Dezember 2011 – Februar 2012
Titelbild

Gottesdienst in der Heinersdorfer Kirche Weihnachten 2006
Foto: M. Christiansen

Jesus Christus spricht:
Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.

2. Korinther 12,9 (Jahreslosung 2012)

Liebe Gemeindeglieder, liebe Freunde,

fragt man Kinder, die bei einem Fußballspiel zuschauen (- es kann auch im Fernsehen sein-): „Für wen seid Ihr eigentlich?“, dann kann es sein, dass nach einem kurzen Schulterzucken und einem anfänglichen „Ich weiß nicht“ mit einem plötzlichen Lächeln die Antwort kommt: „Für den, der gewinnt.“

Eine überraschende Antwort, mit der uns aus Kindermund vor Augen geführt wird, für wie wichtig Kraft, Stärke und Erfolg gehalten werden. Schon unsere Kleinen wünschen sich offenbar, auf der Seite des Siegers zu stehen. In der Werbung und im Fernsehen begegnet uns häufig die Redewendung: „So sehen Sieger aus!“ Was für ein Bild wird uns da vermittelt? Welche Werte halten wir Erwachsenen für wichtig? Und welche Wertvorstellungen möchten wir bei unseren Kindern, bei der nachwachsenden Generation sehen? Geht es wirklich nur um Macht, Kraft und Stärke?

Wenn ich an Weihnachten denke, an den Heiligen Abend, worauf wir uns in der Adventszeit vorbereiten, dann wird mir da etwas anderes vor Augen geführt. Den Hirten wird als die Nachricht des Tages – beziehungsweise der Nacht – gesagt, dass sie sich aufmachen sollen nach Bethlehem. Dort werden sie ein kleines Kind in einer Krippe liegen sehen. Das ist die Sensation, die den überraschten Hirten draußen auf dem freien Feld von einem Engel mitgeteilt wird. Die Bibel benutzt hier allerdings nicht das Modewort unserer heutigen Mediengesellschaft `Sensation´, sondern spricht von einer `guten Nachricht´. „Siehe ich verkündige euch große Freude.“

Alle Menschen sollen sich darüber freuen dürfen. Gott kommt in unsere Welt. Anders als wir uns das vorstellen. Er kommt nicht mit Pauken und Trompeten. Auch nicht mit dem Prunk eines weltlichen Herrschers. Jesus Christus, der Sohn Gottes, liegt als neugeborenes Kind in einer Krippe. Unter ärmlichen Bedingungen wird Jesus geboren. Ein kleines Kind, das auf Hilfe angewiesen ist, kein kraftstrotzender junger Mann. Jesus wird in einem Stall geboren. Die `Location´ für dieses Ereignis war nicht ein Palast oder der Seitenflügel eines Schlosses, sondern ein Stall in Bethlehem.

Gerade an diesem schlichten Ort, in diesem Kind zeigt Gott sich uns. Anders als wir das erwarten. In diesem schwachen hilflosen, in Windeln gewickelten Kind wird etwas von Gottes Kraft und Herrlichkeit sichtbar. Man muss nur genau hinschauen. Was scheinbar kraftlos ist, kann eine innere Kraft in sich tragen.

Was scheinbar schlicht und einfach ist, kann eine unerwartete Schönheit entwickeln. Was scheinbar am Rande liegt, kann doch von weltweiter Bedeutung sein. Denn es geht – auch an Weihnachten – nicht um den äußeren Schein. Es geht darum, dass wir etwas von Gott erfahren und erleben, was für ein wunderbares Geschenk es ist, dass Gott auf diese Weise in Jesus Christus in unsere Welt gekommen ist. Dann stehen wir ganz anders, als es in der Werbung vermittelt wird auf der Seite des Siegers, weil sich Gott an unsere Seite gestellt hat. Dann müssen wir nicht mehr wie die scheinbaren Gewinner und Schönheiten des Fernsehens und der Werbung sein. Denn es ist so, wie Jesus als Erwachsener sagte: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. (2. Korinther 12, 9)

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und ein gutes Jahr 2012

ganz herzlich

Ihr Pfarrer Andreas G. Kaehler

Partnerschaftstreffen Bad Oeynhausen – Heinersdorf

Am letzen September–Wochenende haben wir zusammen mit einer Gruppe aus der Wichern–Gemeinde Bad Oeynhausen in Heinersdorf das 50-jährige Jubiläum unserer Gemeindepartnerschaft gefeiert. Viele der Teilnehmer des Treffens kannten sich über Jahre und Jahrzehnte hinweg, und so gab es auch diesmal eine gute, freundschaftliche und lockere Atmosphäre. Das war schon zu spüren, als die Straßenbahn – wegen eines Unfalls – uns bei der Fahrt vom Hauptbahnhof nach Heinersdorf mit Sack und Pack auf die Straße setzte, aber auch bei dem schönen Konzert mit dem Blockflöten–Consort Weißensee, der Solistin Ursula Kelch und dem Ehepaar Keller und dann bei dem anschließenden Empfang zum Jubiläum mit festlichem Abendessen im Margaretensaal.

Vor dem Ausflug am Samstag auf dem Gemeindegrundstück in Heinersdorf

Beeindruckt waren alle – Gäste und Gastgeber – bei der Besichtigung der Ausstellung in der Topographie des Terrors, in der die meisten länger verweilten als ursprünglich gedacht. Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Martin–Gropius–Bau war wie geplant Gelegenheit, die Hokusai–Retrospektive und zusätzlich die Ausstellung „Tür an Tür – Polen – Deutschland“ (1000 Jahre) zu besichtigen. Nach dem Festgottesdienst am Sonntag – unter der Beteiligung der Kantorei, die die Partnerschaft in den ersten Jahren in besonderer Weise trug – und einem gemeinsamen Mittagessen mussten die Gäste uns schon wieder verlassen. Aber das nächste Treffen in Bad Oeynhausen ist wieder verabredet. Auf beiden Seiten gibt es jedoch auch das Bedürfnis, die Patenschaft auch für solche Gemeindeglieder, die die Ursprünge und die lange Zeit nicht miterlebt haben, anschaulicher und lebendiger zu gestalten.

Am Anhalter Bahnhof in Berlin-Mitte

Sehr herzlichen Dank sagen wir allen, die als Quartier– und Gastgeber zum Gelingen des Festes beigetragen haben.

Gertraud Döhle

FEIERN, FEIERN – o, unser Vergnügen ...

Es gibt in unserem Kindergarten ein Ritual, das bei Geburtstagen, bei Verabschiedungen und ähnlichen Anlässen gesungen wird: „Wir rufen das Geburtstagskind ...“. Dieses wird dann von zwei Kindern feierlich hereingeführt. Es muss auch eine Brücke passieren, die von zwei Kindern gebildet wird. Erst dann geht es zum Ehrenplatz. Dieses Ritual zelebrierten wir zu unterschiedlichen Zeiten gleich 4x in diesem Jahr. Es bot sich auch eine sprachliche Herausforderung für unsere Kinder. Wir besangen ein Seniorinnenkind und drei Jubiläumskinder.

Mit dem Gongschlag des 1. Juli blickten wir in strahlende, funkelnde Augen. Beate wandelte sich in eine glückliche Seniorin. Wir bereiteten ihr eine glanzvolle Feier im Kleinen, denn eine große wollte sie auf keinen Fall. Die Freuden und Freiheiten des neuen Lebens breiteten wir in spielerischer Art und Weise vor ihr aus: Einen Einkaufsbummel, eine Reise, ein ausgedehntes Frühstück- ein Teil ihrer Lieblingsbeschäftigungen. Und Beate spielte mit und gab dabei ihre spezifischen Kommentare. Solche könnten wir als Sammelband herausgeben und damit Kindergartengeschichte schreiben. „Ich habe viele Leute kommen und auch wieder gehen seh´n“, aber es gab auch einige, die mit ihr älter geworden sind und die bis heute untereinander Kontakt halten. Dazu gehören die Seniorinnen mit Erfahrung wie Edeltraudt Wolf, Hilde Cerning, Margit Pfaffenberger und die noch im Beruf stehende Sabine Knöfel. In ihrer unnachahmlichen Art prägte Beate das Innenleben unseres Kindergartens. Beate war nicht zu überhören und auch nicht zu übersehen. Viele Details fallen mir zu ihr ein: Der Duft des von ihr gebackenen Martinsbrotes, die Rentnerkarre, mit der sie die zahllosen Einkäufe erledigte, das Brummeln, wenn ihr etwas nicht in den Kram passte, Beate am Küchenfenster, beschäftigt mit dem Herausreichen von diversen essbaren Dingen, Beate an der Bügelmaschine und immer ein Kind dabei, Beate beim Falten der Fröbelsterne, beim Schrubben, Abwaschen und und und ...

So viele Kinder sah sie wachsen, einschließlich sich selbst, denn mit 9 Jahren wurde sie von Tante Irmgard (auch die Anrede veränderte sich im Laufe der Zeit) in den Hort aufgenommen, so viele Veränderungen der einen oder anderen Art.

Beate Kolmsee in ihrer Kita-Küche

7 Leiterinnen überlebte Beate; mit mir erlebte sie die längste Zeit, 19 Jahre, so viele gespeicherte Erinnerungen. Gäbe es eine Galerie Heinersdorfer Gesichter, Beates Gesicht würde uns entgegenlachen.

Wir sagen ihr an dieser Stelle noch einmal ein Dankeschön und komm ab und zu mal vorbei.

„Wir rufen das Jubiläumskind ...“ – 3x konnten wir das in diesem Jahr singen. 10 Jahre ist es her, da begrüßten wir im Winter, im Frühling und im Herbst eine neue Mitarbeiterin.

Viele Erinnerungen stapeln sich auch schon in 10 Jahren. Das Arbeiten in der offenen Form, in Funktionsräumen steckte in den Anfängen. Wir probierten aus, korrigierten und reflektierten immer wieder neu. Und siehe da, alle drei passten gut in das Team und jede brachte ihre spezifischen Begabungen und ihre so ganz eigene Art mit.

Doreen Kohlstock begann am 5. Januar 2001, Elisabeth Dahms am 1. März und einige Monate später Hendrikje Katzorke am 1.10.2001.

In unserer Konzeption heißt es: Wir begleiten Kinder in ihrem Aufwachsen ... wir nehmen jedes Kind als Geschöpf Gottes wahr, stärken es in seinem Selbstsein ... wir laden sie ein zur Begegnung mit unserer Religion ... Allen Dreien liegt es am Herzen, dass diese anspruchsvoll formulierten Sätze nicht nur schöne Sätze bleiben, sondern diese Grundhaltungen unseren Alltag bestimmen. Doreen steht in unserem Team für die leisen, behutsamen Töne. Sie kann gut eine wohltuende Atmosphäre schaffen und wechselt mühelos zwischen den Jüngsten, den älteren Kindergartenkindern und am Nachmittag den Schulkindern hin und her. Sie steckt damit in der Christenlehre weitere Verbindungsstücke, die wichtig für unser Gemeindeleben sind.

Hendrikjes Erzähl- und Vorlesetalent gibt den Geschichten einen besonderen Klang. Ihrer Kreativität begegnen wir an den unterschiedlichsten Stellen: Die Raupe Ursula schlängelt sich gern als Kreisspiel entlang, die Kennzeichnung der Zahnbürsten trägt ihre „Handschrift“, als Kapitän zum Nikolaustag, als Pippi Langstrumpf zum Fasching, als Maria im Krippenspiel und in zahllosen anderen Rollen macht sie immer eine gute Figur. Und eines Tages schlüpfte sie in die Rolle der Ehefrau und wurde Hendrikje Roszka.

Elisabeths Gründlichkeit und Sorgfalt halfen schon über so manche Klippe. Die von ihr gestalteten Photomappen kann so leicht keine toppen und von Faltblättern kann sie nie genug haben, damit zaubert sie die schönsten Dinge. Als stellvertretende Leiterin und als Qualitätsbeauftragte übernahm sie zwei wichtige Aufgaben.

Es gäbe noch vieles zu erzählen, die Seiten des Gemeindeblattes ließen sich damit gut füllen.

So steht an dieser Stelle ein dickes Dankeschön. Möge Gott für die weiteren 10 Jahre Kräfte schenken, damit das Kindergartenleben seinen Glanz behält und in der Erinnerung von Kindern, Eltern und Mitarbeiterinnen als gute Zeit gespeichert wird.

Diakonin Hildegard Seifert

Spendenbericht Reparatur der Schukeorgel in unserer Heinersdorfer Kirche

Im Gemeindeblatt, im Gottesdienst oder bei unseren Veranstaltungen haben wir Sie um Spenden für die Reparatur unserer Orgel gebeten. Heute möchten wir Ihnen einen Zwischenbericht über die in diesem Jahr eingegangenen Spenden geben.

Von Gemeindegliedern wurden gespendet 1.152,00 Euro
Orgelspenden anlässlich unserer Feste und Veranstaltungen ergaben 1.250,37 Euro.

Wir danken allen Spendern ganz herzlich und hoffen auf weitere Zuwendungen für die Orgelreparatur.

Der Gemeindekirchenrat.

Die Weihnachtsgeschichte

Es begab sich aber zur der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt.

Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

Und als die Engel von ihnen in den Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

Als Jesus geboren war in Bethlehem im jüdischen Lande zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten.

Als das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm das ganze Jerusalem und er ließ zusammenkommen alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. Und sie sagten ihm: In Bethlehem im jüdischen Lande; denn so steht geschrieben durch den Propheten. „Und du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist keineswegs die kleinste unter den Städten in Juda; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll.“

Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, und schickte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr's findet, so sagt mir's wieder, daß auch ich komme und es anbete.

Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war. Als sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Und Gott befahl ihnen im Traum, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren; und sie zogen auf einem andern Weg wieder in ihr Land.

Über die Arbeit der LAIB und SEELE Ausgabestelle in Weißensee

Liebe Gemeinde, ich möchte Sie heute über unsere Arbeit in der Ausgabestelle von LAIB und SEELE in der Friesickestr. 15 „Immanuel Kapelle“ informieren. Seit dem 06.07.2011 gibt es uns 6 Jahre. Jeden Mittwoch von zirka 8:00 bis 14:30 Uhr treffen sich die ehrenamtlichen Helfer aus der St.-Josef-Gemeinde, der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde und der evangelischen Gemeinde Weißensee in den hinteren Gemeinderäumen der Immanuel-Kapelle.

Insgesamt sind rund 60 Ehrenamtliche im Einsatz, für jede Kirchengemeinde ist ein Verantwortlicher im Leitungsteam. Es gibt eine feste monatliche Gruppeneinteilung, einige kommen auch jede Woche.

Mit 2 Miettransportern der Firma LEX werden die Lebensmittelspenden verschiedener Supermärkte z.B. Kaufland, LIDL, PENNY, EDEKA und 3 Bäcker, eingesammelt. Vom Zentrallager der Berliner Tafel in der Beusselstraße holen wir mittwochs ebenfalls Ware. An einer langen Tafel werden dann die von uns sortierten Waren in Kisten aufgereiht. Gegen 11:00 Uhr werden die Nummern an die wartenden Bedürftigen im Losverfahren ausgegeben. Von 11:30 bis 13:00 Uhr erfolgt dann die Ausgabe der Waren. Danach wird aufgeräumt und sauber gemacht.

Montags fährt zusätzlich ein Transporter die Supermärkte an und 3 bis 5 Frauen sortieren in der Garage für Mittwoch vor.

Wir benötigen inzwischen 3 Biotonnen für anfallendes verdorbenes Obst, Gemüse und kaputte Eier.

Verteilt werden Obst und Gemüse, Brot, Brötchen, Kuchen, Joghurt, Wurst, Käse, Blumen, Süßigkeiten und anderes. Manche Exoten mussten wir auch erst kennenlernen. So sind Bärlauch, Mangold, Süßkartoffeln, Zitronengras, Passionsfrucht, Kumquat und andere uns inzwischen vertraut. Manches Rezept wird ausgetauscht.

Zusätzlich gibt es eine Kleiderbörse im hinteren Bereich. All dies wird gern und dankbar angenommen.

Dreimal im Jahr finden Sie fast alle Mitarbeiter von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr bei der Aktion EINS MEHR im Einsatz. Dann stehen wir zu zweit in Zweistundenschichten bei Kaisers am Pasedagplatz und Bizetstraße und bitten die Kunden um haltbare Lebensmittel. Diese werden übers Jahr verteilt ausgegeben, gerade wenn unsere Ware am Mittwoch knapp wird.

2011 waren in den 44 Berliner Ausgabestellen 6.000 Haushalte mit 48.000 Bedürftigen und 1.300 Ehrenamtliche registriert. Aus unserem Einzugsgebiet sind dies zirka 400 Menschen. Jede Woche versorgen wir in unserer Ausgabestelle 130- 180 Bedürftige, darunter rund 50 Kinder. Die Zahl der Bedürftigen steigt.

Jede Person mit einem Nachweis über ALG 2, oder Grundsicherung, oder einem monatlichen Bruttoeinkommen bis 900 Euro (2 Erwachsene bis 1.200 Euro, 3 Erwachsene bis 1.500 Euro, pro Kind werden 150 Euro dazu gerechnet) hat bei uns Anspruch und erhält für einen Unkostenbeitrag von 1 Euro pro Erwachsenen Ware.

Von diesem Unkostenbeitrag werden die Miettransporter, die Biotonnen, Tüten, die Einweghandschuhe, Reinigungsmittel, Nebenkostenanteil für die Räume und was sonst noch anfällt beglichen. Jede zusätzliche Spende hilft uns bei unserer Arbeit.

Seit 2007 Jahren richten wir eine Weihnachtsfeier in der Kirche aus, wo neben einem Programm und Musik zum Kaffee auch Jeder eine Geschenktüte erhielt. 2009 kamen 112 Erwachsene und 57 Kinder, 2010 schon 200 Erwachsene und 80 Kinder.

Für dieses Jahr laufen die Planungen für die Weihnachtsfeier auf Hochtouren. Wir werden wieder Eintrittskarten verteilen. Es wird bestimmt eng in der mit Partygarnituren vollgestellten Kirche. Wir rechnen mit über 300 Gästen. Deshalb sammeln wir jetzt schon Süßigkeiten, Gebäck, Kaffee und Tee für die Feier. Infos auch unter www.berliner-tafel.de und www.laib-und-seele-berlin.de

Ulrike Wolff, Leitungsteam

Junge Gemeinde

Hallo liebe Jugendliche,

wir sind Leon und Philipp und leiten zurzeit die Junge Gemeinde. Wir möchten unsere Junge Gemeinde wieder neu aufbauen und laden deshalb alle Jugendlichen der Gemeinde ab 14 Jahren recht herzlich ein, zu uns zu kommen und bei uns mitzumachen. Seit einem halben Jahr treffen wir uns schon jeden Freitag, außer in den Ferien, um 19:00 Uhr im Jugendraum unserer Kirchengemeinde (hinter dem Margaretensaal). Bei uns ist bestimmt für jeden was dabei. Bei einem kleinen Imbiss unterhalten wir uns über alles mögliche, also über „Gott und die Welt“ sozusagen und gestalten den Abend unter anderem mit Tischtennis oder Gesellschaftsspielen. Wir wollen aber auch gemeinsam etwas unternehmen und bei Gemeindefesten bei der Organisation und Gestaltung mithelfen. Wenn Ihr interessiert seid kommt doch einfach mal vorbei. Ihr seid herzlich Willkommen.

Wenn ihr noch Fragen habt, ruft einfach mal am Freitag ab 19:00 Uhr im Margaretensaal an (Tel. 4771897) oder ihr schreibt uns eine E-Mail an jg-heindersdorf@freenet.de.

Liebe Grüße

Leon Steinhausen und Philipp Formum

Berlin Taizé

Ende des Jahres werden zehntausende Jugendliche aus ganz Europa und von den anderen Kontinenten zum 34. Europäischen Jugendtreffen nach Berlin kommen. Auf Einladung der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), des Erzbistums Berlin und des Berliner Senats bereitet die Communauté von Taizé das Treffen zusammen mit vielen Jugendlichen und freiwilligen Helferinnen und Helfern in Kirchengemeinden von Berlin und Umgebung vor.

Das Europäische Treffen ist eine Gelegenheit für die Kirchen und Gemeinden, ihre Türen zu öffnen und ein Zeichen für Gemeinschaft inmitten des Alltags einer Großstadt zu sein. Diese Gelegenheit wollen wir auch in Heinersdorf nutzen. Es wird gemeinsame Morgenandachten in der Heinersdorfer Kirche geben und an Sylvester nach dem Gottesdienst eine gemeinsame Zeit und Feier (- Sylvester einmal anders erleben-) in der Kirche.

Wir suchen Gastgeber, die einzelnen Jugendlichen einen Schlafplatz anbieten können. Zur Anmeldung können Sie im Internet einen Quatierzettel abrufen und abschicken (http://tzberlin.pf-control.de/qz2/qzform.html).

Weitere Infos auch bei Pfarrer Kaehler (472 40 35).