Jahr 2006

Historische Musikinstrumente vorgestellt (13. Dezember 2006)
Während eines Vortrages im Gemeinderaum stellte Uta Dressler am 12. Dezember historische Musikinstrumente vor. Dabei erklärte sie nicht nur deren Geschichte und Funktionsweise, sondern gab von ihren Instrumenten auch - zum Teil adventliche - Hörproben. Neben diversen Blockflöten und barocken Ausführungen von Oboe und Klarinette sowie einem Rankett, das gern auch als Wurstfagott bezeichnet wird, ging die Referentin auf so genannte Bordun-Instrumente besonders ein. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass zusätzlich zu der gespielten Melodie ein unveränderlicher Grundton gehalten wird. Frau Dressler führte eine zweirohrige Bordunflöte, einen Dudelsack und eine Drehleier (Foto) vor, die ursprünglich um das Jahr 1000 gespielt wurde und heute nur noch als Nachbau exisitiert. Ein kurzweiliger Abend, an dem auch die anwesenden Kinder ihre Freude hatten. –um.

Weihnachtsoratorium mit de Maizière (11. Dezember 2006)
Das Da capo des Eingangschores Jauchzet, frohlocket hatte gerade begonnen, da suchte Wolfgang Hensel, Kantor der Heinersdorfer Kantorei und Dirigent des Weihnachtsoratoriums am Sonnabend, dem 9. Dezember, in der Moabiter Heilige-Geist-Kirche, plötzlich an einer der Kirchenbänke Halt, bevor er über das Orgel-Positiv nach vornüber stürzte. Vor den Augen hunderter erschrockener Zuhörer und Mitwirkender erlitt der 79jährige einen Schwächeanfall. Nachdem sich Ärzte aus Chor und Orchester um Wolfgang Hensel gekümmert hatten, wurde er durch einen herbeigerufenen Notarzt behandelt und kam in ein Krankenhaus. Die Aufführung der ersten drei Kantaten des Weihnachtsoratoriums wurde anschließend durch Lothar de Maizière weitergeführt und geleitet, der sonst im Orchester Bratsche spielt und am Sonnabend zum ersten Mal ans Dirigentenpult trat. Nach dem tosenden Applaus in der voll besetzten Kirche gab's dann sogar noch eine Zugabe: Den Choral Ich steh' an deiner Krippen hier aus der sechsten Kantate des Weihnachtsoratoriums. Kantor Hensel konnte das Krankenhaus noch am Abend wieder verlassen und ist wohl auf. Bereits am kommenden Sonntag wird er die Heinersdorfer Kantorei erneut in Moabit dirigieren: Zur Bach-Kantate Nun komm der Heiden Heiland anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Heilige-Geist-Kirche. –um.
Adventsfeier im Margaretensaal (4. Dezember 2006)
Am 1. Advent fand auch in diesem Jahr wieder die traditionelle Adventsfeier der Heinersdorfer Gemeinde statt, die diesmal ganz im Zeichen des Schenkens stand. Die Veranstaltung begann um 15 Uhr mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der Kirche, der musikalisch durch den Kinderchor ausgestaltet wurde und während dessen sich die Gottesdienstbesucher gegenseitig mit Geschenken in Form von Zärtlichkeiten und anderen unbezahlbaren Gesten der gegenseitigen Zuneigung überhäufen konnten. Auch während des anschließenden Kaffeetrinkens im benachbarten Margaretensaal kamen die Geschenke für die Kleinen und die Großen nicht zu kurz. Abgesehen von vielfältigem Adventsgebäck waren sie vor allem musikalischer Art: Nicht nur eine kleine Gruppe der Heinersdorfer Kantorei gab sich dabei ein Stell-dich-ein - es musizierten auch mehrere Flötengruppen, und Advents- und Weihnachtslieder erklangen schließlich von allen Kaffeetafeln. Wem nach so viel Kaffee, Kuchen und Musik nach etwas Bewegung zumute war, konnte am Büchertisch Weihnachtsgeschenke erstehen oder sich das Geschenk ansehen, das sich die Gemeinde dank vieler Spenden und fleißiger Helfer im vergangenen Jahr selbst gemacht hat: Die frisch renovierte Küche. –um.



Sterben in Würde: Vortrag über Hospizarbeit (16. November 2006)
Im Rahmen der Heinersdorfer Vorträge sprach am 14. November die Freiwilligenbeauftragte der zentralen Anlaufstelle Hospiz, Céline Calvet, zum Thema "Lebensende mit Würde - Hospiz, Trauer- und Sterbebegleitung in Berlin". Nachdem sie anfangs die vielfältigen Angebote vorstellte, die die Anlaufstelle bereit stellt, ging sie auf die unterschiedlichen Formen der Hospizarbeit ein. Entgegen landläufiger Vorstellungen ist es demnach nicht so, dass der Begriff Hospiz einzig für den so bezeichneten Ort steht. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Idee, die den (sterbenden) Menschen und seine Umwelt gemeinsam betrachtet. Neben der stationären Hospizarbeit gibt es den ambulanten Bereich, bei dem Sterbende und Angehörige zuhause in ihrer gewohnten Umgebung betreut werden. Aber auch in den stationären Einrichtungen, die per Gesetz nicht mehr als 16 Betten haben dürfen, wird stets auf ein möglichst angenehmes und an den Wünschen der Betroffenen orientiertes Umfeld geachtet. In den vielen teils sehr eindrücklichen Erlebnissen und Erfahrungen, über die sie berichtete, machte Céline Calvet deutlich, dass die Hospizarbeit durchaus keine ausschließlich traurige Angelegenheit ist und in den meisten Fällen für alle Beteiligten gewinnbringend sein kann. Vielmehr warb sie dafür, dass Altwerden und Sterben mehr in das Bewusstsein der Gesellschaft und jedes einzelnen gerückt und nicht länger tabuisiert werden sollte. –um.

Martinstag in Heinersdorf (14. November 2006)
Anlässlich des Martinstages fanden - trotz Regens - auch in diesem Jahr wieder zwei Umzüge in Heinersdorf statt - diesmal am Montag, dem 13. November. Den ersten Martinsumzug veranstaltete der Evangelische Kindergarten; er begann am Nachmittag in der Kirche mit einer kurzen Andacht. Etwas später, gegen 18 Uhr fand dann der traditionelle, große Martinsumzug durch Heinersdorf statt, der seit mehreren Jahren gemeinsam mit der Grundschule am Wasserturm durchgeführt wird. Und so waren es auch diesmal Schülerinnen und Schüler der 3. Klassen der Heinersdorfer Schule, die in unserer Kirche vor etwa 300 Besuchern das Martinsspiel aufführten, wofür sie viel Beifall ernteten. Nach gemeinsamem Gesang ging es dann über die extra durch Polizei und Feuerwehr weiträumig abgesperrten Straßen durch Heinersdorf zur Grundschule, wo auf dem Schulhof ein großes Lagerfeuer brannte, in dessen Schein die Martinshörnchen geteilt und verzehrt wurden. –mc.

Ein deutsches Requiem (8. November 2006)
Am 4. November brachte die Heinersdorfer Kantorei das deutsche Requiem von Johannes Brahms zur Aufführung. Unter der Leitung ihres Kantors Wolfgang Hensel, der im kommenden Jahr seinen 80. Geburtstag feiert, musizierte das um Blech- und Holzbläser sowie eine Harfe und drei Pauken erweiterte collegium musicum gemeinsam mit Chor und Solisten in der gut gefüllten Heilige-Geist-Kirche in Moabit. Das tief romantische und emotionale Werk schrieb Brahms über viele Jahre hinweg und verarbeitete damit den Tod seines Förderers und Freundes Robert Schumann und seiner Mutter. Ein deutsches Requiem war zur Zeit seiner Entstehung nicht nur wegen der Abkehr von der lateinischen Sprache ein Novum. Auch die Auswahl der Texte, die allesamt aus dem Alten und dem Neuen Testament stammen, entspricht in keiner Weise der traditionellen Liturgie. –um.



Heinersdorfer Hammerfest (1. November 2006)
Anlässlich des Reformationstages fand am 31. Oktober im Margaretensaal das Heinersdorfer Hammerfest / Hallo Kids Fest statt. Wie bereits in den beiden vergangenen Jahren erfreute sich diese Veranstaltung, die gemeinsam mit der Open-Door-Gemeinde Berlin gestaltet wurde, wieder sehr großer Beliebtheit.
Knapp 70 Kinder waren gekommen, um gemeinsam mit ihren Eltern und/oder Großeltern, Onkels und Tanten zu feiern und Spaß zu haben. Dabei gab es viele Dinge zu entdecken und zu erkunden: Vom 'Hammerwerfen' über Basteln und Schminken bis hin zu Luther-Rätsel und gemeinsamem Singen. Außerdem gab's Kaffee, Tee und Kuchen und zum Schluss für jeden noch ein kleines Geschenk ... –mc.




Was ist eine Sekte? (23. Oktober 2006)
Im Rahmen der erfolgreichen Reihe Heinersdorfer Vorträge sprach am 10. Oktober der Beauftragte für Sekten- und Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Herr Pfarrer Thomas Gandow zum Thema "Was ist eine Sekte?" Mit über 60 Zuhörern war die Veranstaltung so gut besucht, dass sie diesmal nicht im Gemeinderaum stattfand, sondern in den wesentlich größeren Margaretensaal verlegt wurde. Pfarrer Gandow erläuterte ausführlich, was unter der Bezeichnung "Sekte" zu verstehen sei und erklärte, an welchen Merkmalen man eine Sekte erkennen könne. Dabei machte er deutlich, dass das Wort "Sekte" vom Grunde her zunächst gar nicht negativ belastet sei, sondern vielmehr die Bezeichnung für Gruppen mit abweichenden Sonderlehren innerhalb einer Religion darstelle. Wiederholt machte Pfarrer Gandow deutlich, wie immens wichtig es sei, die eigenen Glaubensinhalte gut zu kennen, wenn man in einen Dialog mit anderen Religionen, Weltanschauungsgemeinschaften oder eben auch Sekten tritt. Er ermunterte dazu, sich wieder neu mit unserem Glauben auseinander zu setzen und uns unseres soliden Fundamentes bewusst zu werden. –mc.

Partnerschaftswochenende in Bad Oeynhausen (28. September 2006)
Das diesjährige Partnerschaftswochenende in unserer Partnergemeinde in Bad Oeynhausen war etwas ganz besonderes: Auch wenn das jährliche Treffen, das abwechselnd in Heinersdorf und in dem westfälichen Kurort stattfindet, inzwischen nicht nur gute Tradition, sondern für viele auch vertraute Gewohnheit geworden ist, wurde in diesem Jahr eine neue Seite in dem langjährigen Buch der Partnerschaft der beiden Gemeinden aufgeschlagen - jedenfalls eine Seite, die lange nicht mehr geöffnet wurde. Denn in diesem Jahr war zum ersten Mal seit 1991 wieder eine Gruppe des Heinersdorfer Chores mit in Bad Oeynhausen, der dort gemeinsam mit dem Wichernchor den sonntäglichen Gottesdienst musikalisch ausgestaltete. Unter der Leitung von Kantor Wolfgang Hensel, der die inzwischen 45 Jahre währende Partnerschaft, die nach dem Mauerbau als Patenschaft der westdeutschen Gemeinde für das ostdeutsche Berlin-Heinersdorf begründet worden war, vom Beginn her kennt, sangen die Chöre unter anderem eine doppelchörige Motette von Heinrich Schütz und den bekannten Bach-Choral Wohl mir, dass ich Jesum habe. Am Sonnabend fand ein gemeinsamer Ausflug in die Mamre-Patmos-Schule in Bethel statt, durch die der Schulleiter Frank Thiess führte und in der vor allem das großartige Engagement der Mitarbeiter und vieler Spender, aber auch die außergewöhnlich gute Ausstattung und die durchdachte Konzeption begeisterte. Nach dem Mittagessen im Haus der Stille gab's spannende Informationen über ein sich neu ausrichtendes Diakonissenhaus und über die Geschichte der Von-Bodelschwinghschen Anstalten in Bethel, zu denen inzwischen ja auch die Hoffnungstaler Anstalten in Lobetal gehören, mit denen die Heinersdorfer Gemeinde so viel verbindet. Nach dem wie immer bestens organisierten Wochenende, das auch wieder von einer wohl tuenden Gastfreundschaft geprägt war, sind die Oeynhauser 2007 wieder in Heinersdorf eingeladen - vom 31. August bis 2. September - dann hoffentlich auch mit Vertretern des Chores. –um.







Kreisjugendtag in Heinersdorf (28. September 2006)
Am Freitag, dem 22. September 2006 ab 19 Uhr, fand im Magaretensaal das alljährliche Treffen von Jugendlichen der Kirchenkreise Weißensee und Pankow statt. Der inzwischen traditionelle Standort Heinersdorf bot den jungen Menschen ideale Gelegenheit, sich in einem Gesprächskreis mit verschiedensten Themen auseinanderzusetzen und diese dann bei Griffen, Lagerfeuer und Stockbrot noch einmal zu vertiefen. Für die nötige musikalische Untermalung sorgte eine Band, und der von allen hoch gelobte DJ Tanz ließ anschließend den Abend ausklingen. –ds/fp.

Starke Frauen im Alten Testament (13. September 2006)
Zum ersten Vortrag nach der Sommerpause und zugleich zum Beginn des zweiten Jahres der überaus erfolgreichen Heinersdorfer Vorträge hatte Frau Prof. Witkowski, die Kuratorin der Reihe, wieder für ein ganz besonderes Highlight gesorgt: Unter dem Titel "Starke Frauen im Alten Testament" begeisterte der pensionierte Oberkirchenrat Helmut Tschörner die knapp 20 (überwiegend weiblichen) Zuhörer mit einem lebendligen und fesselnden Vortrag. Nach einer Einleitung, in der er kurz auf die wichtigsten Stationen seines eigenen Lebens einging, sprach Tschörner zunächst zur Bedeutung des Alten Testaments im Allgemeinen und hob hervor, dass diese für christliche Theologen durchaus nicht immer selbstverständlich war. Diese Vergessenheit gegenüber den Wurzeln des Christentums gipfelte im Dritten Reich bekanntlich in der Behauptung, Jesus könne kein Jude gewesen sein. Tschörner unterstrich, dass das Alte Testament nicht nur für Juden, sondern auch für uns Christen und ebenso für Muslime ein religiöses Buch sei, das trotz der Fremdheit vieler Geschichten bis in unsere Zeit hinein weist. Während der folgenden guten Stunde sprach Helmut Tschörner über einige besonders herausragende Frauengestalten, die den Verlauf der Geschichte an vielen Stellen entscheidend mit geprägt haben und den meist von Männern geschaffenen Rahmen oft auf erstaunliche Weise ausgestaltet und umgangen haben. Tschörner begann mit den "Erzmüttern" - den jeweiligen Frauen der so genannten Erzväter - Sara, Rebekka und Rahel. Während er bei der durch ihre lange Kinderlosigkeit leidgeprüfte Sara ihre Langmut und Geduld hervor hob, wird Rebekka einerseits durch ihre Gutmütigkeit bei der Tränkung der Kamele (1. Mose 24) und zum anderen durch ihre Arglist bei der Segnung ihres Lieblingssohnes Jakob (1. Mose 27) beschrieben. Auch in der bewegenden Geschichte der Errettung des neugeborenen Mose (2. Mose 2) spielen Frauen die zentrale Rolle - die Mutter, die den Befehl des Pharao missachtet und ihren Sohn nicht ertränkt, sondern in einem Korb aussetzt - die Tochter des Pharao, die sich von dem weinenden Kind anrühren lässt - und die Schwester, die unter dem Vorwand, eine Amme für das Kind parat zu haben, Mose postwendend an seine Mutter zurück gibt. Nicht weniger spannend erzählte der Referent die Geschichten der Richterin Debora, die die Isrealiten auf den Kampf gegen den König Jabin einschwor (Richter 4), der Tochter von Jeftah, die aufgrund eines Gelübdes ihres Vaters sterben sollte und ihr Schicksal tapfer annahm (Richter 11), der Moabitanerin Rut, die nach dem Tod ihres Mannes und ihres Schwiegervaters ihre israelitische Schwiegermutter zurück nach Bethlehem begleitete ("Wo du hin gehst, da will auch ich hin gehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott."), wo sie nochmals heiratete und als Ausländerin zur Stammmutter Davids und Vorfahrin Jesu wird (Rut 1-4), und der Geliebten von König David Batseba, die vom Objekt der Begierde zur Königsmutter und Teil des Stammbaumes Jesu wird. Nach einem kurzen Abstecher zur Königin von Saba und deren Besuch beim weisen König Salomo (1. Könige 10) schloss Helmut Tschörner seine unterhaltsamen und zugleich lehrreichen Ausführungen mit dem Lobgesang der Hanna (1. Samuel 2, 1-10). –um.





Rüstzeit der Jungen Gemeinde (5. September 2006)
"Jetzt sehe ich den Wasserturm endlich mal aus der Nähe." - "Ach, hier fährt also die M2 lang ...". Schon nach wenigen Minuten Straßenbahnfahrt durch Heinersdorf war der Bildungsauftrag des Wochenendes nahezu erfüllt. Doch da ging's eigentlich erst los. Wie schon in den Jahren zuvor begab sich die JG vom 1. bis 3. September wieder kurz nach dem Ende der Sommerferien auf eine Rüstzeit - diesmal nach Bestensee bei Königs Wusterhausen. Auch wenn man dem mitten im Wald und direkt am See (mit dem eigentümlichen Namen Seechen) gelegenen Bungalow deutlich angemerkt hat, dass er schon etwas in die Jahre gekommen war, bot er für das Wochenende das passende Ambiente für die neunköpfige Gruppe aus der Heinersdorfer JG. "Was glaubst du? - Mein Credo" war spannende und durchaus intime und anspruchsvolle Thema, das während des Wochenendes bedacht wurde. Der persönliche Glaube spielt auch in dem vor zwei Jahren erschienenen Kinofilm Der neunte Tag von Volker Schlöndorff, der am Sonnabend gezeigt wurde, eine zentrale Rolle. Zwischendurch gab's ausreichend Zeit für gemeinsames Kochen (individuell belegte Pizzaquadrate), ausgedehnte Spaziergänge (Sightseeing in Bestensee), gemeinsames Singen, einen Spieleabend sowie multimediale Erinnerungsaufzeichnungen. Allein der Nachtschlaf kam wieder etwas zu kurz, wie das gemeinsame Mittagsschläfchen während der Heimreise belegt. –um.







Schuljahresanfangsgottesdienst (29. August 2006)
Am Sonntag, dem 27. August, fand in der Heinersdorfer Kirche der Schuljahresanfangsgottesdienst statt. Mehr als 70 Besucher - darunter fast 30 Kinder - waren gekommen, der Kinderchor sang eine Kindermesse und sogar die Religionslehrerin aus der Schule war gekommen. Insgesamt sieben Fünf- und Sechsjährige Erstklässler wurden als neue Schul- und Christenlehrekinder begrüßt und erhielten während des Gottesdienstes auch einen Segen. Gemeinsam mit den "alten Hasen" stellte die Katechetin Frau Kohlstock die Christenlehre vor. Am Tag zuvor wurden während einer feierlichen Zeremonie etwa 50 Schülerinnen und Schüler in die Grundschule am Wasserturm eingeschult. –um.

Heike Richter neue Superintendenten (25. Juni 2006)
Nachdem Christoph Telschow nach über siebzehn Jahren als Superintendent des Kirchenkreises Weißensee Anfang Juni in den Ruhestand wechselte, hat die in den Gemeinden Wartenberg und Malchow tätige Gemeindepädagogin und bisherige stellvertretende Superintendentin Heike Richter die Amtsgeschäfte übernommen. Sie soll so lange amtieren, bis eine neue Superintendentin oder ein neuer Superintendent gewählt wurde - höchstens für zwei Jahre. Am Sonntag, dem 25. Juni, wurde Frau Richter während eines Gottesdienstes in der Wartenberger Kirche für diesen Dienst durch den Generalsuperintendenten Martin-Michael Passauer gesegnet. In ihrer Predigt ging Frau Richter auf die Sprachfähigkeit der Kirche ein und äußerte den Wunsch, dass sich die Vertreter der Kirche klarer und weniger verklausuliert und nicht nur für Insider verständlich ausdrücken. Dabei legte sie ein Hauptaugenmerk auf die liturgischen Formen in unseren Gottesdiensten. Im Anschluss an den Gottesdienst nahm Frau Richter Glückwünsche von Mitgliedern des Gemeindekirchenrates und des Kirchenkreises entgegen. –um.
Volleyballtournier und Sommerfest (25. Juni 2006)
Am diesjährigen Johannistag, dem 24. Juni, fand in der Heinersdorfer Gemeinde das traditionelle Sommerfest statt. Wegen der Fußball-WM und der damit verbundenen Live-Übertragungen im Margaretensaal fiel das Fest etwas kürzer und anders als sonst aus. Bereits seit dem Vormittag hatte sich die Junge Gemeinde Heinersdorf als eine von zehn Mannschaften am Volleyballtournier der Kirchenkreise Pankow und Weißensee an der nahe gelegenen Radrennbahn beteiligt (Foto). Auch wenn zum Pokalgewinn noch einiges fehlte, stellte das Tournier einen gelungenen Auftakt zum Johannistag dar. Denn schließlich gilt auch hier: Dabei sein ist alles. Ebenfalls schon vor Anpfiff des ersten Achtelfinalspiels trafen sich im Kindergarten Eltern, Kinder und Erzieherinnen zu einem Trödelmarkt für Kindersachen und zu Kaffee und Kuchen. Auch auf dem Gemeindegrundstück konnte man sich bei herrlichem Wetter die Erdbeertorte schmecken lassen. Und außerdem fand wie schon im letzten Jahr ein kleiner Basar zugunsten des Margaretensaals statt. Ab 17 Uhr trafen sich dann die Fußballbegeisterten unter den VolleyballerInnen, TrödelmarktbesucherInnen und Gemeindegliedern, um sich im Margaretensaal das Spiel Deutschland gegen Schweden anzusehen. Dazu gab's Frisches vom Grill und leckere Salate. Am Abend gab's mit dem traditionellen Serenadenkonzert der Heinersdorfer Kantorei dann den kulturellen Höhepunkt des Tages. Unter der Leitung von Kantor Wolfgang Hensel wurden die Kantate 51 und das vierte Brandenburgische Konzert von Johann Sebastian Bach sowie das Ständchen von Franz Schubert zu Gehör gebracht, bevor auch für KonzertbesucherInnen die obligatorische Bratwurst gereicht wurde. –um.



Geflohen und nicht angekommen (18. Juni 2006)
Unter diesem Thema stand ein Abend, der am 13. Juni im Rahmen der Heinersdorfer Vorträge stattfand. Zur Einstimmung auf das Thema und die tschetschenische Kultur führten acht Mädchen und junge Damen des Tanzensembles Baschlam im Margarentensaal einen tschetschenischen Tanz auf. Anschließend sprach Marit Cremer über die Geschichte des kleinen Landes im Kaukasus und des Konflikts, der tief verwurzelt ist und nicht erst mit dem so genannten ersten Tschetschenien-Krieg in den 1990er Jahren aufgebrochen ist. Die Referentin ging auch auf das Leben und die Situation der Flüchtlinge ein, die in Deutschland leben - etwa 700 von ihnen allein in Berlin - und die sich trotz aller Annehmlichkeiten in ihrem Gastland nichts sehnlicher wünschen, als eines Tages wieder in die Heimat zurückkehren zu können. Bevor der Abend in lockerer Runde und bei Tee und traditionellem Gebäck zu Ende ging, kamen auch noch einige Mitglieder des Tanzensembles und dessen Leiter Usman Bamatgiriev zu Wort, um von ihren persönlichen Geschichten und Zukunftsträumen zu berichten. Ein interessanter und überaus spannender Vortragsabend für alle Sinne.
Nach einer Sommerpause werden die Heinersdorfer Vorträge am 12. September fortgesetzt. –um.




Nacht der Offenen Kirchen (8. Juni 2006)
Am Pfingstsonntag beteiligte sich die Kirchengemeinde Berlin-Heinersdorf auch in diesem Jahr wieder an der in Berlin und dem Land Brandenburg stattfindenden Nacht der Offenen Kirchen. Zahlreiche Besucher waren der Einladung gefolgt und durch die offene Tür unserer Kirche getreten, die - ohne künstliches Licht - nur von rund 75 Kerzen beleuchtet und mit leichter Musikuntermalung, eine eindrucksvolle Atmosphäre ausstrahlte. Neben Informationen zur Kirche selbst, gab es unter anderem auch zwei Andachten sowie einen ganz besonderen Programmpunkt: Um 22 Uhr startete eine gut einstündige, experimentelle Reise durch die Bibel mit einer Rezitation aller 298 Bibelverse, die das Wort "Nacht" enthalten. Mit angebotenen Getränken und einem kleinen Imbiss war auch für das leibliche Wohl gesorgt und so wurde dieser Abend ein rundum gelungenes und eindrucksvolles Erlebnis für alle Besucher. –mc.



Konfirmationsgottesdienst (6. Juni 2006)
Wie es in Heinersdorf Tradition ist, fand auch in diesem Jahr am Pfingstsonntag die Konfirmation statt. Mit Johanna Born, Patricia Dietrich, Marie-Luise Große und Johanna Lück standen diesmal vier junge Damen vor dem Altar, um mit ihrem Bekenntnis ihre Taufe und damit dei Zugehörigkeit zur christlichen Gemeinde zu bestätigen. Der Gottesdienst war festlich ausgestaltet: Kinderchor, Chor und eine Gesangssolistin brachten kleine musikalische Darbietungen zu Gehör. Und zwischen der eigentlichen Einsegnung und dem gemeinsamen Abendmahl wurden die nun Konfirmierten durch den Gemeindekirchenrat und die Junge Gemeinde beglückwünscht und begrüßt. –um.

Goldene Konfirmation (17. Mai 2006)
Am 14. Mai wurde in Heinersdorf erstmals seit mehreren Jahren wieder die Goldene Konfirmation bzw. die Jubelkonfirmation in einem besonderen Gottesdienst gefeiert. Die 18 Jubilare, die vor 50, 60 oder sogar 70 Jahren - größtenteils in Heinersdorf - konfirmiert wurden, erhielten eine Urkunde mit ihrem Konfirmationsspruch und wurden vor dem Altar gesegnet. Der festliche Gottesdienst, der auf den Sonntag Kantate fiel, wurde vom Kinderchor und Mitgliedern der Heinersdorfer Kantorei musikalisch ausgeschmückt. Außerdem gab's eine Taufe. –um.
Geschichte der Kirche (12. Mai 2006)
Bereits im Oktober vergangenen Jahres hätte er stattfinden sollen - am 9. Mai war es nun endlich so weit: Im Rahmen der seit Herbst 2005 monatlich stattfindenden Heinersdorfer Vorträge hielt Pfarrer Andreas G. Kaehler einen Vortrag zum Thema "Die Geschichte der Heinersdorfer Kirche - Gleichzeitig ein Stück Heinersdorfer Heimatgeschichte". In seinen Ausführungen konzentrierte sich der Referent, der seit fünf Jahren Pfarrer in der Gemeinde ist, auf die Aspekte Heimat und Bauform der Kirche. Dabei ging es ihm im Wesentlichen darum den Charakter der Heinersdorfer Kirche zu belegen, die - unter anderem dank der engen Bindung zum Heilig-Geist-Spital in Berlin (heutige Spandauer Straße) - auch vor ihrem letzten großen Umbau im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts keine gewöhnliche Dorfkirche war. Abgesehen von der so genannten Heilig-Geist-Kapelle, die schon um 1490 an der Südseite der Kirche angebaut wurde und die noch heute existiert, besaß die Kirche einst eine Apsis - also eine halbrunde Altar-Nische. Mit dem Ziel, weitere Aspekte der Heinersdorfer Kirchengeschichte- und architektur zu beleuchten, wurden weitere Vorträge angekündigt. –um.

Prüfungsgottesdienst (12. Mai 2006)
Der Gottesdienst am 7. Mai war nicht nur ungewöhnlich gut besucht. Es war auch ansonsten ein ganz besonderer Gottesdienst, der anschließend durch viele Besucher als sehr gelungen und schön gewürdigt wurde. Es war der Prüfungsgottesdienst von Karina Nippe, die in der Zeit von Dezember 2004 bis September 2005 in Heinersdorf ihr Gemeindevikariat absolvierte und die sich nun im zweiten Examen nicht nur der eher wohlgesonnenen Gemeinde, sondern auch den kritischen Prüfern stellen musste. Das sie dies erfolgreich bewerkstelligt hat, zeigen nicht nur die positiven Reaktionen der Gottesdienstbesucher, sondern auch das Ergebnis des anschließenden Nachgesprächs, das für Frau Nippe eine gute Bewertung ergab. Karina Nippe, die inzwischen auch das Predigerseminar in Brandenburg abgeschlossen hat, befindet sich zurzeit im Spezialvikariat. –gm.
Vortrag über den Sinn des Lebens (12. April 2006)
Im Rahmen der Heinersdorfer Vorträge sprach Prof. Eberhard Winkler am 11. April im kleinen Gemeinderaum über den Sinn des Lebens aus christlicher Sicht. Vor etwa 25 Zuhörern erläuterte er anhand von insgesamt fünf Thesen, woraus sich für Christinnen und Christen Lebenssinn ergibt, wie er sich für den einzelnen erschließen kann und welche Konsequenzen - unter anderem in ethischer Hinsicht - daraus folgen. Nach der zentralen Aussage, wonach jedes menschliche Leben seinen Sinn aus der Beziehung zu Gott empfängt, ging Prof. Winkler ausführlich auf die Frage nach dem Wert menschlichen Lebens ein - vor allem in Bezug auf Abtreibung, Stammzellenforschung und Euthansie. Dabei sprach er sich gegen jegliche Versuche aus, Leben von Menschen als sinnlos zu erklären. Ein anderer Aspekt seines Vortrages beschäftigte sich mit der sinn-vollen Gestaltung des eigenen Lebens und der Rechtfertigungslehre sowie mit der Suche nach dem Sinn des Lebens, aus der der Psychologe V. E. Frankl eine eigene Therapieform entwickelt hat - die Logotherapie - sie soll Patienten dabei helfen, den Sinn ihres eigenen Lebens zu entdecken. Mit einem Zitat aus dem ersten Korintherbrief (1. Kor. 13,9f) und der These, die Frage nach dem Sinn des Lebens lasse sich letztlich nur fragmentarisch beantworten, schloss Eberhard Winkler seinen Vortrag ab. In der anschließenden Diskussion ging es unter anderem um die Frage, wie man den Sinn des eigenen Lebens erkennt und wie man ihm näher kommen kann. –um.

Jugendkreuzweg durch den Kirchenkreis (10. April 2006)
Wie immer am Freitag vor Palmsonntag wurde am 7. April in vielen Kirchengemeinden und -kreisen der Ökumenische Jugendkreuzweg begangen. Auch in den Kirchenkreisen Pankow und Weißensee hat dieser Kreuzweg Tradition. Jugendliche gehen einen Weg von sieben Stationen - sieben Kirchen, in denen die jeweils beheimatete Junge Gemeinde eine Andacht gestaltet.
Der Kreuzweg begann diesmal in der evangelischen Kirche Buchholz und endete am Morgen darauf mit einem gemeinsamen Frühstück in der Wilhelmsruher Gemeinde. Der etwa 20 Kilometer lange Weg führte die ca. 100 teilnehmenden Jugendlichen über die katholische Kirche Bucholz, die Kirchen von Blankenburg und Heinersdorf, die Hoffnungskirche in Pankow sowie die katholische Kirche Niederschönhausen. Die Station, die die Junge Gemeinde Heinersdorf gegen 3.30 Uhr in der Kirche zum Thema "Ohnmacht" gestaltete, beinhaltete unter anderem eine Rollenbiografie mit Schattenspiel (siehe Bild). –um.


Kreissynode in Heinersdorf (4. April 2006)
Am 1. April kam die Kreissynode des Kirchenkreises Weißensee im Heinersdorfer Margaretensaal zusammen, um dort ihre Frühjahrstagung abzuhalten. Das Programm war von Berichten bestimmt: mündlich vorgetragenen aus dem Kreiskirchenrat und über die Jugendarbeit des Kirchenkreises sowie schriftlich vorliegenden aus den restlichen Arbeitsfeldern und allen Gemeinden des Kirchenkreises. In Anbetracht der zu erwartenden Vakanzzeit der Superintendentenstelle fasste die Synode einen Beschluss, in dem sie ihre Ansicht bekräftigt, dass der Kirchenkreis in seiner jetzigen Form erhalten bleiben möge und die Superintendentur nach spätestens zwei Jahren wiederbesetzt sein soll. Als weit gereister Gast sprach Pfarrer Mendrock aus dem polnischen Partnerkirchenkreis Konin ein Grußwort und berichtete von der Situation der evangelischen Christen in seiner Gemeinde, die im fast ausschließlich katholisch geprägten Polen in der Diaspora leben. Den Höhepunkt der Tagung bildete ein bewegender Vortrag des im Mai aus seinem Amt scheidenden Superintendenten Telschow, in dem er einen Rückblick auf die 17 Jahre seiner Dienstzeit wagte, die naturgemäß sehr von den politischen und kirchlichen Rahmenbedingungen geprägt war. Und deren drastische Veränderungen in den Jahren der Wende und danach machten auch vor dem Kirchenkreis und seinem Superintendenten nicht halt. Zumindest eines hatte Herr Telschow bis zwei Monate vor seiner Pensionierung noch nicht erlebt: Eine Synoltagung in Heinersdorf. Das hat er nun noch nachgeholt. –um.



Beschluss zur Diskussion über den Moscheeneubau (22. März 2006)
Der Gemeindekirchenrat ist am 20. März zu einer Sondersitzung zusammen gekommen, um sich mit der Frage des Antrags auf Neubau einer Moschee in der Tiniusstraße zu beschäftigen. Anlass für die Sitzung war die heftige Diskussion innerhalb der Bevölkerung Heinersdorfs über das Thema. Der GKR fasste folgenden Beschluss:

"Seit den Veröffentlichungen in der Presse ab 06. März 2006 wird in Heinersdorf intensiv über die geplante Moschee der Ahmadiyya-Bewegung diskutiert. Hierbei werden verstärkt Fragen an die Kirchengemeinde gerichtet.
Der GKR fordert die Bezirksverordnetenversammlung und die in ihr vertretenen Parteien dazu auf, die Anliegen der Heinersdorfer Bürger ernst zu nehmen und ihnen Gelegenheit zu geben, sich am Gespräch und an der Entscheidungsfindung zu beteiligen.
Vor dem Hintergrund, dass der Ortsteil Heinersdorf planungsrechtlich bisher vernachlässigt wurde, fordert der GKR, dass die Entscheidung über den Antrag nicht nur im Rahmen des Baurechts, sondern auch in planungsrechtlichen Kategorien verhandelt wird.
Der GKR verurteilt jegliche fremdenfeindlichen Tendenzen und verwahrt sich insbesondere dagegen, dass rechtsradikale Gruppen und Parteien die Belange Heinersdorfer Bürger für ihre Ziele missbrauchen.
Der GKR bittet alle Seiten um eine sachliche und besonnene Diskussion.
"

Für Fragen, Anregungen und weitere Gespräche stehen die GKR-Mitglieder gern zur Verfügung.
–um.
Wo die Welt auf dem Kopf steht - ein Vortrag über Australien (16. März 2006)
Am 14. März hielten Uwe und Gerd Müller einen Vortrag im Rahmen der Heinersdorfer Vorträge. Nach ihrer gemeinsamen Australien-Reise im Oktober 2005 sortierten die beiden Vortragenden nicht nur ihre Reisebilder und -unterlagen, sondern ergänzten diese auch um zahlreiche allgemeinwissenschaftliche Informationen. So konnten die etwa 50 Zuhörer in einem Quiz erfahren, wie die Hauptstadt Australiens entstand oder wer das Staatsoberhaupt Australiens ist. Der Vortrag brachte dem Publikum zum einen die zivilisierten Großstädte Australiens näher, führte die Zuhörer aber auch in die sandigen Wüsten des Landes, in den Regenwald, ja sogar in Unterwasserwelten. Die Vortragenden schmückten ihren Vortrag mit kurzen Anekdoten und interessanten Erlebnissen, so dass die Zeit schnell vergangen war. Mit einigen Empfehlungen an Sehenswürdigkeiten, die man bei einem Besuch Australiens auf keinen Fall verpassen sollte, verabschiedeten sich Uwe und Gerd Müller. –sh.



Weltgebetstag (6. März 2006)
In diesem Jahr stand zum Weltgebetstag das Land Südafrika im Mittelpunkt. Mehr als 20 Menschen trafen sich Gemeindesaal, er schon aufwändig dekoriert war. Während des Gottesdienstes konnte man dann das Land näher kennen lernen und erfahren, wie die Christen dort leben. Gemeinsam wurden afrikanische Lieder gesungen, gebetet und Texte gelesen. Abschließend gab es noch Kekse, die nach einem Originalrezept aus Südafrika gebacken wurden. –gm.
Glück gehabt - Jugendrüstzeit in Zeestow (20. Februar 2006)
Glück war das Thema der Konfirmanden- und Jugendrüstzeit, die vom 17. bis zum 19. Februar 2006 in Zeestow stattfand. Das ehemalige Pfarrhaus vor den westlichen Toren Berlins war nach der Sommerrüstzeit im August 2005 bereits zum zweiten Mal Ziel einer Jugendfahrt der Heinersdorfer Gemeinde. Glück zu haben ("gerade noch den Bus bekommen") spielte thematisch eher eine Nebenrolle. Vielmehr ging's um das große Lebensglück und darum, was man eigentlich braucht, um wirklich glücklich zu sein - für den Moment und für eine lange Zeit. Dazu hatten die Jugendlichen im Alter von 13 bis 19 Jahren durchaus ganz unterschiedliche Vorstellungen: Musik, Gesundheit, mit Freunden zusammen zu sein, andere Menschen glücklich zu machen und das Leben so zu nehmen und zu genießen wie es ist, waren aber schon die wichtigsten "Glücksbringer". Zwischendurch wurde gesungen, gekocht, gegessen, wenig geschlafen und viel gespielt - vor allem der 1. Zeestower Glücks-Contest (1. ZGC) am Samstag abend stellte sich als ein Highlight des Wochenendes heraus. Dabei war Glück nicht alles: Es ging auch um Geschicklichkeit, Wissen und vor allem um Kreativität - unter anderem als das Grimm'sche Märchen Hans im Glück zur Aufführung kam. Ein gemeinsamer Gottesdienst am Sonntagmorgen rundete das Wochenende ab. In dessen Mittelpunkt stand ein glücklicher Moment in der Leidensgeschichte Jesu: Das letzte Abendmahl am Tag vor seiner Kreuzigung. Mit dem Wetter hatten die Reisenden zwar nicht so viel Glück, am Ende waren aber doch alle zufrieden. Und eine nächste Rüstzeit wird es bestimmt auch bald geben. –um.







Musik aus dem Geist der Glocken (15. Februar 2006)
Musik aus dem Geist der Glocken - am Beispiel Sergej Rachmaninows - so hieß der Titel des Vortrages, den der Musikwissenschaftler Dr. Jan Brachmann am 14. Februar im Rahmen der Heinersdorfer Vorträge hielt. In seinen Ausführungen ging er auf die besondere Bedeutung von Glocken für die russische Kultur und das alltägliche Leben in Russland ein und kam dann auf die inspirierende Wirkung dieser "Instrumente" für die Musik einiger Komponisten - vor allem der von Sergej Rachmaninow zu sprechen. Die Wirkung, die Kirchenglocken auf Rachmaninow bereits seit frühester Jugend an hatten, lässt sich in seinen Werken in drei Formen erkennen: In der Imitation von Glockenklängen durch bestimmte Tonsprünge und Instrumente, in der Verwendung als Ausgestaltungsmittel von Musikstücken und als Symbol. Die Glockensymbolik, die auch in vielen Werken Rachmaninows steckt, kann die ganze Sprach- und Kulturgeschichte Russlands sprichwörtlich zum Klingen bringen - wenn man sie denn kennt und versteht. Den meisten west- und mitteleuropäischen Hörern dieser Musik bleibt dies indes mangels Kenntnis verborgen. Jan Brachmann, der als Musikkritiker für die Berliner Zeitung arbeitet, brachte anhand einiger Beispiele Licht ins Dunkel und griff dabei nicht nur auf sein reichhaltiges CD-Sortiment zurück, sondern auch immer wieder selbst in die Tasten des Konzertflügels. Ein beeindruckender Vortrag, der das Tor zu einer ganz neuen Welt eröffnete. –um.

Gemeindeversammlung (15. Februar 2006)
Im Anschluss an den Gottesdienst fand am Sonntag, dem 12. Februar die diesjährige Gemeindeversammlung der Heinersdorfer Gemeinde statt. Gekommen waren etwa 25 Teilnehmer, dazu etwa zehn Kinder, um sich gemeinsam unter dem Motto Ich sehe was, was du nicht siehst mit den Besonderheiten und Defiziten der Gemeinde zu beschäftigen und über die Jahresplanung für das Jahr 2006 nachzudenken. Zu Beginn gab Uwe Müller einen kurzen Bericht aus dem Gemeindekirchenrat, in dessen Mittelpunkt er die Themen Kirchgarten, Margaretensaal und aktuelle Entwicklungen wie die Heinersdorfer Vorträge und den neuen Kreis Gott und die Welt sowie das Projekt Offene Kirche rückte. In der Aussprache zu den eigenen Wünschen und Vorstellungen gab's neben einigen Anregungen auch eine Diskussion zur Frage der Eigenverantwortlichkeit von Ehrenamtlichen. Nach dem Mittagsimbiss ging's noch um die Vorhaben für 2006: Neben diversen Rüstzeiten, dem Gemeindeausflug zu Himmelfahrt und dem Partnerschaftswochenende im September wird uns auch in Heinersdorf die Fußball-WM beschäftigen, von der einige Spiele live im Margaretensaal zu sehen sein werden. –um.
Gemeindekirchenrat in Lobetal (23. Januar 2006)
Vom 20. bis 22. Januar fuhr der Gemeindekirchenrat zu seiner jährlichen Wochenendrüstzeit nach Lobetal. Im Haus Nazareth, das wie der gesamte Ort zu den Hoffnungsthaler Anstalten gehört, beschäftigte er sich mit dem Leben, dem Wirken und der Theologie Dietrich Bonhoeffers, dessen 100. Geburtstag wir in diesem Jahr begehen dürfen. Daneben standen aktuelle Probleme der Gemeinde und die Planungen für das begonnene Jahr auf dem Programm der Tagung. –um.
Vortrag zur Bedeutung von Hormonen (18. Januar 2006)
In der Reihe der Heinersdorfer Vorträge referierte am 17. Januar Prof. Dörner zur Bedeutung von Hormonen für die sexuelle, physische, psychische und mentale Entwicklung des Menschen. Der heute 76Jährige und langjährige Inhaber des Lehrstuhls für Endokrinologie an der Berliner Charité erzählte von den Ergebnissen seiner Forschung und ging dabei in einem ersten Teil vor allem auf die herausragenden Auswirkungen des Hormonhaushalts in der Entwicklungsphase des Menschen auf die spätere sexuelle Orientierung sowie auf die zu seiner Zeit nachgewiesenen Rückkoppelungen zwischen Nerven- und Hormonsystem ein. Nach einer angeregten Diskussion zu diesem Thema sprach Prof. Dörner, der bis heute sein Forscherleben nicht aufgegeben hat, über die allgemeine Entwicklung des Menschen und dessen hormonelle Ursachen. Demnach wirken sich beispielsweise Umweltgifte oder das Fehlen von mütterlicher Zuneigung in der Säuglingsphase auf die Produktion von Hormonen bzw. die Bildung von Hormonrezeptoren aus, was wiederum zu unterschiedlichen Entwicklungen körperlicher und geistiger Fähigkeiten beitragen kann. In der anschließenden Diskussion wurde unter anderem die Frage nach der Vorbestimmtheit der menschlichen Entwicklung und auf den Einfluss anderer Faktoren - wie beispielsweise das soziale Umfeld - besprochen. Ein kurzweiliger Abend, in dem es der Vortragende vermocht hat, komplexe medizinische Zusammenhänge so darszustellen, das auch das Laien-Publikum sie verstehen konnte. –um.

Don Kosaken in Heinersdorf (12. Januar 2006)
Bereits zum dritten Mal gastierten die Maxim Kowalew Don Kosaken am Mittwoch, dem 11. Januar 2006 gastierten in der Heinersdorfer Kirche. Das ca. eineinhalbstündige Konzert des berühmten Männerchors aus Russland fand vor ungefähr 150 Zuhörerinnen und Zuhörern statt. Begleitet von einem Akkordeon sangen die stimmgewaltigen acht Männer sowohl schwermütige und melancholische Lieder als auch leichte und flotte Stücke mit schnellen Rhythmen. Neben traditionellen russischen Volksweisen standen auch wieder religiöse Gesänge der russisch-orthodoxen Liturgie auf dem Programm. Das Publikum nahm beides begeistert auf. –um.

Verabschiedung von Frau Pfaffenberger (9. Januar 2006)
Mit einer Feierstunde im Margaretensaal und einem anschließenden gemeinsamen Essen ist am Freitag, dem 6. Januar, Margit Pfaffenberger aus ihrem Dienst im Heinersdorfer Kindergarten verabschiedet worden. Dort war sie mehr als 35 Jahre tätig und hat sich mit Leib und Seele vor allem um die jüngsten der Kinder gekümmert. Als Frau Pfaffenberger 1970 das erste Mal das Tor zum Gemeindehof durchschritt, wollte sie eigentlich nur ihre Tochter für den Kindergarten anmelden. Dem fehlte es damals an Personal, und so kam es, dass sie als Aushilfskraft bei der Kinderbetreuung mithalf. Aus dem Aushilfsjob wurde für die gelernte Näherin ein ganzes Berufsleben, aus dem sie nun verabschiedet wurde - mit vielen Worten, Geschenken, Blicken in die Vergangenheit und in die Zukunft und mit zahlreichen Plastersteinen, die die jetzigen Kindergartenkinder hergestellt hatten und die zu einem Weg zusammengelegt wurden. –um.