Altstadt auf dem Programm, in der seit der Wende viel Bausubstanz restauriert wurde. Das Mittagessen wurde im Restaurant Zicken-Schulze serviert. Danach ging's noch mal zurück in die Kirche zu einer Führung, bei der unter anderem der beeindruckende klappbare Flügelaltar vorgeführt wurde. Vor Antritt der Heimreise gab's schließlich noch Kaffee, Kuchen und Eis. –hehe/um.
Kinderrüstzeit in Waldsieversdorf (5. Mai 2012)
"Jesus – die Tür zum Leben" So hieß das Thema unserer diesjährigen Kinderrüstzeit, welche vom 22. bis 25. März 2012 in Waldsieversdorf stattfand. Gemeinsam mit Kindern aus Blumberg und Eiche verbrachten die Heinersdorfer Christenlehrekinder die Tage in der Märkischen Schweiz. Die Tage standen unter den Themen: BARTIMÄUS und PAULUS. Für beide wurde JESUS DIE TÜR ZUM "NEUEN" LEBEN.
  • Was waren das für Menschen?
  • Was erlebten sie?
  • Wie veränderte sich ihr Leben?
Gemeinsam mit den Kindern überlegten wir, was es hieß Jesus zu begegnen. Wir spielten, hörten Geschichten, bastelten, stellten Brettchen / Schlüsselbrettchen her und sangen Lieder. Natürlich gab es auch viel Zeit für jeden selbst. Das Wetter verwöhnte uns alle und lud zu vielen Erkundungen im Freien ein. Ich möchte mich auf diesem Wege auch noch einmal ganz herzlich bei den Eltern der Christenlehrekinder bedanken, die eine gute An- und Abreise ermöglicht haben. Ich freue mich schon auf die nächste Kinderrüstzeit mit Ihren Kindern. –dk.




Neue Bankverbindung (10. April 2012)
Die Gemeinde Heinersdorf hat eine neues Konto. Für Überweisungen an die Gemeinde kann ab sofort folgende Bankverbindung genutzt werden:
Kontoinhaber: KVA Berlin Mitte Nord
Kontonummer: 355 921 45
Bankleitzahl: 210 602 37
Ev. Darlehensgenossenschaft
(19. März 2012)
Mit der Johannes-Passion von Johann Sebastiam Bach, einer der wohl bekanntesten und beeindruckendsten Vertonungen der Leidensgeschichte Jesu, gab die Heinersdorfer Kantorei am 17. März ihr erstes größeres Konzert in diesem Jahr. Unter der Leitung ihres fast 85-jährigen Kantors Wolfgang Hensel führten Solisten, Chor und collegium musicum das fast zweistündige Werk auf. Es erzählt die letzten Stunden im Leben Jesu Christi von seiner Gefangennahme im Garten Gethsemane bis zu seinem Tod am Kreuz und der anschließenden Grablegung. Die fortscheitende und sich bis zur Verurteilung und Kreuzigung zuspitzende Handlung wird vom Evangelisten (Tenor-Solo) erzählt. In ihrem Kern steht die Verhandlung, die Pontius Pilatus (Bass-Solo) leitet. Er wird durch die Hohepriester und das aufgepeitschte Volk (Chor) immer weiter vor sich hergetrieben – von der Überantwortung an den Statthalter (Wäre dieser nicht ein Übeltäter), über die Ablehnung der Freigabe Jesu (Nicht diesen, sondern Barrabam!), seine Verspottung (Sei gegrüßet, lieber Judenkönig), der Drohung gegen Pilatus (Lässest du diesen los, so bist du des Kaisers Freund nicht) bis hin zur Forderung nach dem Kreuzestod (Weg, weg mit dem! Kreuzige ihn!). Pilatus, der zwischendurch auch immer wieder mit dem angeklagten Jesus Christus (Bass-Solo) spricht, zeigt sich wankelmütig und gibt der Hysterie der Massen schließlich nach. Als Kontrapunkt unterbricht Bach die Handlungserzählung immer wieder durch Choräle und Arien, die das Geschehene kommentieren und reflektieren und die verstörenden Ereignisse in die Heilsgeschichte einordnen, die mit dem Leben und Sterben Jesu Christi begründet wurde. Die Solisten der Aufführung waren Yoonkyung Shin (Sopran), Mechthild Sauer (Alt), Heie Erchinger (Tenor), Hermann Eike Keller (Bass, Christus und Arien) und Stefan Kotzur (Bass, Pilatus). Ihnen und allen anderen Mitwirkenden galt der lang anhaltende Applaus, mit dem auch das große Engagement des Heinersdorfer Kantors und die hohe musikalische Qualität gewürdigt wurde, die hier seit vielen Jahrzehnten bei stets freiem Eintritt geboten wird. –um.





Gottesdienst zum Weltgebetstag (11. März 2012)
Am Freitag, dem 2. März fand der diesjährige Weltgebetstag statt. Wie in jedem Jahr gab's aus diesem Anlass auch in Heinersdorf wieder einen Gottesdienst. Ursprungsland für Texte, Lieder und Gebete war diesmal Malaysia – ein sehr islamisch geprägtes Land in Südostasien, das jedoch demokratische Strukturen aufweist. Das Land lebt in einem ständigen Spannungsverhältnis zwischen dem demokratischen Rechtsstaat und fundamentalen Islamisten. So wurde beispielsweise unlängst ein neues Strafmaß für Homosexualität eingeführt. Die Christen, die in Malaysia eine Minderheit darstellen, können ihre Religion relativ frei ausüben. Frauen aus Malaysia haben die Gottesdienstordnung erstellt, und Frauen aus Heinersdorf haben den Abendgottesdienst vorbereitet und gestaltet. Der kleine Gemeindesaal war wieder schön geschmückt, und so wurde der Weltgebetstag auch in diesem Jahr seinem Ruf als kleiner, aber feiner Höhepunkt im Jahreskalender der Heinersdorfer Gemeinde gerecht. –gm.



Weihnachtsoratorium in Heinersdorf (4. Januar 2012)
Zu einer vorweihnachtlichen Abendmusik lud die Heinersdorfer Kantorei am Vorabend des 3. Advent, dem 10. Dezember in die Heinersdorfer Kirche ein. Auf dem Programm stand diesmal das Weihnachtsoratorium von Camlille Saint-Saëns, dem französischen Romantiker. Wie das gleichnamige und um ein vielfaches bekanntere Werk von Johann Sebastian Bach steht die Geburt Jesu im Mittelpunkt dieser Musik. Doch der Kontrast zu seinem berümten Vorläufer könnte kaum größer sein: Fast mystisch kommen die Chöre und Arien des gerade einmal halbstündigen Werkes daher. Umrahmt wurde das Weihnachtsoratorium von Arcangelo Corellis locker-flockigem Concerto grosso Opus 6 Nr. 8 in g-Moll für zwei Solo-Violinenm Streicher und Basso Continuo und einer von Sebastian Hensel ausgeführten Bearbeitung des O magnum mysterium von Morten Lauridsen, die den Abend abrundete und auf das große Geheimnis des bevorstehenden Weihnachtsfestes verwies. –um.





Konzert zum Ewigkeitssonntag (1. Dezember 2011)
Zu einer geistlichen Abendmusik zum Wechsel des Kirchenjahres lud die Kantorei am 19. November in die Heinersdorfer Kirche ein. Auf dem Programm standen unter anderem die Mottette Der Geist hilft unser Schwachheit auf von Johann Sebastian Bach und und die Motette So fahr' ich hin. von Heinrich Schütz. Daneben sang der Chor Teile aus der Johannes- und der Matthäums-Passion und sogar einen Choral aus dem Weihnachtsoratorium. Mit der Frage Wie soll ich dich empfangen? wurde zugleich die Brücke in die bevorstehende Adventszeit geschlagen. Es musizierten Chor und Mitglieder des collegium musicum der Heinersdorfer Kantorei unter der Leitung von Kantor Wolfgang Hensel. –um.
Erntedankfest in Heinersdorf (14. November 2011)
Am Sonntag, dem 2. Oktober feierten viele Große und Kleine das Erntedankfest in unserer Heinersdorfer Kirche. Schon beim Betreten der Kirche konnte man eine aufgebaute Flusslandschaft sehen. Zu beiden Seiten des Flusses waren eine Sonne, Mond und Sterne, ein Bäumchen, Blumen, Tiere und Erntegaben zu finden. Auch eine abgedeckte Wanne stand dort. Den Grund kannten jedoch nur Hildegard, Susanne und Doreen. In der Mitte des Flusses stand, wie jedes Jahr, unser schön geschmückter und gefüllter Erntewagen. Viele Familien und Gottesdienstbesucher brachten auch eigene Erntegaben mit und legten sie zum Wagen. Als dann Hildegard, an entsprechender Stelle, Susanne, Doreen mit ihrer Gitarre und alle Kindergarten und Christenlehrekinder zu sich nach vorn bat, und sich alle um die Landschaft herum versammelten, erkannten auch die Gottesdiesntbesucher den Grund für das Entstandene. Die Kinder besangen und beklatschten das Erntedanklied Du gibst uns die Sonne, alles kommt von Dir. Im Lied fanden sich dann die Sonne, der Mond und alles andere wieder. Da es eine Eltern-Strophe gab und viele Familien den Gottesdienst besuchten, holten die Kinder ihre Eltern mit zu uns nach vorn. So wurde der Platz zwar ein wenig eng, aber das so entstandene Bild dafür sehr schön. Und auch das Wannen-Geheimnis wurde gelüftete: Darinnen befand sich eine echte Schildkröte. Sie war für viele Große und Kleine der Höhepunkt. Zum Schluss des Erntedankfestes sangen noch einmal alle gemeinsam das DANKElied an Gott. Als der Gottesdienst zu Ende war, konnten die Landschaft mit all ihren Gaben und natürlich auch Schildi bestaunt werden. –dk.
50 Jahre Gemeindepartnerschaft Oeynhausen–Heinersdorf (2. Oktober 2011)
Zu einem Wochenendbesuch anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Gemeindepartnerschaft kamen Ende September 16 Vertreter der Wicherngemeinde aus Bad Oeynhausen nach Heinersdorf. Trotz Verspätungen bei der Bahn, einer Unterbrechung der M2 und ortsunkundigen Taxifahrern erreichte die Delegation am Freitagabend die Gemeinde, wo im Margaretensaal ein reich gedeckter Tisch auf die Gäste wartete. Tags darauf stand ein gemeinsamer Ausflug in die Berliner Innenstadt auf dem Programm – mit Besuchen der Gedenkstätte Topographie des Terrors und der Hokusai-Ausstellung im benachbarten Martin-Gropius-Bau. Abends gab's ein Benefizkonzert mit dem Blockflöten-Consort aus Weißensee zugunsten der großen Schuke-Orgel in der Heinersdorfer Kirche und ein gemeinsames Abendessen im Margaretensaal. In diesem Rahmen berichtete Erich Pälchen, der die Partnerschaft von Anbeginn an begleitete, aus deren Geschichte, die nunmehr ein halbes Jahrhundert überdauerte. Die Predigt während des Festgottesdienstes am Sonntag hielt Pfarrer Matthias Mengel aus Oeynhausen. Die Heinersdorfer Kantorei musizierte unter anderem die Schütz-Motette Lobe den Herren, meine Seele – aus Noten, die die Oeynhauser Kantorei zu Mauerzeiten nach Heinersdorf gebracht hatte. Mit der Einladung an die Heinersdorfer, zum Partnerschaftswochenende im Jahr 2012 wieder nach Oeynhausen zu kommen, endete dieses erfüllte und schöne Wochenende, bei dem auch das Wetter mitspielte.
Im Jahr des Mauerbaus 1961 wurde die Gemeindepartnerschaft zwischen der Wicherngemeinde im westfälischen Bad Oeynhausen und der Heinersdorfer Gemeinde begründet. Sie sollte, wie viele tausend anderer solcher Verbindungen zwischen Kirchengemeinden aus Ost und West, dazu dienen, dass Christen in den beiden deutschen Staaten sich trotz der politischen Teilung nicht aus den Augen verlieren und in Kontakt miteinander bleiben. Im Falle der Oeynhauser-Heinersdorfer Partnerschaft waren es vor allem die beiden Kantoreien, die diesen Kontakt hielten: Kantor Wolfgang Hensel, der 1961 seinen Dienst in Heinersdorf antrat, und Kantor Günther Thies aus Oeynhausen spielten dabei eine entscheidende Rolle. Doch die Partnerschaft wurde und wird vor allem von den vielen persönlichen Kontakten und Begegnungen getragen. Von den Besuchen, die fast ausschließlich in eine Richtung erfolgen konnten, gibt es zahlreiche spannende Überlieferungen. Nach dem Fall der Mauer etablierte sich dann das jährliche Partnerschaftswochenende, das immer im Herbst abwechselnd in Heinersdorf und Oeynhausen stattfindet und aus dem viele weitere persönliche Beziehungen hervorgegangen sind. –um.










Gottesdienst zum Schuljahresanfang (26. August 2011)
Worauf wir bauen können – unter diesem Thema fand am Sonntag, dem 21. August, unser diesjähriger Schulanfängergottesdienst in Heinersdorf statt. Viele Eltern, Kinder, Großeleltern sowie Gemeindeglieder kamen zum Gottesdienst. Rund um den Altar standen Gefäße mit Wasser, Sand und Morast. Außerdem lagen auch schwere und große Steine dabei. Passend zum Thema gab's dann ein Anspiel der Kindergartenerzieher: Ein Mann wollte ein Haus bauen und suchte in der Zeitung nach Anzeigen. Er brauchte schließlich einen passenden Untergrund. Und er entschied sich dann für die Steine/Felsen. Was passiert, wenn man auf Sand baut, hörten wir in dem Lied, das Doreen Kohlstock erst mit der Gemeinde einübte und das dann gemeinsam gesungen wurde: "Bau nicht dein Haus auf den losen Sand,/ bau nicht zu Nahe am Strand./ Siehts vielleicht auch ganz chic aus,/ mußt Du doch bald wieder raus, denn dein Haus hält nie und nimmer stand." Doch besser: "Bau dein Haus auf einen Fels,/ legt ein Fundament auf einen festen Grund./ Wenn dann Stürme kommen und gehn,/ bleibt dein Haus doch felsenfest stehn." Auch in der Predigt, die diesmal die Leiterin des Kindergartens, Frau Seifert hielt, hörten alle Großen und Kleinen, worauf sie bauen dürfen. Und nicht nur die Schulanfänger fanden sich dort wieder. Letztere wurden später im Gottesdienst von den Christenlehrekindern und mir begrüßt. Das alljährliche Ritual, die Brücke, durch welche die Erstklässler getragen wurden, durfte natürlich auch nicht fehlen. Die Kindergartenzeit ist vorbei und ein neuer Lebensabschnitt beginnt! Das Überreichen der kleinen Geschenke, durch die Christenlehrekinder, und der Segen, welcher den Schulanfängern von Herrn Kaehler zugesprochen wurde, war allen Erstklässlern sehr wichtig. –dk.
Konfirmation am Pfingstsonntag (16. Juni 2011)
Am Pfingstsonntag, dem 12. Juni, fand in Heinersdorf wieder der traditionell an diesem Feiertag begangene Konfirmationsgottesdienst statt. Vier Jugendliche gingen am Sonntag diesen Schritt, in dem sie vor der versammelten Gemeinde die eigene Taufe bekräftigten und ihren Glauben bekannten. In Vorbereitung auf den feierlichen Anlass haben sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden mit dem Thema Freiheit befasst, das auch im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand und in einem Anspiel bearbeitet wurde. Eine besondere Rolle spielte dabei ein Lied der Söhne Mannheims zum Thema Freiheit mit der Titelzeile "Man kann es nicht beschreiben und dementsprechend kann man schlecht darüber singn". Dass die Band, die schon mehrfach als inhaltlicher Aufhänger für Gottesdienste diente, den Versuch dennoch unternahm, wurde in einer Einspielung demonstriert. In seiner Predigt ging Pfarrer Andreas G. Kaehler neben den unterschiedlichen Bedeutungen denn auch auf die damit verbundenen Schwierigkeiten und Hindernisse ein. Im Anschluss an die Konfirmations- und Segnungshandlung überbrachten der Gemeindekirchenrat und die Leiterin des Kindergartens Blumen und Geschenke, bevor die Jugendlichen in kleinem Kreis das Abendmahl miteinander feierten. Neben aktueller Pop-Musik wurde der Gottesdienst auch mit live vorgetragenen klassischen Stücken untermalt: Antje Sommerfeldt sang, begleitet von Wolfgang und Sebastian Hensel, Arien von Bach und Händel. –um.

Kantoreijubiläum (24. Mai 2011)
Am 1. April 1961 nahm der damals 33-jährige Wolfgang Hensel seinen Dienst als Kantor in der Heinersdorfer Gemeinde auf. Inzwischen ist er hier seit einem halben Jahrhundert als Kirchenmusiker tätig. Dies wurde gemeinsam mit dem 50-jährigen Kantoreijubiläum am Sonntag Kantate, dem 22. Mai 2011 feierlich begangen. Nach einem Festgottesdienst in der Heinersdorfer Kirche luden Kantorei und Gemeinde zu einer Feierstunde in den Margaretensaal ein. Bericht und Bilder von diesem Tag finden Sie auf der Kantorei-Seite.
Kinderrüstzeit in Waldsieversdorf (2. Mai 2011)
"Gehe in die Stadt Ninive und sage den Menschen, dass ich ihre Bosheit kenne und sie darum strafen muss!" Unter dem Thema "JONA – Mit mir doch nicht!" stand unsere diesjährige Rüstzeit.
Der Prophet JONA erhält einen wichtigen Auftrag von Gott. Doch es passt JONA nicht – Und er haut einfach ab! Und dann? Wie geht es weiter? Der Antwort dieser Frage gingen vom 31. März bis 3. April 25 Kinder und Erwachsene nach.
Zur gemeinsamen Freizeit machten sich am Donnerstagnachmittag die 8- bis 12-Jährigen aus den Gemeinden Blumberg, Ahrensfelde und Heinersdorf auf den Weg. Es ist in den letzten Jahren schon zur Tradition geworden, dass gerade diese Gemeinden zusammen weg fahren. Die Kinder und auch Erwachsenen kennen sich bereits seit einigen Jahren und freuen sich immer auf das Wiedersehen. Natürlich gibt es auch immer wieder neue Gesichter. So war es auch in diesem Jahr. Wir bastelten Stein-Fische und Schiffe (letztere fuhren zum Schluss auf dem See), sangen Lieder, malten, bauten Höhlen, lernten Gebete und Psalmen kennen und versetzten uns in die Lage des Propheten hinein.
Die freie Zeit für jeden Einzelnen kam natürlich auch nicht zu kurz. So gingen die Kinder entweder die Tiere in der Nähe besuchen, auf den angrenzenden Spielplatz, in den Wald, in den Garten des Grundstückes oder einfach auch nur auf die Zimmer, um Postkarten für die Eltern zu schreiben. Für jeden war etwas dabei!
Die schöne Zeit neigte sich dann leider zu schnell dem Ende zu. Mit ganz viel Sonnenschein und fast schon sommerlichen Temperaturen verließen dann am Sonntagmittag wieder alle Kleinen und Großen Waldsieversdorf. Aber eines steht schon fest: Wir kommen bald wieder! –dk.




Heinersdorfer Vorträge im Rückblick (1. Mai 2011)
Professor Regine Witkowski gibt die Organisation der Vortragsreihe ab
Seit mehr als fünf Jahren gehören sie als fester Bestandteil zum Gemeindeleben und haben sich als regelmäßige und überaus vielfältige Veranstaltungsreihe in Heinersdorf etabliert, die immer wieder zahlreiche Interessierte anlockte und begeisterte. Die Rede ist von den Heinersdorfer Vorträgen. Sie wurden im Sommer 2005 von Frau Professor Dr. Regine Witkowski ins Leben gerufen und dank ihres beständigen Einsatzes und ihrer zahlreichen Kontakte über die Jahre hinweg am Leben erhalten und immer wieder neu mit Leben gefüllt.
Mit einem Vortrag zum Thema "Was ist Gentechnik?" eröffnete Dr. Hartmut Peters am 13. September die Reihe. Das Heinersdorfer Gemeindeglied ist Mitarbeiter am Institut für Medizinische Genetik der Charit, das Professor Witkowski selbst gegründet hatte und bis zu ihrer Emeritierung im Jahr 1999 leitete. Seither war der zweite Dienstag des Monats fest im Heinersdorfer Veranstaltungskalender gebucht. In den folgenden Jahren fanden fast 50 Heinersdorfer Vorträge statt, bei denen vor allem ausgewiesene Wissenschaftler unterschiedlichster Fachgebiete, aber auch Pfarrer, Künstler und viele andere Referenten ihre Einsichten einem aufmerksamen und wissbegierigen Publikum vortrugen.
Immer wieder standen medizinische und biologische Themen im Mittelpunkt, ging es beispielsweise um genetische und hormonelle Einflüsse beim Menschen, um embryonale Stammzellen oder um Dinosaurier. Auch die Musik hatte einen festen Platz im Vortragsprogramm. So kam der Musikwissenschaftler Jan Brachmann gleich zweimal nach Heinersdorf, um über die Bedeutung von Glockenklängen bei Sergej Rachmaninow und über Ein deutsches Requiem von Johannes Brahms zu sprechen. Die Kantorin Uta Dreßler stellte und führte historische Musikinstrumente vor. Es gab Vorträge über Dante, Paul Gerhardt, Jochen Klepper, Wilhelm Busch, Wichern und Goßner, über Archäologie in Georgien und im Sudan, die Pilgerstätte in Lourdes, Religiöse Bräuche in Israel, Holzkrippen in Süddeutschland, Emporenbilder in Brandenburg, Siebenbürger Sachsen in Rumänien und vieles mehr. Auch gesellschaftliche Themen wie Flüchtlingshilfe, Sterbebegleitung oder Erinnerungsarbeit standen auf dem Programm.
Unvergessen sind nicht zuletzt die theologischen Themen – etwa die beiden Vorträge von Oberkirchenrat i.R. Helmut Tschörner über starke Frauen und über Propheten im Alten Testament, die Einführungen in die alt- und neutestamentarischen Apokryphen durch Johannes Mehlhorn aus Weißensee und die Betrachtungen über den Sinn des Lebens aus christlicher Sicht von Professor Dr. Eberhard Winkler. Der landeskirchliche Sektenbeauftragte Thomas Gandow war zu Gast, ebenso der inzwischen emeritierte Professor Richard Schröder, einst SPD-Fraktionsvorsitzender in der letzten Volkskammer der DDR. Auch er kam zweimal – einmal mit einem Vortrag über Märtyrer, Ende 2009 dann mit Betrachtungen über das 20. Jubiläum des Mauerfalls.
Zuletzt kamen am 8. März 2011 der inzwischen 101-jährige frühere Zirkuspfarrer Martin Schaaff und dessen Frau, die ehemalige Eisbärendompteuse Doris Schaff-Arndt, in den Margaretensaal, um gemeinsam aus ihrem bewegten Leben zu erzählen. Der Applaus des begeisterten Publikums fiel entsprechend herzlich aus und ließ – ganz wie im Zirkus – nicht bis zum Schluss auf sich warten: Selten wurde bei einem Heinersdorfer Vortrag auch zwischendurch so viel geklatscht!
Dass es auch ganz am Schluss noch einmal Anlass zu – wenn auch wehmütigem – Applaus gab, ahnte zunächst noch kaum jemand. Denn dies war zugleich der letzte Vortrag, den Frau Professor Witkowski organisiert hat, wie sie anschließend bekannt gab. Bereits Ende 2010 hatte sie ihr Mandat im Gemeindekirchenrat niedergelegt, nun gibt sie auch diese Aufgabe ab. Mit ihrem Engagement hat sie in den letzten fünfeinhalb Jahren jede Menge Kultur und Wissenschaft nach Heinersdorf geholt. Das kann nicht hoch genug geachtet werden und ist ihr herzlich zu danken! –um.


Kantorei führt Johannes-Passion auf (18. April 2011)
Am 9. April hatte die Heinersdorfer Kantorei wieder zu einer ihrer großen Aufführungen geladen: Auf dem Programm stand mit der Johannes-Passion eines der großen oratorischen Werke von Johann Sebastian Bach, das zum festen Repertoire von Chor und Collegium musicum zählt. Doch wer unter den zahlreich erschienen Zuhörerinnen und Zuhörern die Passionsmusik nicht zum ersten Mal hörte, rieb sich zu Beginn des Konzertes vermutlich verwundert die Ohren. Nach den Begrüßungsworten erklang nämlich ohne Ankündigung im Programm zunächst etwas ganz anderes: Es war die Alt-Arie "Oh sagt mir geschwinde" von Sebastian Hensel, der an diesem Abend nicht nur der Überraschungskomponist, sondern auch der Konzertmeister war. Im Anschluss an das durch Elke Redmann gesungene Stück ging's dann aber wirklich mit Bach weiter. Unter der Leitung von Wolfgang Hensel erklang die beeindruckend vertonte Leidensgeschichte Jesu Christi. Solisten, Chor und Orchester vermochten es dabei, in der besonderen Atmosphäre der Heinersdorfer Kirche, in der der Abstand zwischen Musikern und Publikum sehr gering ist, eine in sich geschlossene Aufführung zu Gehör zu bringen, in der die unterschiedlichen Stimmungen der emotional erzählten Passionsgeschichte überzeugend zum Ausdruck kamen. Für die Kantorei war es war ein gelungener Auftakt ins Jubiläumsjahr 2011. In diesem Jahr begeht sie ihren 50. Geburtstag. Gefeiert wird er gemeinsam mit dem Dienstjubiläum von Kantor Wolfgang Hensel am Sonntag Kantate, dem 22. Mai. –um.

Zirkus-Vortrag im Margaretensaal (10. März 2011)
In die Welt des Zirkus wurde am 8. März entführt, wer sich zum Heinersdorfer Vortrag in den Margaretensaal begab. Unter dem Titel "Der Pfarrer und die Dompteuse" gestalteten die Raubtierdompteuse Doris Schaaff-Arndt und der Zirkuspfarrer Martin Schaaff einen ganz besonderen Abend im Rahmen der Vortragsreihe. Zur Einstimmung zeigten die beiden einen Film, der Ende der 1950er Jahre über die damals 23-jähige Doris Arndt gedreht worden war und eindrucksvoll über ihre Tätigkeit als Eisbärendompteuse bei Zirkus Krone, aber auch über das "ganz normale" Zirkusleben einer jungen, alleinerziehenden Mutter berichtete. Anschließend beantwortete Doris Schaaff-Arndt, die im vergangenen Jahr ihren 80. Geburtstag feiern konnte, Fragen aus dem Publikum: woher die Eisbären kamen – aus der Wildnis, wie man eine solche Nummer einstudiert – mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen, womit sie sich nach den Eisbären beschäftigt hat – mit Tigern und Löwen; ob ihr im Film gezeigter Sohn auch beim Zirkus gelandet ist – nein, nach einer glücklich unversehrt überstandenen Eisbärenattacke habe er sich für einen anderen Beruf entschieden. Anschließend erzählte ihr Ehemann, Martin Schaaff, von seiner Arbeit als Zirkuspfarrer, wobei er eigentlich nie eine Pfarrstelle für die Seelsorge an Artisten innehatte, sondern immer nebenamtlich gearbeitet hat. Durch seine Liebe zum Zirkus hatte er diesen Berufszweig für die evangelische Kirche überhaupt erst ins Leben gerufen, als ihm die religiösen Bedürfnisse des fahrenden Volkes vor Augen traten. So käme es den Artisten im Zirkus nicht allein auf den Applaus des Publikums an. Sie bräuchten wie alle anderen Menschen auch den Applaus bei Gott. Mit diesem Ansatz hat er jahrzehntelang viele Zirkusgottesdienste gefeiert und Ensemblemitglieder diverser Zirkusse seelsorgerlich begleitet. In einer ergreifenden Rede zog der heute 101-Jährige (!) in einem weiten Bogen eine Parallele zwischen Zirkus- und "richtigem" Leben – auch mit unserem Dasein zeigen wir uns für eine gewisse Zeit auf der Manege der Weltgeschichte – und seine persönliche Lebensbilanz: Trotz aller Schwierigkeiten, die es in seinem Leben gegeben habe, sei Gott ihm immer gnädig gewesen. Auch persönlich schloss sich für ihn mit dem Vortragsabend ein Kreis. Denn seine erste Vikariatsstelle hatte er im Rahmen seiner theologischen Ausbildung vor mehr als 70 Jahren im benachbarten Niederschönhausen. Auch angesichts des 100. Jubiläums des Frauentags hatte Pfarrer Schaaff eine Bemerkung: Im Zirkus habe es Emanzipation von Frauen auf allen Ebenen schon immer gegeben. Das zeige sich nicht zuletzt an der Lebensgeschichte seiner eigenen Frau. Aber auch Direktorinnen habe es im Zirkus immer wieder gegeben – etwa Paula Busch, mit der er zeitlebens eng verbunden war. Schaaff hielt seinen Vortrag, der in seiner Eindringlichkeit und Überzeugungskraft eher an eine Predigt erinnerte, trotz seines hohen Alters vollständig im Stehen. Auch seine rhetorischen Künste und die Klarheit seiner Gedanken waren beeindruckend. Der Applaus des begeisterten Publikums fiel entsprechend herzlich aus und ließ – ganz wie im Zirkus – nicht bis zum Schluss auf sich warten: Selten wurde bei einem Heinersdorfer Vortrag auch zwischendurch so viel geklatscht!
Anlass zu (wenn auch wehmütigem) Applaus gab es auch ganz am Schluss noch einmal: Denn die Kuratorin der Heinersdorfer Vorträge, Frau Professor Regine Witkowski, die diese Reihe vor mehr als fünf Jahren ins Leben gerufen hatte, kündigte den Rückzug von ihrem Amt an. Fast 50 Vorträge hatte sie in dieser Zeit organisiert und dabei jede Menge Kultur und Wissenschaft nach Heinersdorf geholt. Für dieses große Engagement freilich, wird ihr an anderer Stelle noch gebührend zu danken sein! –um.






Umwelteinflüsse auf die menschliche Entwicklung (9. Februar 2011)
Am Dienstag, dem 8. Februar 2011, fand der erste Heinersdorfer Vortrag im Jahr 2011 statt. Der Referent des Abends, Professor Dr. Günter Dörner, sprach über die "Bedeutung der Umwelt für Entwicklungsprobleme und Krankheit." Dörner, weltweit anerkannter Hormonforscher und ehemaliger Leiter des Instituts f&uum;r Experimentelle Endokrinologie an der Charité, sprach über seine Forschungen, die er zu DDR-Zeiten unternommen hat und teilweise bis heute betreibt. Zu seinen wichtigsten Erkenntnissen gehörte der Nachweis hormoneller Einflüsse auf die Gesamtentwicklung des Menschen. So hat er mit Versuchen an Ratten und anschließenden quantitativen Studien an Menschen festgestellt, dass die Veranlagung zur Homosexualität vor allem auf den Hormonspiegel während der Schwangerschaft zurückzuführen und somit quasi angeboren ist. Unter anderem auf diese Forschungen geht es zurück, dass Homosexualität seit einigen Jahren nicht mehr als Krankheit betrachtet und nicht mehr strafbar ist. Homosexualität, so Dörner, ist somit als Anomalie zu betrachten, nicht jedoch als etwas Abnormes. Die hohe Bedeutung von Hormonen für die Entwicklung des Menschen konnte Dörner aber auch auf anderen Gebieten nachweisen – unter anderem bei der Krankheit Diabetis Mellitus. Zurückblickend stellte er zum Abschluss seines Vortrages fest, dass seine Arbeiten fast überall starken Zuspruch fanden, gerade in Deutschland aber nach wie vor auf ein geteiltes Echo stoßen. Hinzu käme, dass er seine Forschung und die seiner ostdeutschen Kollegen nach der Wende zu wenig gewürdigt sieht, was sich unter anderem an den Jubiläumsfeierlichkeiten der Charité gezeigt habe. Die anschließend durchaus lebhafte Diskussion rundete den Abend ab und zeigte, dass das Thema auf großes Interesse stieß. –um.

Adventskonzert in Heinersdorf (6. Dezember 2010)
Am Vorabend des 2. Advent, dem 4. Dezember 2010, lud die Heinersdorfer Kantorei unter der Leitung ihres Kantors Wolfgang Hensel zu ihrem traditionellen vorweihnachtlichen Konzert in die Heinersdorfer Kirche ein. Auf dem Programm standen diesmal gleich drei Werke von Johann Sebastian Bach – die adventlichen Kantaten 36 (Schwingt freudig euch empor) und 132 (Bereitet die Wege, bereitet die Bahn!) sowie das berühmte Doppelkonzert d-Moll für zwei Violinen, BWV 1043. Die Solo-Violinen spielten Sebastian Hensel und Rainer Jahnel (Violinkonzert) sowie Susanne Henschel (Kantate 132) und Manuel Rohlfing (Kantate 36). An der Oboe war Ute Riedel zu hören. Die Gesangssolisten waren Ricarda Vollprecht (Sporan), Elke Redmann (Alt), Heie Erchinger (Tenor) und Michael Geißler (Bass). Auch wenn die Kirche wegen der winterlichen Witterung und der verspäteten Auslieferung des Gemeindeblatts etwas leerer war als sonst, gingen die meisten Musiker und Gäste wohl mit einem adventlich-beschwingten Gefühl nach Hause, als der letzte Ton verklungen war.
Die Heinersdorfer Kantorei begeht im kommenden Jahr ihren 50. Geburtstag und feiert zugleich das 50. Dienstjubiläum ihres inzwischen 83jährigen Kantors. Die Festveranstaltung ist für den Sonntag Kantate, den 22. Mai 2011 vorgesehen. –um.


Partnerschaftswochenende in Bad Oeynhausen (15. November 2010)
Vom 12. bis 14. November fand das diesjährige Partnerschaftswochenende der Wicherngemeinde in Bad Oeynhausen und der Heinersdorfer Gemeinde statt. Nachdem die Heinersdorfer im September 2009 Gastgeber waren, folgte diesmal wieder eine kleine Gruppe der Einladung in den ostwestfälischen Kurort kurz hinter der Porta Westfalica. In gewohnt herzlicher Gastfreundschaft begrüßt und aufgenommen, waren die Gäste wieder in Privatquartieren untergebracht. Der Sonnabend war wieder einem umfangreichen Programm gewidmet, das nicht nur brillant zusammengestellt, sondern auch überaus informativ und abwechslunsgreich war. Zunächst ging's ins Herz- und Dialysezentrum, für das das ehemalige preußische Staatsbad heute vor allem bekannt ist: Neben der liebevoll eingerichteten Kinderstation standen die aktuellsten Geräte für die bildgebende Diagnostik – vor allem PET und MRT – nebst umfangreichen Erläuterungen sowie eine Besichtigung des Andachtsraums auf dem Programm. Nach kurzer Verschnaufpause wurde am Nachmittag zu einer Engeltour geladen – in die jeweils mit einem so genannten Taufengel ausgestatten und unlängst vollkommen umgestalteten Dorfkirchen in Exter und Valdorf, die von den ortsansässigen Pfarrern engagiert vorgestellt wurden. Die Exterer Kirche ist außerdem die erste der inzwischen mehr als 30 Autobahnkirchen in Deutschland. Thematisch abgerundet wurde der Tag durch einen Vortrag des Kulturbeauftragten des Kirchenkreises Vlotho, Hartmut Birkelbach, im Wichernhaus. Er stellte das einwöchige Engelsprojekt vor, dass tags darauf gestartet wurde und unter anderem die morgendliche und abendliche Projektion unterschiedlicher Engelsdarstellungen an mehreren Orten in der Stadt beinhaltet. Im gemeinsamen Gottesdienst am Sonntag sang der Chor der Gemeinde unter der Leitung von Barbara Mengel. Pfarrer Kaehler hielt die Predigt. Nach dem anschließenden Mittagessen wurde bereits die Einladung für das kommende Jahr ausgesprochen: Vom 23. bis 25. September 2011 findet das nächste gemeinsame Wochenende wieder in Heinersdorf statt – dann als 50. Jubiläum der Partnerschaft, die ursprünglich im Jahr des Mauerbaus als grenzüberwindender Kontakt begonnen hatte. –um.







Vortrag über Georgien (11. November 2010)
Als "Schatzheber" wurden die beiden Referenten dieses Heinersdorfer Vortrags durch Frau Prof. Witkowski eingeführt. Und damit hat die Organisatorin der nun bereits seit mehr als fünf Jahren bestehenden Vortragsreihe keineswegs übertrieben. Denn in gleich zwei Referaten zogen die Kunstgeschichtler Brigitte Schrade und ihr Ehemann Prof. Rolf Schrade die etwa 20 Zuhörerinnen und Zuhörer im Margaretensaal in ihren Bann und nahmen sie mit nach Svanetien – eine schwer zugängliche Gebirgsregion inmitten Georgiens. Zunächst sprach Brigitte Schrade zu Geschichte, Kultur, Religion und Sakralarchitektur Georgiens. Dabei zeigte sie mit zahlreichen Fotos die atemberaubende Schönheit dieses Landes im Zentralkaukasus. Ihren Schwerpunkt legte sie auf die Entwicklung einer christlich geprägten Kultur im Land, die auf die ersten Jahrhunderte nach Christus zurückgeht, die Hervorbringung eines eigenen Alphabets zum Zwecke der Niederschreibung religiöser Texte umfasst und auch die Zeiten des Stalinismus in der Sowjetunion überdauert hat. Der zweite Vortrag widmete sich dann den eigentlichen Schätzen. Prof. Schrade, der bereits seit den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts in Georgien forscht, berichtete über ein Projekt aus der jüngeren Vergangenheit, in dem zahlreiche Ikonen aus einem Turm in Beco wiederentdeckt und dann aufwendig restauriert wurden. Dabei zeigte er nicht nur beeindruckende Bilder dieser liturgischen Kunstgegenstände, sondern berichtete auch über deren Geschichte, die Modalitäten ihrer Bergung und die Arbeit der Restauratoren. Der trotz seiner Dauer äußerst kurzweilige Abend knüpfte an einen Vortrag im Februar an, der sich ebenfalls mit Georgien befasste. –um.



Wahlen zum Gemeindekirchenrat (1. November 2010)
Am 31. Oktober wurde wie in vielen anderen Gemeinden der Landeskirche ein Teil des Gemeindekirchenraates der Gemeinde Heinersdorf neu gewählt. In der Zeit von 9 bis 14 Uhr waren die etwa 780 wahlberechtigten Gemeindeglieder aufgerufen, vier der insgesamt sieben Ältesten im Gemeindekirchenrat neu zu wählen. Fünf Kandidatinnen und Kandidaten hatten sich zur Wahl gestellt. 110 Gemeindeglieder beteiligten sich an der Wahl – das entspricht einer Wahlbeteiligung von etwa 14,1% (2007: 17,0%). Folgende Stimmanteile entfielen auf die einzelnen Bewerber:
Frau Ragnhild Pescheck: 82 Stimmen
Frau Ruth Quicker: 62 Stimmen
Frau Eva-Maria Schröter: 76 Stimmen
Frau Dr. Regine Witkowski: 72 Stimmen
Herr Michael Wolff: 98 Stimmen
Damit sind (in der Reihenfolge ihrer jeweiligen Stimmanteile) Michael Wolff, Ragnhild Pescheck, Eva-Maria Schröter und Regine Witkowski als GKR-Mitglieder für die kommenden sechs Jahre gewählt. Ruth Quicker ist für die nächsten drei Jahre stellvertretendes Mitglied. Als Älteste gehören dem GKR bis zum Ende ihrer Amtszeit im Herbst 2013 außerdem Gisela Nowitzki, Gertraud Döhle und Ingeborg Fleck an. Pfarrer Kaehler ist geborenes Mitglied im Gemeindekirchenrat.
Der Gemeindekirchenrat bildet die Leitung der Gemeinde und ist für alle wichtigen Entscheidungen verantwortlich. Seit der letzten Wahl im Herbst 2007 hatten insgesamt vier gewählte Mitglieder des Gemeindekirchenrates ihren Rücktritt erklärt: Mathias Christiansen, Sebastian Hein, Gerd Müller und Hermann Linsel. –um.
Geistliches Konzert zum Reformationstag (1. November 2010)
Am Sonnabend, dem 30. Oktober, dem Vorabend des Reformationstages, musizierte die Heinersdorfer Kantorei im Rahmen einer Geistlichen Abendmusik in der Heinersdorfer Kirche. Auf dem Programm stand die selten aufgeführte Messe in g-Moll, BWV 235 von Johann Sebastian Bach für Soli, Chor, Oboen, Streichorchester und Basso Continuo. Im Anschluss an dieses nur etwa 30minütige Werk gab's in der gut gefüllten Kirche noch die Fantasie in d-Moll von Georg Philipp Telemann für Blockflöte Solo mit Ursula Kelch. Die musikalische Leitung des Abends hatte Kantor Wolfgang Hensel. –um.
Vortrag über Archäologie am Nil (13. Oktober 2010)
Im Rahmen der Heinersdorfer Vorträge sprach am 12. Oktober Frau Prof. Dr. Claudia Näser zum Thema "Aktuelle archäologische Forschung im Sudan: Funde am Nil von der Steinzeit bis in die Moderne". Die Referentin, die seit 2004 als Professorin am Institut für Archäologie der Humboldt-Universität tätig ist, berichtete von Grabungen am mittleren Niltal, die vor der Flutung des Gebiets durch die Errichtung des Merowe-Staudamms unter ihrer Leitung durchgeführt wurden. Im Zuge dieser so genannten Humboldt University Nubian Expedition wurden Fundstellen aus der Zeit des Paläolithikum bis in die islamische Zeit ausgewertet. Einen besonderen Schwerpunkt ihrer Ausführungen widmete Frau Näser der christlich geprägten Zeit des Mittelalters, aus der ihre Forschergruppe unter anderem mehrere gut erhaltene Kirchen ausgrub. Zum Schluss ihres Vortrags kam sie auf den eigentlichen Anlass der Grabungen zurück und berichtete von der Situation der Manasir, der im Niltal ansässigen Volksgruppe. Während der Staudamm unter weitgehender Missachtung elementarer Menschenrechte errichtet wurde, mussten mehr als 70.000 Menschen ohne angemessene Entschädigung ihre angestammten Gebiete verlassen. Vor diesem Hintergrund wurden im Rahmen der Expeditionen nicht nur archäologische, sondern auch ethnografische Forschungen betrieben, um die zeitgenössische Kultur, die nun ebenfalls vom Aussterben bedroht ist, zu dokumentieren. Die Sudanarchäologische Gesellschaft zu Berlin, deren Vorsitzende Näser ist, nimmt sich dieser aktuellen sozialen Probleme ebenfalls an. –um.



Fußball im Margaretensaal (30. September 2010)
Auch zur Weltmeisterschaft 2010 in S&umml;dafrika verwandelte sich der Margaretensaal wieder in ein kleines Fußballstadium: An fast jedem Abend konnten große und kleine Fußballbegeisterte WM-Spiele verfolgen. Schon zur WM 2006 und zur EM 2008 hatte die Gemeinde im Rahmen des so genannten public viewing Spiele öffentlich gezeigt. Im Bild ist das entscheidende Gruppenspiel am 23. Juni zu sehen, kurz bevor Mesut Özil mit seinem Siegtreffer das deutsche Team ins Achtelfinale schoss. –um.

Johannes-Passion in der Heinersdorfer Kirche (7. April 2010)
Mit einem der großartigsten Passionsoratorien läutete die Heinersdorfer Kantorei am 27. März die Karwoche ein. Auf dem Programm stand die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach. Das gewaltige Werk gehört zwar seit vielen Jahrzehnten zum Repertoire der Kantorei. Allerdings brachte sie es erstmals in der Heinersdorfer Kirche zur Aufführung. Zuvor wurden die großen Konzerte immer in geräumigeren Kirchen in Berlin durchgeführt. Doch was sich zunächst als Platzproblem für Chor, Orchester und Solisten darstellte, zeigte sich für den Gesamteindruck als klarer Gewinn. Die geschlossene, fast schon intime Atmosphähre, den die Kirche bot, führte zu einem guten Zusammenklang. Viele der Zuhörerinnen und Zuhörer bedankten sich denn am Ausgang auch ausdrücklich für das schöne Konzert. In der Johannes-Passion ist der Leidensweg Jesu vertont, wie er nach dem Evangelisten Johannes überliefert ist. Die dialogisch aufbereiteten Geschehnisse, in denen neben Jesus, den Jüngern und Pilatus auch die Hohepriester der Juden und das Volk auftauchen, werden von zwei Chören am Beginn und zum Ende gerahmt und durch zahlreiche Choräle und Arien kommentiert. Als Solisten dieses Abends sangen Barbara Dietrich (Sopran), Elke Redmann (Alt), Heie Erchinger (Tenor, Evangelist und Arien), Robert Dietrich (Bass, Christus), Stefan Kotzur (Bass, Pilatus und Petrus) und Klaus-Peter Pohl (Bass, Arien). Die Leitung hatte wie immer Kantor Wolfgang Hensel, der wenige Tage später in sein 50. Dienstjahr in Heinersdorf eintrat – am 1. April 1961 hatte er als Kantor in der Gemeinde angefangen und die Kantorei aufgebaut. –um.