Jahr 2007

Apokryphen der Bibel (13. Dezember 2007)
Am 11. Dezember sprach Johannes Mehlhorn im Gemeinderaum im Rahmen der Heinersdorfer Vorträge über die Apokryphen, also über solche Texte und Schriften, die im Entstehungsprozess der Bibel nicht in deren Kanon aufgenommen wurden und daher in den meisten heutigen Bibelausgaben fehlen. Dazu zählen vor allem Werke aus der Zeit des alten Testaments (etwa das Buch Judit, das Buch der Weisheit, das Buch Jesus Sirach, die beiden Bücher der Makkabäer und Zusätze zu den Büchern Ester und Daniel), die keine allgemeine Anerkennung als Bestandteil der Bibel gefunden haben, als sie sich kurz vor der Zeitenwende zu konsolidieren begann. Einen ähnlichen Prozess gab es auch für den christlichen Teil der Bibel, den wir heute als das Neue Testament kennen. Er fand in der Synode von Hippo (393 n. Chr.) seinen Abschluss und verwarf eine ganze Reihe von Schriften, weil sie als unecht oder nicht wesentlich für das Christentum erkannt wurden (etwa das Kindheitsevangelium des Thomas, die Evangelien von Nikodemus, Maria, Judas und Bartholomäus, aber auch weitere Schriften wie die Didache und der Clemensbrief sowie die Apokalypsen nach Petrus, Paulus und Thomas). Auch wenn diese Texte damit offiziell verboten und sogar verdammt waren, haben sie die Zeiten überdauert und stehen heute für Interessierte im Wesentlichen auch zur Verfügung. Aber auch in früherern Zeiten haben sie Eingang in theologische Überlegungen und vor allem in die Bildende Kunst gefunden und waren folglich in einschlägigen Kreisen schon immer bekannt. Johannes Mehlhorn, der sich als Nicht-Theologe seit mehreren Jahren mit den apokryphen Schriften beschäftigt, gab einen groben Überblick über den Hintergrund dieser "verborgenen" Werke und las auch einige Beispieltexte vor. Deren Lektüre könne nicht schaden und sei zuweilen durchaus lehrreich. Das Interesse bei den mehr als 20 Zuhörerinnen und Zuhörern hat er mit seinem Vortrag jedenfalls geweckt und wird auch im nächsten Jahr wieder zu einem Vortrag erwartet. –um.

Weihnachtsoratorium in Heinersdorf (10. Dezember 2007)
Am 8. Dezember führte die Heinersdorfer Kantorei die Kantaten IV und V des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian in der Heinersdorfer Kirche auf. In der gut gefüllten Kirche musizierten Cheong Yeong Kim (Sopran), Helga Dietrich (Alt), Heie Erchinger (Tenor), Rüdiger Scheibel (Bass), Stella Merkel (Contino) sowie Chor und das erweiterte collegium musicum der Heinersdorfer Kantorei unter der Leitung von Kantor Wolfgang Hensel. Auch wenn das wohl bekannteste Weihnachtskonzert der Welt für die Kantorei zum Standardrepertoire gehört, war diese Aufführung ein ganz besonderes Ereignis: Denn obwohl das WO, wie es unter Musikern kurz genannt wird, in der nunmehr fast 47jährigen Amtszeit des Kantors in nahezu jedem Jahr erklang - oft auch mehrfach - wurde es zum ersten Mal seit über 40 Jahren in Heinersdorf musiziert. Nachdem das Werk in den frühen 60er Jahren einige Male in der Heinersdorfer Kirche erklang, erwies sich diese für Musiker und Publikum bald als zu klein, so dass die Kantorei fortan - auch für andere größere Konzerte auf andere Kirchen in Berlin auswich. Zuletzt war die Heinersdorfer Kantorei in der Heilige-Geist-Kirche in Moabit für mehr als zehn Jahre Stammgast. Auch wenn's für Chor und Orchester im Altarraum recht eng wurde und die Sängerinnern und Sänger auf Sitzgelegenheiten ganz verzichten mussten, wird's zukünftig in Heinersdorf wohl wieder mehr große Konzerte der Kantorei geben. –um.
Adventsfeier (5. Dezember 2007)
Advent heißt Ankunft. Manchmal geschieht eine Ankunft überraschend und spontan, manchmal aber wird sie auch erwartet und es stellt sich die Frage, wie man sich am besten darauf vorbereiten soll ... "Wie soll ich dich empfangen" so lautete dann auch das Thema eines meditativen Anspiels, mit dem der Gottesdienst zur diesjährigen Adventsfeier unserer Gemeinde am 1. Advent begann. Dabei wurde auf eindrucksvolle Weise und mit unterschiedlichen Lichteffekten daran erinnert, dass Jesus Christus als Licht der Welt zu den Menschen gekommen ist und dass niemand, der ihm nachfolgt, in der Dunkelheit umher zu irren braucht. Nach dem Gottesdienst gab es im Margaretensaal eine musikalische Einlage des Chores des Heinersdorfer Kantorei, der mehrere Lieder zu Gehör brachte. Anschließend konnte sich dann die mehr als 100 Gäste Kaffee, Kuchen und vorweihnachtliches Gebäck schmecken lassen. Nach vielen guten Gesprächen, einer kurzen Vorstellung des Films "Die Stadt, die Weihnachten vergaß" und einem gemeinsamen Liedersingen klang die diesjährige Adventsfeier schließlich am frühen Abend aus. –mc.
Heinersdorfer Vortrag: Zufall oder Krone der Schöpfung? (19. November 2007)
Woher stammt der Mensch? Dieser Frage ging Dr. Henrik Ullrich am 14. November 2007 im Rahmen der Reihe Heinersdorfer Vorträge vor rund 30 interessierten Zuhörern nach. Dr. Henrik Ullrich ist leitender Oberarzt im Zentrum für diagnostische und interventionelle Radiologie am Klinikum Riesa-Großenhain und Vorsitzender der Studiengemeinschaft "Wort und Wissen". Auf ebenso anschauliche wie wissenschaftlich exzellente Weise erläuterte Dr. Ullrich die verschiedenen Modelle zur Erklärung der menschlichen Herkunft und zeigte ihre jeweiligen Stärken und Schwächen auf. Er wies darauf hin, dass es "die (eine) Evolutionstheorie" im Grunde gar nicht gibt, sondern vielmehr zahllose "Evolutionstheorien" mit unterschiedlichem Denkansatz und zum Teil gegensätzlichen Erklärungsmodellen für die Entstehung des Lebens und die Menschwerdung. Durch die zunehmende Forschung entstünden viel mehr Fragen als Antworten. Viele archäologische Funde sorgen zudem für zusätzliche "Verwirrung". Alles in allem wurde deutlich, dass die oft als so sicher geglaubte Erkläung der menschlichen Abstammung und Entwicklung im Lichte der Forschung betrachtet alles andere als geklärt ist. Es bleibt also genug Raum für die Möglichkeit, die uns die Bibel nennt: "Und Gott schuf die Tiere; ein jedes nach seiner Art" (1. Mose 1,24). –mc.
Umzüge zum Martinstag (19. November 2007)
Auch in diesem Jahr fanden anlässlich des Martinstages zwei Umzüge in Heinersdorf statt: Nachdem der Kindergarten der Gemeinde am Nachmittag in der Kirche eine Andacht gehalten hatte, begann gegen 18 Uhr ebenfalls in der Kirche ein Martinsspiel, das über das Leben des Martin von Tours erzählte. Es wurde von Schülern der Klasse 3b der Grundschule am Wasserturm unter der Leitung der Religionslehrerin Frau Glaser gestaltet und vor rund 300 Zuschauern aufgeführt. Die Heinersdorfer Katechetin Doreen Kohlstock nutzte die Gelegenheit, über die Christenlehre in der Gemeinde zu informieren. Nach gemeinsamem Singen startete dann gegen 18.30 Uhr der große Martinsumzug durch Heinersdorf, der von der Freiwilligen Feuerwehr begleitet wurde. Auf dem Schulhof gab es dann auch wieder das traditionelle Martinsfeuer sowie die beliebten Hörnchen zum Teilen und gemeinsam Genießen. –mc/sh.



Dankveranstaltung (12. November 2007)
Fünf Wochen nach dem großen Tanz im Herbst hatten Gemeindekirchenrat und Pfarrer alle Helferinnen und Helfer, die bei den Arbeiten am Margaretensaal und an der Durchführung der Tanzveranstaltung mitgewirkt hatten, am 10. November zu einer Dankveranstaltung eingeladen. Mehr als 40 Menschen waren trotz des frühwinterlichen Wetters der Einladung gefolgt und konnten das Flair des gerade restaurierten Margaretensaals selbst genießen: Bei Speis' und Trank, einem Film über den Tanz im Herbst Anfang Oktober, bei einem Familien-Verwechsungsspiel und beim Schwingen des eigenen Tanzbeins. Daneben gab's natürlich zahlreiche Worte des Danks an alle, die dazu beigetragen haben, dass dieses kleine Heinersdorfer Wunder Wirklichkeit werden konnte. –um.

GKR-Wahl (4. November 2007)
Am 4. November 2007 wurde ein Teil des Gemeindekirchenrates der Gemeinde Heinersdorf neu gewählt. In der Zeit von 9 bis 14 Uhr waren die etwa 770 wahlberechtigten Gemeindeglieder aufgerufen, drei der insgesamt sieben Ältesten im Gemeindekirchenrat neu zu wählen. Sieben Kandidatinnen und Kandidaten hatten sich zur Wahl gestellt. 129 Gemeindeglieder beteiligten sich an der Wahl - das entspricht einer Wahlbeteiligung von etwas weniger als 17% und damit ziemlich genau dem Wert der GKR-Wahl vor drei Jahren. Folgende Stimmenanzahlen entfielen auf die einzelnen Bewerber:
Mathias Christiansen: 81 Stimmen
Gertraud Döhle: 58 Stimmen
Ingeborg Fleck: 41 Stimmen
Gisela Nowitzki: 84 Stimmen
Ruth Quicker: 33 Stimmen
Eva-Maria Schröter: 47 Stimmen
Regine Witkowski: 33 Stimmen
Damit sind (in der Reihenfolge ihrer jeweiligen Stimmanteile) Gisela Nowitzki, Mathias Christiansen und Gertraud Döhle als GKR-Mitglieder für die kommenden sechs Jahre gewählt. Eva-Maria Schröter, Ingeborg Fleck, Ruth Quicker und Regine Witkowski sind für die nächsten drei Jahre stellvertretende Mitglieder. Als Älteste gehören dem GKR bis zum Ende ihrer Amtszeit im Herbst 2010 außerdem Sebastian Hein, Hermann Linsel, Gerd Müller und Ragnhild Pescheck an. Pfarrer Kaehler ist geborenes Mitglied im Gemeindekirchenrat. Die bisherigen stellvertretenden GKR-Mitglieder Barbara Bresch und Rita Grodotzky sowie Uwe Müller, der in den letzten sechs Jahren Vorsitzender des Gemeindekirchenrats war, stellten sich nicht wieder zur Wahl und gehören dem GKR damit nicht mehr an. Die Einführung der neuen GKR-Mitglieder und deren Stellvertreter findet am 18. November im Gottesdienst statt. –um.
Geistliche Abendmusik (4. November 2007)
Am Sonnabend, dem 3. November musizierte die Heinersdorfer Kantorei im Rahmen einer Geistlichen Abendmusik in der Heinersdorfer Kirche. Im Mittelpunkt des Abends stand das für Sopran- und Altsolo, Frauenchor, Streichorchester und Orgel komponierte Stabat Mater von Johann Sebastian Bach. Das Werk, das ursprünglich von Pergolesi stammt und als solches in der Melodieführung auch klar zu erkennen ist, wurde von Bach adaptiert und mit einem deutschen Text unterlegt. Der ganze Chor - einschließlich der Männerstimmen - erklang für drei kurze Motetten von Samuel Seidel, Felix Mendelssohn Bartholdy und Georg Friedrich Händel und das Ave Maria von Anton Bruckner. Das Konzert wurde durch einen von Hermann Eike Keller vorgertragenen Sologesang von Johann Sebastian Bach eröffnet. Das Konzert, das durch Kantor Wolfgang Hensel geleitet wurde, markiert den Beginn einer Reihe größerer Aufführungen, die nun wieder in Heinersdorf stattfinden. Als nächstes werden am 8. Dezember die Kantaten 4 und 5 aus dem Weihnachtsoratorium von Bach zu Gehör gebracht. –um.



Heinersdorfer Hammerfest (1. November 2007)
Am 31. Oktober ist Reformationstag und in Heinersdorf nunmehr schon zur Tradition geworden der Tag des Heinersdorfer Hammerfestes. Wie schon in den vergangenen Jahren war auch diesmal der Zuspruch groß: 83 Kinder waren gekommen, dazu viele Eltern und zahlreiche Geschwister im Babyalter. Sie alle hatten viel Freude bei Spaß und Spiel im frisch renovierten Margaretensaal. Das diesjährige Heinersdorfer Hammerfest (was wegen des Thesenanschlags von Martin Luther im Jahre 1517 an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg nicht ganz zufällig so heißt) begann mit dem Anspiel des biblischen Gleichnisses von den Arbeitern im Weinberg (Matthäus 20), das die Bedeutung von Gottes Gnade auf anschauliche Weise darstellte. Anschließend blieb noch viel Zeit für die verschiedensten Spiel-Stationen an denen die Kinder ihr Geschick beweisen konnten und so manche spannenden Entdeckung machten. Für Stärkung sorgten Kaffee (für die Großen), Tee, Kuchen und Kekse sowie die immer wieder beliebten Lutherecken. Und als die Kinder gegen 18 Uhr nach Hause aufbrachen, stand fest: Wir sehen uns wieder am 31. Oktober 2008 - zum nächsten Heinersdorfer Hammerfest. –mc.





Sukkot im Gemeindesaal (11. Oktober 2007)
Während eines Abends für alle Sinne im Rahmen der monatlich stattfindenden Heinersdorfer Vorträge stellten Cornelia und Ulrike Lange am 9. Oktober das jüdische Laubhüttenfest (Sukkot) vor. Die etwa 15 Besucherinnen und Besucher erfuhren nicht nur in Worten über den Hintergrund und die praktische Durchführung dieses größten Freudenfestes des jüdischen Jahres. Sie saßen selbst in einer Sukka und konnten sich nebenbei an kulinarischen Köstlichkeiten laben, die die Vortragenden mitgebracht und aufgebaut hatten. Sukkot, das in diesem Jahr zwischen dem 27. September und dem 5. Oktober begangen wurde, wird jeweils im Herbst als Erntefest gefeiert und gehöhrt zu den drei so genannten Pilgerfesten. Es geht auf die Wüstenwanderung des Volkes Israel nach dem Auszug aus Ägypten zurück und soll daran erinnern, dass man sich als Mensch nicht auf Materielles, Gewohntes und Bequemes verlassen, sondern im Grunde im Vertrauen auf Gott leben soll. Daher steht eine richtige Sukka auch stets unter freiem Himmel und ist lediglich mit natürlichen und naturbelassenen Materialen bedeckt. Während des anschließenden Gesprächs ging es unter anderem um die Einbindung dieses Festes und anderer Bräuche und Regeln des Judentums in die israelische Gesellschaft und das Leben der in der Diaspora lebenden Juden, aber auch um grundsätzliche Fragen - etwa nach der Definition und dem Selbstverständnis des Judentums. Mit der Ankündigung, Fragen des jüdischen Glaubens und der jüdischen Tradition auch in weiteren Veranstaltungen zu thematisieren, endete dieser in jeglicher Hinsicht erfüllende Abend. –um.



Tanz im Herbst im Margaretensaal (8. Oktober 2007)
Mit dem Tanz im Herbst, zu dem Kara Huber gemeinsam mit ihrem Mann seit vielen Jahren an einen anderen Ort der Landeskirche einladen, wurde der restaurierte Margaretensaal am 6. Oktober feierlich eingeweiht. Weit mehr als 100 Tänzerinnen und Tänzer waren der Aufforderung des tanzbegeisterten Ehepaars gefolgt und probierten die Qualitäten des frisch gelegten und lackierten Parketts in dem altehrwürdigen Veranstaltungsort aus, der nach der Wende für einige Jahre als Verkaufsraum für Teppiche gedient hatte. Für den richtigen Rhythmus sorgte den ganzen Abend über die Royal-Band unter der Leitung von Karl-Heinz Böhm. Zwischendurch gab's mitgebrachte Leckereien im Überfluss, die sich auf dem Kalten Buffet vor der Küche türmten. Und später gab noch eine Jugendtanzgruppe aus Charlottenburg einige einstudierte Tänze zum Besten. Noch den ganzen 3. Oktober lang und bis kurz vor Beginn des Balls hatten die Arbeiten im Margaretensaal und rundherum angedauert - Türen und Panele mussten gestrichen, die elektrischen und die sanitären Anlagen vervollständigt, der Weg zum Haupteingang neu gepflastert, der Vorgarten gejätet und der ganze Saal nebst Fenstern, Küche und Bad geputzt werden. Auch der Abend selbst brachte für viele Gemeindeglieder noch einmal einen Großeinsatz mit sich - ob am Eingang, auf dem Parkplatz, an der Garderobe, in der Küche, am Getränkestand oder im Saal - die vielen fleißigen Helferinnen und Helfer hatten sich Nacht- und Sonntagsruhe wohl verdient. Am Ende bedankte sich Bischof Huber, der als EKD-Ratspräsident der höchste Repräsentant der Evangelischen Kirche in Deutschland ist, auch im Namen aller Gäste für die Gastfreundschaft und fügte unter dem Vorbehalt der sicherlich anders lautenden Pläne seiner Frau hinzu, er habe diesmal besonders viele Stimmen gehört, die sich dafür ausgesprochen hätten, den Veranstaltungsort für das kommende Jahr nicht zu wechseln und erneut in Heinersdorf zu feiern. Als alle Verabschiedungen und Dankesworte gesprochen waren - unter anderem für die großzügige Spende, die Kara Huber für das Parkett organisiert hatte, legten die Hubers unter dem Applaus der begeisterten Menge noch einen Paso Doble aufs Parkett, der zumindest unter den Anwesenden seines gleichen wohl vergebens gesucht hätte. –um.









Erntedankfest (4. Oktober 2007)
Zum Erntedankgottesdienst versammelten sich in diesem Jahr wieder viele Kinder und Erwachsene aus unserer Gemeinde in der Kirche. Viele brachten eigene Ernteerträge aus ihren Gärten mit und stellten sie vor den Altar, über dem bereits ein Sternenhimmel, Sonne und Erde schwebten. Diese hatte der Kindergarten gebastelt, der zusammen mit den Kindern aus der Christenlehre ein Lied vortrug. Die eigens getextete Liedzeile "Erdenrund, weit und bunt; wieviel zählst du Däumelein" leitete zur bunten Farbaktion über, bei der sich alle Gemeindeglieder mit ihren Daumenabdrücken auf Kärtchen verewigen konnten. Der Kinderchor unter der Leitung von Kantor Hensel gestaltete den Gottesdienst mit mehreren Lieder mit. Pfarrer Kaehler nahm in seiner Predigt mit Worten vom Schätzesammeln und Sorgen (Matt. 6, 19-23) Bezug zu Erntedank. –sh.



Jugendrüstzeit in Neu Schadow (17. September 2007)
Unter dem Motto Respekt stand die Jugendrüstzeit, zu der die Junge Gemeinde Heinersdorf sich vom 14. bis 16. September ins märkische Neu Schadow aufmachte. Dabei ging es um die gegenseitige Wertschätzung innerhalb der Familie, unter Freunden und gegenüber Fremden. Inhaltliche Anknüpfungspunkte für dieses Thema boten nicht nur diverse Bibelgeschichten und die Erfahrungen aus dem eigenen Alltag, sondern auch der Film Kroko von Sylke Enders, in dem es um das Erwachsenwerden einer Teenagerin in Berlin und um das Erlernen und Erfahren von Respekt geht. Die nähere Umgebung des Rüstzeitenheims und deren Eigenheiten konnte man nicht nur durch aufbrausende Sandstürme am Sonnabend (der Ort Neu Schadow gehört seit der Verwaltungsreform zur Gemeinde Märkische Heide, die ihrem Namen alle Ehre macht), sondern auch während des großen Neu Schadow Quiz (NSQ) ergründen, das uns die letzten Details von Kultur und Geschichte des ehemaligen Kolonistendorfs am Rande des Spreewalds enthüllte. Als sich am Abend der Sturm gelegt hatte, gab's bei sternenklarem Himmel ein gemütliches Lagerfeuer mit Stockbrot und Marshmallows, bevor am Sonntagnachmittag die Heimreise das gemeinsame Wochenende abschloss. –um.







Paul Gerhardt und das Alte Testament (12. September 2007)
Im Rahmen der Heinersdorfer Vorträge referierte der Theologe Prof. Ludwig Wächter am 11. September über die Rezeption des Alten Testaments in den Liedern Paul Gerhardts. Er trug damit das Ergebnis eigener Untersuchungen vor, die er für einen in der Berliner Pfingstgemeinde durchgeführten Paul-Gerhardt-Tag am 12. März 2007, dem 400. Geburstag des Kirchenliederdichters, durchgeführt und dort erstmals vorgstellt hatte. Alt alttestamentarische Grundlagen dienten Paul Gerhardt unter anderem die Sprüche Salomos und die Prophetenbücher. Das besondere Augenmerk des Vortrags lag jedoch auf der Bedeutung der Psalmen für Paul Gerhardts Dichtung, aus denen er oft nur einzelne Verse heraus griff, um darüber in vielen Liedstrophen zu meditieren - wie etwa in dem Lied Ich bin ein Gast auf Erden (EG 529), das auf Psalm 119,19 beruht. Auch Befiehl du deine Wege (EG 361) und Gib dich zufrieden und sei stille (EG 371) gehen auf einzelne Psalmverse zurück - in diesem Fall auf die Verse 5 bzw. 7a des 37. Psalms. Wächter stellte heraus, wie Gerhardt die Aussagen von Psalmgebeten für seine Lieder abänderte oder ergänzte, um sie dem christlichen Gottesbild und seiner eigenen Theologie anzupassen - eine besondere Rolle spielt beispielsweise immer wieder das Gottvertrauen. Dabei griff Gerhardt geschichtliche Begebenheiten aus dem Alten Testament als Anregungen auf, um sie auf die Sitation seiner Zeit zu übertragen - etwa auf das mit dem 30jährigen Krieg verbundene Leid. Der Abend war überschattet durch den Tod des eigentlich vorgesehenen Co-Referenten Prof. Günther Baumbach, der über das Neue Testament in den Liedern Paul Gerhardts sprechen sollte und am 12. August des Jahres verstorben war. Die Veranstaltungsreihe der Heinersdorfer Vorträge, die durch Regine Witkowski organisiert wird, ging mit dem Vortrag über Paul Gerhardt in ihr drittes Jahr. –um.
Schulanfangsgottesdienst / Tag des offenen Denkmals (10. September 2007)
Beim diesjährigen Schulanfangsgottesdienst ging es um das Thema "Brücken bauen". So wurden die Schulanänfger mit einem Obstkörbchen gut versorgt durch eine Brücke vom Kindergarten zur Christenlehre geleitet. Hier wurden sie von den anderen Christenlehrekindern mit kleinen gebastelten Geschenken empfangen. Während des Gottesdienstes stellte sich auch die neue Relegionslehrerin der Grundschule am Wasserturm Frau Glaser vor. Baulich ging es nach dem Gottesdienst weiter, denn am Sonntag war auch der Tag des offenen Denkmals. So konnten alle Interessierten den Kirchturm besteigen und sich das Kirchenuhrwerk und die Glocken ansehen. Am Nachmittag gab es die Gelegenheit, sich den aktuellen Stand im Margaretensaal anzusehen. –sh.



Dvorak-Messe in Himmelpfort (10. September 2007)
In der Klosterkirche zu Himmelpfort gab die Heinersdorfer Kantorei am 8. September ein kleines Abendkonzert. Auf dem Programm stand die D-Dur-Messe von Antonin Dvorak, Opus 76, für Chor, Soli und Orgel. Der Heinersdorfer Chor, der das benachbarte Rüstzeitenheim dreimal jährlich im Rahmen gemeinsamer Chorwochenenden bewohnt, nutzte die Gelegenheit an Ort und Stelle die Ergebnisse der Probenarbeit zu Gehör zu bringen und etwas von der erfahrenen Gastfreundschaft zurückzugeben, nicht zum ersten Mal. Schon mehrfach wurden in der Himmelpforter Kirche oder in der Ruine des dazugehörigen Zisterzienserklosters Gottesdienste musikalisch ausgestaltet oder Konzerte gegeben. Der Chor ist wieder Anfang Januar in Himmelpfort zu Gast, der Kinderchor verbringt schon im Oktober ein Wochenende dort. –um.



Partnerschaftswochenende (4. September 2007)
Am ersten Septemberwochenende war es wieder so weit: In der Zeit vom 31. August bis zum 2. September kamen insgesamt 16 Gäste aus unserer Partnergemeinde in Bad Oeynhausen, um uns in Heinersdorf zu besuchen und gemeinsam mit uns ein Wochenende zu erleben. Nachdem wir im vergangenen Jahr zu Gast in Oeynhausen sein durften, schlüpfte unsere Gemeinde diesmal wieder in die Rolle des Gastgebers. Die Begrüßung am Freitagabend am Berliner Hauptbahnhof verzögerte sich etwas, da der Zug mit 90 Minuten Verspätung eintraf. Dafür begann der gemeinsame Ausflug durch den Kirchenkreis tags darauf auch erst um zwölf Uhr. Vom Heinersdorfer Pfarrhof aus ging's erst in Richtung Weißensee, wo in der Stephanus-Stiftung nach einem Mittagessen die nagelneue Schule und das fast ebenso neue Margarete-Steiff-Haus für geistig Behinderte besichtigt werden konnten und eine informative Führung über das ganze Gelände angeboten wurde. Nach einer kurzen Autofahrt erklärte anschließend Pfr. Hoffmann die elliptisch geformte Wartenberger Kirche, die mit ihrer Form einen sichtbaren Kontrast inmitten der Hochhäuser Hohenschönhausens bildet, aber auch abgesehen vom ungewöhnlichen Grundriss erstaunliche Details bereit hält. Nach einer Kaffeepause in der Wartenberger Gartenlaube endete der kleine Ausflug in Birkholz, wo die teilweise wieder nutzbar gemachte Kirchruine zum Besuch einlud und durch ein Mitglied im örtlichen Kirchbauverein durchaus überraschende Erläuterungen zu deren Geschichte gegeben wurden. Später saßen Gäste und Gastgeber noch im Gemeinderaum zusammen und ließen den Tag bei Gesprächen über die jeweiligen Situationen und aktuelle Aktivitäten und Schwerpunkte der beiden Gemeinden ausklingen. Die Predigt während des durch die Kantorei festlich ausgestalteten Gottesdienstes am Sonntag hielt Pfr. Christian Lassen aus Bad Oeynhausen. Nach dem anschließenden Mittagessen bildete der gemeinsame Besuch in der Ausstellung Die schönsten Franzosen kommen aus New York in der Neuen Nationalgalerie den letzten Höhepunkt des Wochenendes, bevor die Gäste am Hauptbahnhof verabschiedet wurden. Als sie wieder nach Hause fuhren, war die Gegeneinladung für das Jahr 2008 schon ausgesprochen: Nächstes Jahr in Bad Oeynhausen! –um.









Sommerfest und Serenadenkonzert (3. Juli 2007)
Trotz düsterer Wettervorhersagen fand am 30. Juni das traditionelle Sommerfest der Heinersdorfer Gemeinde statt. Für diejenigen, die sich trotz Regens auf den Weg gen Kirche machten, hat sich das Kommen gelohnt: Nachdem schon während des Gottesdienstes in der Kirche die Gelegenheit bestand, Kraft zu tanken - unter dem Thema Kraft tanken stand das gesamte Gemeindefest - hatten sich Regen und Wolken verzogen. Bei Kaffee, Quarkkeulchen und reichlich Kuchen erfreuten sich die jungen und alten Gemeindeglieder, Kindergartenangehörige und viele Gäste an den festlich gedeckten Tischen im Gemeindegarten mit allmählich trocknenden Tischdecken an den Klängen von Paul-Gerhardt-Liedern. Sie wurden durch einen Posaunenchor intoniert, der sich aus der Stepahnus-Stiftung im benachbarten Weißensee auf den Weg nach Heinersdorf gemacht hatte. Anschließend gab's sogar Volkslieder zum Mitsingen. Währenddessen hatten die Kinder bei diversen Angeboten in der Kita ihren Spaß.
Nach dem Ausklang des Nachmittags lud die Heinersdorfer Kantorei am Abend zu ihrem Serenadenkonzert in die Kirche, mit dem sie traditionell den Beginn der Sommerpause einläutet. Eine der Höhepunkte des Programms, das Chor, Orchester und Kinderchor unter der Leitung von Kantor Wolfgang Hensel gestalteten, war die Aufführung der Vogelhochzeit durch den Kinderchor der Gemeinde. Als die letzten Töne verklungen waren, gab's auf dem Pfarrhof noch Würstchen vom Grill und die Möglichkeit, den Tag in gemütlicher Runde im Gemeindegarten ausklingen zu lassen. –um.










Jubelkonfirmation (17. Juni 2007)
Während des Gottesdienstes am 17. Juni in der Heinersdorfer Kirche wurden gleich zwei Konfirmationsjubiläen begangen: Klaus-Dieter Neumann, der vor 50 Jahren in Weißensee konfirmiert worden war, beging die Goldene Konfirmation. Gertraud Döhle war bereits vor 60 Jahren konfirmiert worden und feierte ihre Diamantene Konfirmation. Beide Jubilare wurden während des Gottesdienstes gesegnet. Gertraud Döhle, die am Sonntag auch ihren 75. Geburtstag feierte, gehört seit 15 Jahren dem Gemeindekirchenrat an und war zwischen 1995 und 2001 dessen Vorsitzende. Klaus-Dieter Neumann ist Mitglied des Bauausschusses der Gemeinde. –um.

Kinderkirchentag in Lindenberg: "... und Gott sah, dass es gut war..." (26. Juni 2007)
Alljährlich lädt der Kirchenkreis Weißensee zu einem gemeinsamen Kinderkirchentag ein. Ort des Geschehens war in diesem Jahr Lindenberg, wo sich am Nachmittag des 13. Juni insgesamt 80 Mädchen und Jungen aus dem gesamten Kirchenkreis versammelten - darunter auch 14 Kinder aus der Gemeinde Heinersdorf. Thematisch stand der erste Schöpfungsbericht auf dem Programm: Es ging darum, zu entdecken und zu erleben, wie Gott sich diese Welt gedacht hat, und was wir tun können, damit diese Schöpfung erhalten bleibt. Nach einem Mittagessen sowie ersten eigenen Erkundungen auf dem Grundstück begrüßten Pfarrer Wenzel und die Kreiskatechetin Frau Guhl die Kinder. Anschließend konnten sich die Kinder in insgesamt sieben Gruppen mit den einzelnen Tagen der Schöpfungsgeschichte beschäftigen. Nach getaner Arbeit trafen sich alle zum gemeinsamen Kaffeetringen wieder, und natürlich - das alljährliche Highlight - zum Eis! Um 17 Uhr luden die Glocken zum Abschluss in die Dorfkirche ein, wo alle Großen und Kleinen Einblick in die Ergebniss der unterschiedlichen Gruppen erhielten, bevor der Kinderkirchentag mit gemeinsamem Singen und dem Segen Gottes endete. –dk.
Vortrag über Dante (12. Juni 2007)
Im Rahmen der Heinersdorfer Vorträge sprach am 12. Juni Prof. Horst Heintze über Dante. Einführung in die göttliche Komödie. Alighieri Dante, der von 1265 bis 1321 in Italien lebte und als letzter großer Dichter des Mittelalters gilt, führte seit seiner auf seine politische Tätigkeit zurückzuführende Verbannung im Jahre 1302 ein unstetes Wanderleben. In dieser Zeit entstand auch sein großes Werk "La commedia", dem erst später das Attribut Divina (göttlich) zuteil wurde. In diesem Sacro Poeme schildert er in 40.000 Versen die Wanderung durch das Jenseits - die Hölle, das Fegefeuer und das Paradies und begibt sich auf die Suche nach einer Ordnung, die nach dem Vorbild der göttlichen Schöpfung beschaffen und von der vollkommenen Gerechtigkeit Gottes geprägt sein müsste. Demnach wird den Menschen durchaus ein freier Wille und die Anwendung der Vernunft zuerkannt. In Dantes Kosmos kommt das letzte Wort jedoch der Gnade zu - nicht der Vernunft. Heintze, der während seines Studiums der Romanistik in Halle durch Victor Klemperer zu Dante kam, gehört zu den großen Dante-Forschern in Deutschland und verfasste 1965 zu dessen 700. Geburtstag u. a. eine Biografie des Dichters. Getreu dem Ansinnen Dantes, wonach der Inhalt der Gedanken von deren Form - der aufgeschriebenen und gesprochenen Sprache nicht zu trennen sei - brachte Heintze Dante durch viele frei vorgetragene Versabschnitte im italienischen Original zum Klingen und vermittelte den etwa 20 Zuhörerinnen und Zuhörern so einen lebendigen Eindruck von Dantes großem Epos. –um.

Festakt zum 80. Geburtstag von Wolfgang Hensel (12. Juni 2007)
Mit einer zweieinhalbstündigen Feierstunde in der fast bis auf den letzten Platz besetzten Heinersdorfer Kirche wurde am 11. Juni der 80. Geburtstags von Kantor Wolfgang Hensel begangen. Nach einem Andachtsteil mit Ansprache, Segnung und einer durch die Kita-Kinder gestalteten Klanggeschichte folgte ein buntes musikalisches Programm. Darin gratulierten nicht nur Chor, collegium musicum und Kinderchor - die drei Standbeine der Kantorei, die Wolfgang Hensel aufgebaut hat und bis heute führt - mit einer ganzen Reihe von Liedern und Musikstücken. Zusätzliche Ständchen kamen auch von kleineren Gruppen aus Chor und Orchester, von der Nachbar-Kantorei aus Alt-Pankow und von Sebastian Hensel, dem Sohn des Kantors. Zwischendurch richteten mehrere Laudatoren Grußworte an den Jubilar, in denen sie vor allem seinen unermütlichen Einsatz für die Kirchenmusik in Heinersdorf, seine Ausstrahlungskraft und seine Fähigkeit, Menschen für die Musik und deren tiefe Botschaften zu begeistern, hervorhoben. Während des anschließenden Empfangs auf dem Pfarrhof konnten bei Sekt und Musik persönliche Glückwünsche überbracht werden, bevor die Festgemeinde in den Heinersdorfer Krug umzog, um dort den Geburtstag weiterzufeiern und ausklingen zu lassen. Wolfgang Hensel trat am 1. April 1961 seinen Dienst als Kantor in Heinersdorf an und setzt ihn auch seit seinem Wechsel in den Ruhestand vor 15 Jahren mit unverminderter Schaffenskraft fort. –um.





Fest der Kirchen (29. Mai 2007)
Am Pfingstmontag (28. Mai) fand auf der Freilichtbühne am Weißen See ein großes ökumenisches Fest der Kirchen statt, zu dem die Weißenseer Evangelische, die Katholische, die Ev.-Freikirchliche Gemeinde sowie die Stadtmission, die Stephanus-Stiftung und das St. Joseph-Krankenhaus eingeladen hatten. Das Fest begann um 11 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst unter freiem Himmel, zu dem etwa 2.000 Menschen gekommen waren. Inhaltlich ging es um das Pfingstwunder und wie es auf die Menschen damals wie heute wirkt und was es bewirken kann. Dass es der heilige Geist nicht immer so einfach hat, die Menschen aus ihren Löchern herauszuholen und dem Alltagstrott zu entreißen, veranschaulichte eine Pantomimegruppe, die sich mit einem Saxophon den Weg durch das Publikum und über die Bühne bahnte: "Schritte wagen im Vertraun auf einen guten Weg, Schritte wagen im Vertraun, dass letztlich Er mich träg, Schritte wagen, weil im Aufbruch ich nur sehen kann: Für mein Leben gibt es einen Plan." Musikalisch wurde der Gottesdienst durch einen großen Posaunenchor gestaltet, der sich aus Bläserinnen und Bläsern aus Weißenseer Gemeinden und darüber hinaus zusammensetzte. In seinem Grußwort forderte der Schirmherr des Festes der Kirchen Wolfgang Thierse die Christen in Weißensee auf, sich wichtig zu nehmen und sich mit ihren Glaubensüberzeugungen in die Gesellschaft einzubringen. Zu den Höhepunkten des anschließenden bunten Fests, dessen viele Stände, Angebote und Programmpunkte die Vielfalt christlichen Lebens in unserem Stadtteil verdeutlichte, gehöhrte ein Konzert der Berliner Gruppe "Patchwork". Das Fest der Kirchen, das trotz gegenteiliger Prognosen von Regenfällen verschont blieb, besuchten auch viele Heinersdorfer Gemeindeglieder, wo der Gottesdienst eigens aus diesem Anlass ausgefallen war. –um.



Nacht der Offenen Kirchen (31. Mai 2007)
Auch in diesem Jahr beteiligte sich die Kirchengemeinde Heinersdorf wieder an der in Berlin und dem Land Brandenburg stattfindenden Nacht der Offenen Kirchen am Pfingstsonntag. Unter reger Beteiligung fanden zu jeder vollen Stunde ausgewählte Programmpunkte statt. Unter anderem gab es eine Lesung aus dem Alten Testament in Hebräisch und Deutsch, die von vielen Besuchern interessiert verfolgt wurde. Im Anschluss ergaben sich zahlreiche Gespräche zwischen Besuchern und Gemeindegliedern. Von vielen Gästen wurde die Möglichkeit genutzt, sich bei kalten Getränken und einem kleinen Imbiss zu stärken – oder auch nur in Ruhe in der von mehr als 80 Lichtern erleuchteten Kirche zu verweilen. –mc.

Konfirmation am Pfingstsonntag (29. Mai 2007)
Am Pfingstsonntag war es wieder so weit: In einem festlichen Gottesdienst wurden drei Jugendliche aus der Heinersdorfer konfirmiert: William Stier, Patrick Arndt und Anne Butzki. Sie hatten zuvor den eineinhalbjährigen Konfirmandenunterricht durchlaufen und erhielten nun die Einsegnung - die Bestätigung ihrer Taufe. Der fast zweistündige Gottesdienst, in dem außerdem zwei Taufen stattfanden, wurde musikalisch von der Kantorei ausgestaltet. –um.

Propheten im Alten Testament (9. Mai 2007)
Im Rahmen der Heinersdorfer Vorträge referierte Helmut Tschörner am Dienstag, dem 8. Mai, zum Thema Propheten im Alten Testament. Geschichte und Geschichten. Es ist bereits der zweite Vortrag, den der Oberkirchenrat i. R. aus Potsdam innerhalb dieser Reihe gehalten hat: Im September 2006 sprach er ü¼ber starke Frauen im Alten Testament. Die etwa 20 Zuhörer kamen also bereits mit hohen Erwartungen zu diesem Vortrag - und wurden nicht enttäuscht. In anrgender und geradezu fesselnder Weise gab er auch diesmal wieder sehr anschauliche Einblicke in die faszinierende Welt des Alten Testaments - diesmal mit besonderem Schwerpunkt auf den Propheten. Obwohl durch göttliche Beauftragung zu ihrem Dienst berufen, zeitigten diese Überbringer von Botschaften und Zukunftsvisionen oft kein ganz einfaches Dasein. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die in vielen Fällen unbequemen Wahrheiten Gottes mussten an den Mann oder die Frau gebracht werden, ob sie das auserwäte Publikum (meistens das Volk Israel oder einzelne Vertreter daraus) nun hören wollte oder nicht. So waren die Propheten aus Angst um ihr eigenes Leben nicht selten auf der Flucht.
Neben den so genannten großen (Jeremia, Jesaja, Hesekiel und Daniel) und den zwölf kleinen Propheten, die allesamt gleichnamige Bücher in der Bibel hinterlassen haben, gibt es zahlreiche weitere, über die in den Geschichtsbüchern berichtet wird und denen der Referent den Hauptteil seiner Redezeit widmete. So sprach er über Nathan, der dem großen König David seine Verfehlungen vorhielt, und über Elija, der unter anderem die Existenz Gottes (und seine eigene Eigenschaft als Prophet) dadurch bewies, dass er Gott bat, einen mit Wasser getränkten Opferaltar in Flammen aufgehen zu lassen - was prompt geschah. Mehrere hundert Anhänger des Baal von Tyrus hatten zuvor vergeblich versucht, ihren Gott zu ersuchen, dasselbe mit ihrem Altar zu tun. Dass Propheten nicht immer männlich sein müssen, bewies Tschörner schließlich an einer Begebenheit rund um die Prophetin Hulda.
Zum Abschluss seiner Ausführungen, in denen er immer wieder auf die Bedeutung des Alten Testaments auch für das Christentum hinwies, sprach der Referent noch über den Propheten Micha, dessen Vision eines kommenden Friedensreiches noch heute aktuell ist und an der sich unsere Hoffnung auf eine gerechtere und friedliche Welt entzünden kann. –um.


Aktion Fairer Kaffee (9. Mai 2007)
In seiner Sitzung am 7. Mai 2007 hat der Gemeindekirchenrat beschlossen, sich an der Aktion Fairer Kaffee zu beteiligen, die von Brot für die Welt ins Leben gerufen wurde. Damit verpflichtet sich die Gemeinde, zukünftig auf Gemeindeveranstaltungen nur noch fair gehandelten Kaffee auszuschenken. Mit diesem Schritt will sich die Gemeinde nicht nur mit einem ganz praktischen Beitrag an der Bekämpfung struktureller Ungerechtigkeiten in der globalisierten Welt beteiligen. Es geht auch darum, allgemein auf das Thema aufmerksam zu machen und beispielsweise Gemeindeglieder dazu zu ermutigen, über ihr eigenes Konsumverhalten nachzudenken und sich der Aktion vielleicht durch privates Handeln anzuschließen. –um.
Messe zu Kantate (9. Mai 2007)
Mit Werken des Romantikers Antonin Dvorak konzertierte die Heinersdorfer Kantorei am Sonntag Kantate (6. Mai) in der benachbarten Pfarrkirche Weißensee. Neben der Messe in D-Dur für Chor, Solisten und Orgel, die am Schluss des Konzerts zur Aufführung kam, standen Präludium und Fuge für Orgel sowie drei der biblischen Gesänge des böhmischen Komponisten auf dem Programm. An der Orgel saß der Weißenseer Kantor Thomas Lanz, die biblischen Gesänge trug Hermann Eike Keller vor. Die Leitung des Konzerts hatte Kantor Wolfgang Hensel, der im kommenden Monat seinen 80. Geburtstag feiert. –um.
Bauprojekt Margaretensaal (24. April 2007)
Der Margaretensaal soll wieder in altem Glanz erstrahlen. In einer Sondersitzung hat der Gemeindekirchenrat, nach Vorlage der notwendigen Baumaßnahmen durch den Bauausschuss und einem Finanzierungskonzept, dem "Bauprojekt Margaretensaal" zugestimmt. Vorgesehen sind die Erneuerung des Fußbodens im gesamten Saal (Parketteinbau), die Renovierung des Sanitärbereichs, sowie weitere Baumaßnahmen. –sh.
Kinderkreuzweg in Heinersdorf (3. April 2007)
Der diesjährige Kinderkreuzweg des Kirchenkreises Weißensee fand am Sonnabend, dem 31. März in der Heinersdorfer Gemeinde statt. Mit verschiedenen Stationen, die auf dem gesamten Kirchgelände verteilt waren, wurde der Leidensweg Jesu für die gekommenen Kinder erfahrbar gemacht. So fand der Einzug in Jerusalem am Torbogen statt, für das letzte Abendmahl wurde der Gemeinderaum genutzt, und die Abschlussandacht war in der Kirche. –um.
Jugendkreuzweg durch Heinersdorf (3. April 2007)
In der Nacht vom Freitag zum Sonnabend vor Palmsonntag (30./31. März) fand wieder der Ökumenische Jugendkreuzweg der Evangelischen Jugend Pankow statt, der auch wieder über die Grenzen des Kirchenkreises hinaus nach Heinersdorf und erstmals auch durch den Wedding führte. zu den insgesamt sieben Stationen gab's diesmal Fotomontagen mit Fotografien aus der Berliner U-Bahn und Bildern des Künstlers Bernd Zimmer. Etwa 120 Jugendliche waren zur Eröffnung des Kreuzweges in die neue Berliner Jugendkirche am U-Bhf. Reinickendorfer Straße gekommen, um von dort über die St. Paulskirche an der Badstraß, Alt-Pankow, Heinersdorf, die Hoffungskirche, das Lutherhaus in der Pradelstraße bis nach Niederschönhausen zu gehen. Wie immer gab's für alle, die bis zum Ziel durchgehalten haben, ein reichhaltiges Frühstück. In Heinersdorf, wo die Station unter dem Titel Klage stand, zeigte die Junge Gemeinde einen selbst gedrehten Kurzfilm. –um.
Renovierung des Jugendraums (3. April 2007)
Mit einem kleinen Arbeitseinsatz haben Mitglieder der Jungen Gemeinde am 24. März den hinteren Jugendraum (ehemaliger Bühnenraum des Margaretensaals) renoviert und teilweise mit einem neuen Farbanstrich versehen. Dabei ist der bisher vorherrschende hellblaue Farbton einer Kombination aus gelb und orange gewichen. Auch an der Einrichtung wurde einiges verändert. Allerdings bleibt noch einiges zu tun. Zum Sommer soll der unbeheizte Raum dann fertig sein. –um.

Kreissynode tendiert zur Kirchenkreisfusion (3. April 2007)
Mit großer Mehrheit hat die Kreissynode des Kirchenkreises Weißensee, zu dem auch die Gemeinde Heinersdorf gehöhrt, am 24. März 2007 einem Antrag zugestimmt, nach dem eine Fusion des Kirchenkreises mit Pankow und Wedding vorbereitet werden soll. Weißensee ist mit etwa 14.000 Kirchenmitgliedern der mit Abstand kleinste Kirchenkreis des Sprengels Berlin. Die Stelle des Superintendenten, der gemeinsam mit dem Kreiskirchenrat für die Leitung des Kirchenkreises verantwortlich ist, ist seit Juni 2006 vakant. Seitdem ist Heike Richter, Gemeindepädagogin in Malchow und Wartenberg, amtierende Superintendentin. Die Kreissynode, das höchste beschlussfassende Gremium im Kirchenkreis, tagt zweimal im Jahr und fand diesmal in der Ahrensfelder Kirche statt. –um.
Weltgebetstag in Heinersdorf (4. März 2007)
Auch in diesem Jahr gab es im Heinersdorfer Gemeindesaal wieder einen Gottesdienst anlässlich des Weltgebetstags. Thematisch stand diesmal das Land Paraguay im Mittelpunkt. Nach einer kurzen Einführung zur Lage und zur Geschichte des Landes wurde anhand einer vorbereiteten Gottesdienstordnung gebetet, gelesen und gesungen. Eine kurze Predigt rundete den Gottesdienst ab, welcher von Frau Notwitzki und vielen Helferinnen vorbereitet wurde. Zum Abschluss konnte man sich bei Paraguayischer Harfenmusik, Matetee und Sojamilch ein bisschen wie in Südamerika fühlen. Allen Besuchern hat der Gottesdienst gut gefallen und bei vielen sicherlich auch bleibende Eindrücke hinterlassen. –gm.
Engel wie wir - Rüstzeit der Jungen Gemeinde (28. Februar 2007)
Vom 23. bis 25. Februar fuhr die Junge Gemeinde Heinersdorf wieder auf Rüstzeit - diesmal ging's ins ostbrandenburgische Bomsdorf, wo die Jugendlichen kurz vor der polnischen Grenze und abgeschnitten von deutschen Mobilfunknetzen und Radiosendern ein gemeinsames Wochenende verlebten. Das Thema der Fahrt Engel wie wir gab eine Menge her und führte von biblischen Engelsgeschichten über bildliche und figürliche Engelsdarstellungen bis hin zu Engeln in unserer Zeit und dem Versuch, ein Wochenende lang Engel für einen anderen Teilnehmer der Fahrt zu sein. Neben der Frage, ob und warum Engel Flügel haben, welchem Geschlecht sie angehören und wie sie überhaupt aussehen, ging's auch um deren Aufgaben und natürlich darum, um ob Engel eigentlich existieren und ob man an sie glauben kann. Hilfreich, wenn auch sehr gewöhnungsbedürftig war dabei Wim Wenders' Film "Himmel über Berlin". Neben der Beschäftigung mit dem Thema war auch wieder viel Gelegenheit zum gemeinsamen Spielen, Singen und Abhängen und natürlich zum Kochen und Essen. –um.





Kirche - das sind wir!? - Gemeindeversammlung 2007 (20. Februar 2007)
Das Thema Ehrenamt stand im Mittelpunkt der diesjährigen Gemeindeversammlung, zu der der Gemeindekirchenrat am 18. Februar nach dem Gottesdienst eingeladen hatte. Mehr als 30 Menschen waren gekommen, um unter der Überschrift Kirche - das sind wir!? miteinander ins Gespräch zu kommen. Das kam zunächst anhand einiger Thesen auf dafür vorbereiteten Zetteln in schriftlicher Form in Gang, um anschließend in der großen Runde fortgeführt zu werden. Dabei ging es unter anderem darum, welche Freiräume zur eigenen Entfaltung Ehrenamtliche benötigen und welche festen Vorgaben und Rahmenbedingungen andererseits erforderlich sind - und es stellte sich heraus, dass dies offenbar nicht nur von der Art der jeweiligen Tätigkeit, sondern vor allem von den Bedürfnissen derjenigen Menschen abhängt, die ehrenamtlich aktiv sind oder es werden wollen. Dass der Gemeindekirchenrat letztendlich die Verantwortung trägt und daher bei eigenen Aktivitäten nicht übergangen werden sollte, war dabei jedoch unstrittig. Interessant war auch die Frage nach den eigenen Erwartungen derjenigen, die sich in die Gemeinde einbringen. Während Dank und Anerkennung für die eigenen Aktivitäten ausdrücklich nicht eingefordert bzw. als bereits ausreichend vorhanden beschrieben wurden, kam das Gespräch schnell auf einen anderen Aspekt: Zu erwarten seien zum Beispiel auch Zutrauen, Zuverlässigkeit und Unterstützung vonseiten der hauptamtlich Beschäftigten und des GKR, damit ehrenamtliches Engagement am Ende nicht im Sande verläuft oder gebremst wird. Nach einer Mittagspause, gab's noch Informationen zu den Highlights des Jahres 2007, eine Einladung zum Kirchentag und eine nachdenkliche Geschichte über den "Tod der Kirche" - zum Glück nicht derjenigen in Heinersdorf ... –um.



Lesung aus Neustart (16. Februar 2007)
Vor mehr als 50 Zuhörerinnen und Zuhörern aus der Heinersdorfer Gemeinde und darüber hinaus las die ehemalige Bürgerrechtlerin und Politikerin Vera Lengsfeld am Dienstag aus ihrem aktuellen Buch Neustart!. Darin machte sie die Generation der Achtundsechsziger für nahezu alles verantwortlich, was sie an zwischenzeitigen und heutigen Missständen und Fehlentwicklungen in Deutschland erkennt und beschreibt. So sei die Bewegung, die sie ausschließlich mit negativen Attributen bedachte, die Ursache für den allgemeinen Werteverfall, die öffentliche Verschuldung und die wirtschaftliche Situation, für die Ergebnisse der PISA-Studie, für zu zögerliche Reformen, für die zunehmende Verbreitung moralisierender Argumentationsweisen und sogar für die "inszenierte Empörung" über Martin Hohmann, der 2003 nach Antisemitismus-Vorwürfen aus der CDU ausgeschlossen wurde. Lengsfeld beklagte außerdem, dass richtige Debatten in Deutschland heute nicht mehr stattfänden. Ihrer Meinung nach würden Politik und Medien gesellschaftlich relevante Themen nur noch einseitig und mit vorher festgelegten Ergebnissen diskutieren. Nach ihren Rezepten gegen den von ihr beschriebenen allgemeinen Niedergang befragt, führte sie die Hoffnung auf ein Erstarken bürgerschaftlichen Engagements und die "Reaktivierung" der Werte der friedlichen Revolution von 1989 an und verwies im Übrigen auf die verbliebenen Kapitel ihres Buches, in dem sie als "Berufsoptimistin" ihre Lösungsvorschläge aufgeschrieben habe. Die 54jährige Vera Lengsfeld, die 1983 aus der SED ausgeschlossen und 1988 nach Großbritannien abgeschoben wurde, trat während der Wende der Grünen Partei der DDR bei (später Bündnis 90/Die Grünen) und wechselte 1996 zur CDU, für die sie noch bis 2005 im Bundetag saß. Die Lesung im Rahmen der Heinersdorfer Vorträge fand am 13. Februar im Heinersdorfer Margaretensaal statt. –um.

Reaktion auf Artikel in "Die Kirche" (8. Februar 2007)
In der Ausgabe Nr. 5 vom 4. Februar 2007 der evangelischen Wochenzeitung "Die Kirche" wurde unter dem Titel "Gespaltenes Pankow" ein Artikel abgedruckt, in dem es um den geplanten Bau einer Moschee im Ortsteil Heinersdorf geht und der auch die Situation innerhalb der Ev. Gemeinde Heinersdorf thematisiert. Dazu nimmt der Gemeindekirchenrat mit dem folgenden Leserbrief Stellung, der auch in der kommenden Ausgabe der Zeitschrift erscheinen soll.
 
Als Mitglieder des GKR Heinersdorf sind wir befremdet über den Artikel "Gespaltenes Pankow" ("Die Kirche", Nr.5, S.8). Er vermittelt einen Eindruck von der Gemeinde und dem GKR, der nicht den Tatsachen entspricht. Insbesondere das Zitat von Uwe Müller, dem Vorsitzenden des GKR, ist weder wörtlich noch inhaltlich richtig. Herr Müller hat sich nur über seinen Eindruck zu den Mehrheitsverhältnissen im Ortsteil und in der Kirchengemeinde geäußert. In Bezug auf den GKR hat er lediglich erklärt, dass dieser dem Moscheebau mehrheitlich kritisch gegenüber steht, und auf den letzten Beschluss in dieser Frage verwiesen.
Wie in den zitierten Beschluss des GKR eine "Spaltung" hineingeheimnist werden kann, ist uns unerfindlich. Zur Verdeutlichung zitieren wir aus diesem Beschluss (20. 11. 2006) einen erweiterten Abschnitt:
Es geht dem GKR darum, "eine faire Diskussion, die sowohl die Anliegen der Antragsteller als auch die der Heinersdorfer Bürger ernst nimmt, zu befördern und [...] zu verhindern, dass rechtsextreme Kreise diese Problematik für sich ausnutzen können. Der GKR Heinersdorf nimmt berechtigte Bedenken des Großteils der Heinersdorfer Bürger und Gemeindeglieder sowie Hinweise aus dem Kreis der Sektenbeauftragten der Evangelischen Landeskirchen ernst. Aus unterschiedlichen Gründen hält der GKR Heinersdorf es mehrheitlich für problematisch, dieses Bauprojekt in Heinersdorf zu verwirklichen. Er respektiert davon abweichende Positionen auch innerhalb der eigenen Gemeinde und des GKR ausdrücklich."
Der Beschluss wurde einstimmig gefasst. Er zeigt, dass die Mitglieder des GKR einschließlich des Pfarrers und des Vorsitzenden auch bei unterschiedlichen Meinungen in einer Sachfrage vertrauensvoll zusammenarbeiten.
Die beiden GKR-Mitglieder, die in der Initiative "Heinersdorf, öffne dich" mitarbeiten, sehen darin keine "Gegeninitiative" zu den Moscheegegnern. Es geht ihnen vielmehr um einen sachlichen Dialog und um ein Gesprächsforum, dessen Schwerpunkt auf der gemeinsamen Gestaltung der Zukunft des Ortsteils liegt.
Es wäre wünschenswert, wenn der Verfasser und "Die Kirche" in Zukunft mehr Sorgfalt und Genauigkeit an den Tag legen würden.
 
Der GKR Heinersdorf
Rüstzeit des Gemeindekirchenrates (2. Februar 2007)
Auch wenn der Winter in diesem Jahr bekanntlich sehr auf sich warten lässt und vielleicht sogar fast ganz ausfällt - pünktlich zur GKR-Rüstzeit Ende Januar in Lobetal brach er dann doch kurzzeitig herein, so pünktlich, dass die Hinfahrt am Freitagabend eher zu einer Rutschtour als zu einer Autofahrt geriet. Belohnt wurden die zehn GKR-Mitglieder dafür mit einer gewohnt malerischen Schneelandschaft und herrlichem Sonnenschein, was den kleinen Ort vor den Toren Berlins für genau einen Tag zu einem wahren Winterparadies werden ließ. Derweil ging's an dem Wochenende weniger um Naherholung, sondern um das Thema Ehrenamt, mit dem sich der GKR intensiv auseinandersetzte und dabei das Buch des Spiritualitätsbeauftragten unserer Landeskirche, Wolfgang Bittner, Kirche - das sind wir als Gesprächsgrundlage nutzte. Neben den Fragen, die mit dieser Thematik traditionell aufgeworfen werden - Verhätnis von Haupt- und Ehrenamtlichen, Gewinnung und Begleitung Ehrenamtlicher, Aufgaben- und Verantwortungsverteilung, Knappheit der finanziellen Mittel usw. - bewegte sich die Diskussion dank des Impulses von Bittner auch in eine andere Richtung: Was ist eigentlich das Selbstverständnis der Kirche und deren Mitglieder? Und was ist deren eigentliche Aufgabe? Natürlich konnten diese Fragen nicht erschöpfend behandelt werden, und so wird sich der GKR im Frühjahr nochmals mit dieser Thematik befassen. Und auch andere Mitglieder der Gemeinde sind herzlich dazu eingeladen, mit uns zu diskutieren - unter anderem während der Gemeindeversammlung am 18. Februar. –um.