Mai – August 2011
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Quelle: www.grußkarten-religion.ch

Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.
Römer 15, 13, Monatslosung Mai 2011

Liebe Gemeindeglieder, liebe Freunde,

der Sommer ist nun da. Mancher hatte ja im Winter darauf gehofft, dass es wärmer wird. Wieso gehofft? So könnte da ein kritischer Leser fragen. Der Sommer kommt doch immer, wenn der entsprechende Monat herangerückt ist. Immer? Ja bei uns, könnte man antworten. Anderswo vielleicht nicht. In der Antarktis ist im Januar und Februar Sommer. Und die Temperaturen sind auch dann für unsere Verhältnisse doch mehr als winterlich. 5° bis 0° und weniger. Auch wenn wir es für selbstverständlich halten, dass es im Sommer wärmer wird, kann der Sommer mit seinen wärmeren Temperaturen theoretisch auch ausbleiben. Auf den ersten Blick erscheint dieser Gedanke ungewöhnlich.

Durch die entsetzliche Naturkatastrophe in Japan sind wir wieder daran erinnert worden, welche Zerstörung Naturgewalten anrichten können. Besonders dann, wenn sich sehr schwere Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüche gleichzeitig, beziehungsweise in unmittelbarer Reihenfolge aufeinander ereignen. Da können wir nur mit Bestürzung und Trauer reagieren. Wenn durch die Gewalt des Tsunamis, durch Schlammmassen und durch Brände nach den Erdbeben vermutlich über 28.000 Menschen starben, dann ist dieses Ausmaß eigentlich nicht zu fassen. Wenn unsere Fassungslosigkeit sich dann in Anteilnahme für die betroffenen Menschen in Japan und konkrete Hilfe umwandelt, dann ist das mehr als nur ein Hoffnungsschimmer. Hier stehen wir vor einer großen Verantwortung, die nach unserem Umgang mit der Schöpfung, mit technischen Möglichkeiten und deren Grenzen und Fehlentwicklungen und nach unserer Achtung des Lebens auch im Blick auf zukünftige Generationen fragt.

Der Gruß, den Paulus in seinem Römerbrief an die Christen in Rom (Römer 15, 13) schrieb, klingt vor diesem Hintergrund für unsere Ohren neu: Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.

Hoffnung und Kraft können wir ja eigentlich immer gebrauchen. In guten und in schlechten Zeiten. Auch jetzt. Paulus erinnert uns daran, dass unser Gott ein Gott der Hoffnung, der Freude und des Friedens im Glauben ist. In Jesus Christus wird dies erkennbar.

Nachdem das Osterfest hinter uns liegt, feiern wir 50 Tage später Pfingsten. Wir erinnern uns daran, wie die Jünger und Freunde Jesu wieder Mut fassten und sich und ihren Glauben nicht mehr versteckten. Wie sie die Wirkung des Heiligen Geistes spürten und mutig angepackt haben, was vor ihnen lag. Das ist mehr als ein ermutigendes Beispiel.

So wünsche ich mir für uns alle, dass wir immer reicher werden an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes und ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Pfingstfest und eine gute Sommer- und Ferienzeit,

ganz herzlich

Ihr Pfarrer Andreas G. Kaehler

– Orgel –
Originell – Original

Originell haben die Aktivitäten zur Restaurierung unserer Orgel begonnen mit dem Konzert "Gespräch mit einer kaputten Orgel" am 24.03.2011. Original und unverändert seit ihrer Entstehung ist die Orgel bis heute erhalten, und ein Original in der Berliner Orgellandschaft wird sie nach ihrer Restaurierung wieder sein.

Mit unserem diesjährigen Gemeindefest am Sonnabend dem 25.06.2011, wollen wir den Beginn der Arbeiten an der Orgel begleiten und vielleicht die Freude darauf wecken, am nächsten Weihnachtfest wieder ihren vollen Klang, den wir schon seit Jahrzehnten nicht mehr hören konnten, zu genießen.

Außerdem stellen wir vor, wie jeder Einzelne auch finanziell durch kleinste, kleine und größere Beträge die Durchführung der Arbeiten unterstützen kann:

  • durch die Übernahme von Orgelpfeifenpatenschaften
  • durch die Teilnahme an Benefizkonzerten in der Kirche und die Gabe von Ausgangskollekten
  • durch die Besichtigung der Orgel – "Baustelle" an ausgewiesenen Terminen
  • und natürlich durch Spenden unter der Konto-Nr. 18 27 02, BLZ 100 602 37 (Stichwort: Orgel) oder in Kirche und Pfarramt

Wir hoffen auf ein fröhliches "musikalisches" Gemeindefest und viel Anteilnahme und Beteiligung an unserem Restaurierungsvorhaben, das uns nach mancher Mühe viel Freude bringen wird.

Beispielhafte Spendenaktionen für die Reparatur und Restaurierung der Heinersdorfer Orgel

Eine gebürtige Heinersdorferin lebt seit vielen Jahren in Düren im Großraum Köln. Sie hatte anlässlich ihres 70. Geburtstages eine Spendenaktion gestartet. Anstelle von Geschenken bat sie ihre Gäste um Spenden für die Reparatur unserer Heinersdorfer Orgel. Im Rahmen dieser Aktion sind insgesamt 1.560,00 € bei uns eingegangen. Wir danken der Initiatorin und den Spendern ganz herzlich.

Unser besonderer Dank gilt auch dem Frauenkreis unserer Gemeinde. Dieser Kreis hat für die Reparatur der Orgel 400,00 € gespendet.

Ebenso danken wir allen bisherigen Spendern und bitten weiterhin um Spenden für die Restaurierung unserer Heinersdorfer Orgel.

Gertraud Döhle und Gisela Nowitzki

50-jähriges Dienstjubiläum von Kantor Wolfgang Hensel – 50 Jahre Heinersdorfer Kantorei

Am Sonntag Kantate (Singet!), dem 22.05.2011, feiert unsere Gemeinde ein Fest, das wohl selten in einer Gemeinde begangen werden kann: Unser Kantor Wolfgang Hensel hat im Jahr 1961 seinen Dienst als Kirchenmusiker in der Kirchengemeinde Heinersdorf begonnen und kann nun also sein 50-jähriges Dienstjubiläum begehen.

Jahrzehntelang hat er an den Sonn- und Feiertagen die Gemeinde an der Orgel begleitet und so dazu beigetragen, das Lob und Dank in den Gottesdiensten ein deutlich hörbares Gewicht erhielten.

Wolfgang Hensel bei einem Partnerschaftstreffen in Bad Oeynhausen

Ein besonderer Schwerpunkt seines musikalischen Wirkens war die Arbeit mit der Heinersdorfer Kantorei. Auch wenn es schon zur Zeit seiner Vorgänger einen Kirchenchor in der Gemeinde gab, war die Neugründung einer großen Kantorei und eines Kammerorchesters und deren Leitung durch Kantor Wolfgang Hensel ein neuer Schritt im Charakter und in der Qualität der kirchenmusikalischen Arbeit. In der damaligen schwierigen Zeit nach dem Bau der Berliner Mauer war die Kantorei für viele Mitsänger – ob zur Gemeinde zugehörig oder nicht – ein Stück Heimat, die ihnen Gemeinschaft und Stärkung bot. Viele wurden auch angelockt durch die Möglichkeit, größere und anspruchsvollere Werke wie die Bach-Passionen, das Weihnachtsoratorium, das Requiem von Brahms, Mozart-Messen und vieles andere mitsingen zu können.

Diese Möglichkeit bietet sich auch noch heute – 50 Jahre nach der Gründung der Kantorei. An jeden Mittwochabend ist im Gemeinderaum hinter der Dorfkirche Heinersdorf Chorprobe unter der Leitung von Wolfgang Hensel.

Nicht vergessen dürfen wir seine frühere Arbeit mit Kindern aus dem Kindergarten und der übrigen Gemeinde. Manches Gemeindemitglied wird sich aus eigenem Erleben daran erinnern, und manches heutige Chormitglied hat seine ersten Singerfahrungen im Kinderchor bei Kantor Hensel gemacht.

So wollen wir diese lange, treue Tätigkeit unsers Kantors würdigen und ihm danken. Gleichzeitig feiert ja die Heinersdorfer Kantorei ihr 50-jähriges Bestehen, und so gibt es wahrlich Grund zum Feiern und zu Danken: dem Kantor, den Mitsängern und Instrumentalisten der Kantorei und letztendlich Gott, zu dessen Lob Kantor Hensel seine Arbeit immer gesehen hat.

Aufführung der Johannes-Passion am 9. April 2011

Das wird auch im Festgottesdienst um 10:00 Uhr in der Kirche durch viel Musik zum Ausdruck kommen, und wir werden anschließend als Gemeinde und Kantorei bei einem Empfang im Margaretensaal weiter miteinander feiern. Es wird auch dabei Musik, Festreden und Grußworte sowie einen Imbiss geben. Wir laden dazu alle Gemeindemitglieder und Freunde unserer Kirchenmusik herzlich ein.

Gertraud Döhle

Kinder-Rüstzeit in Waldsieversdorf

"Gehe in die Stadt Ninive und sage den Menschen, dass ich ihre Bosheit kenne und sie darum strafen muss!" Unter dem Thema "JONA – Mit mir doch nicht!" stand unsere diesjährige Rüstzeit.

Der Prophet JONA erhält einen wichtigen Auftrag von Gott. Doch es passt JONA nicht – Und er haut einfach ab!… Und dann? ….Wie geht es weiter?….

Kinderrüstzeit I

Der Antwort dieser Frage gingen vom 31. März bis 3. April 25 Kinder und Erwachsene nach. Zur gemeinsamen Freizeit machten sich am Donnerstagnachmittag die 8- bis 12 - Jährigen aus den Gemeinden Blumberg, Ahrensfelde und Heinersdorf auf den Weg. Es ist in den letzten Jahren schon zur Tradition geworden, dass gerade diese Gemeinden zusammen weg fahren. Die Kinder und auch Erwachsenen kennen sich bereits seit einigen Jahren und freuen sich immer auf das Wiedersehen. Natürlich gibt es auch immer wieder neue Gesichter. So war es auch in diesem Jahr… Wir bastelten Stein-Fische und Schiffe (letztere fuhren zum Schluss auf dem See), sangen Lieder, malten, bauten Höhlen, lernten Gebete und Psalmen kennen und versetzten uns in die Lage des Propheten hinein.

Die freie Zeit für jeden Einzelnen kam natürlich auch nicht zu kurz. So gingen die Kinder entweder die Tiere in der Nähe besuchen, auf den angrenzenden Spielplatz, in den Wald, in den Garten des Grundstückes oder einfach auch nur auf die Zimmer, um Postkarten für die Eltern zu schreiben. Für jeden war etwas dabei!

Kinderrüstzeit II

Die schöne Zeit neigte sich dann leider zu schnell dem Ende zu. Mit ganz viel Sonnenschein und fast schon sommerlichen Temperaturen verließen dann am Sonntagmittag wieder alle Kleinen und Großen Waldsieversdorf. Aber eines steht schon fest: Wir kommen bald wieder!

Herzlich bedanken möchte ich mich auch noch bei den Eltern für die privaten An - und Abreisen!

Ich freue mich schon auf die nächste Rüstzeit mit Ihren Kindern!

Doreen Kohlstock

2006, 2008, 2010, und auch 2011

Ja … auch in diesem Jahr ist der Ball wieder rund und das Runde muss ja bekanntlich ins Eckige, aber es sind nicht Müller, Schweinsteiger, Neuert oder Lahm, die auf dem Rasen stehen … nein, sie heißen Nadine Angerer, Birgit Prinz, Ariane Hingst oder Kerstin Garefrekes … Außerhalb des 2 Jahresrhythmus gibt es in diesem Jahr auch wieder ein Public Viewing im Margaretensaal.

Deutschland ist vom 26.06. bis 17.07.2011 Gastgeber der FIFA Frauen-WM.

Im Rahmen der Übertragungsrechte der EKD zeigen wir natürlich auch bei unseren weiblichen Fußballstars die wichtigsten Spiele dieser WM. Frauenfußball ist auch für uns Neuland und ehrlich gesagt wissen wir noch gar nicht so recht, welche Mannschaften ein sehenswertes Highlight sind. Deshalb können wir auch noch nicht genau sagen welche Spiele, außer die unserer Nationalmannschaft natürlich, wir zeigen werden und welche nicht. Für Tipps und Hinweise sind wir jederzeit offen. Wir hoffen auch bei der FIFA Frauen-WM auf zahlreiche Besucher und fiebern mit unserer Nationalmannschaft dem Pott entgegen. Im Übrigen wäre es dann das 3.mal in Folge. Fühlen sie sich also alle recht herzlich eingeladen, die Frauenfußballweltmeisterschaft im Margaretensaal mitzuerleben. Einen aktuellen Spielplan werden Sie rechtzeitig im Schaukasten und am Margaretensaal finden.

Roland Formum