April / Mai 2009

Jedes Jahr erwarten wir sehnsüchtig die ersten Lebenszeichen der erwachenden Natur: Frühblüher im Garten und Knospen an den Bäumen. Und auch in uns Menschen wecken die wärmenden Sonnenstrahlen die Lebensgeister.

Dass Leben aus Vergangenem neu entstehen kann, wird uns zum Osterfest wieder vor Augen geführt. Nachdem alle Hoffnung begraben schien, folgte am Ostersonntag das große Wunder. Dessen Wirkkraft besteht bis heute und bildet den Schlüssel für unseren christlichen Glauben. Jesus war tot und ist wieder auferstanden!

Gott hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen und seine Forderungen, die uns anklagten, aufgehoben.
Kolosser 2, 14, Monatsspruch April

Liebe Gemeindeglieder, liebe Freunde!

Die Finanzkrise hat zu großen Irritationen geführt und hat bereits deutliche negative Auswirkungen. Es betrifft ja auch die kleinen Leute, die aktiv mit dem Finanzsystem gar nicht viel zu tun haben. Wie es sich weiter entwickeln wird, wissen wir nicht. Was auf den Finanzmärkten geschieht, übersteigt jedenfalls mein Vorstellungsvermögen. Und da bin ich vermutlich nicht allein. Als Kritik wurde in den letzten Monaten gesagt, dass Leute ihr Geld in Dinge angelegt haben, die sie nicht verstehen. Und so haben manche, weil sie schlecht beraten wurden und sich auf die Sachkenntnis von anderen verlassen haben, ihr mühsam Erspartes verloren. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob es jetzt bei so manchen Hilfsmaßnahmen und Unterstützungsforderungen so grundsätzlich anders ist. Wissen wirklich alle Verantwortlichen, was mit dem vielen Geld geschieht? Teilweise schauen wir daher mit großem Unverständnis auf die so genannten Rettungsmaßnahmen der Regierungen, um die Banken mit Milliarden zu unterstützen. Wir sind dabei letztlich nur Zuschauer und können kaum Einfluss nehmen. Und ein ungutes Gefühl kommt auch deswegen auf, weil eventuell nicht nur eine Schieflage ausgeglichen wird, sondern es in manchen Fällen sogar passieren kann, dass die Spekulation, die viele Menschen ins Unglück gestürzt hat, im Nachhinein belohnt wird. Diese Krise ist ein Problem und bleibt wohl schwer verständlich.

Bei überschaubareren Dingen ist es leichter mitzureden und eigene Wertschätzungen zu äußern. Jeder von uns kennt doch die Erleichterung, wenn ein Problem, das einen belastet hat, plötzlich gelöst ist. Wenn wir von Privatleuten oder Familien hören, die sich verschuldet haben, dann macht uns das betroffen. Die Mitarbeiter aus den Kirchlichen Beratungsstellen, die z.B. vom Diakonischen Werk getragen werden, erleben täglich, was für eine drückende Last es bedeutet, wenn eine Familie oder Einzelpersonen überschuldet sind. Auch wir Pfarrer in den Ortsgemeinden werden zunehmend um Rat gefragt und um Hilfe gebeten. Was für eine schöne Vorstellung wäre es, wenn diese Schuldenlast plötzlich weg wäre.

Das Problem der Überschuldung gibt es nicht nur in unserer Zeit der Globalisierung und der Großbanken. Schon zur Zeit Jesu wurde über den Umgang mit Geld diskutiert. Denken Sie zum Beispiel an den berühmten Ausspruch Jesu, auf die Frage, ob man dem Römischen Kaiser Steuer bezahlen darf: „So gebt dem Kaiser was des Kaisers ist und Gott was Gottes ist“, antwortete Jesus (Matthäus 22, 15 22).

So lenkt Jesus von den Finanzproblemen weg und deutet an, dass wir auch vor Gott verantwortlich sind. Vor Gott bleiben wir als Menschen etwas schuldig. An unserer Unvollkommenheit und an unseren Fehlern und Schwächen ist das erkennbar. Wir neigen dazu, das zu leugnen. Auch besteht manchmal die Versuchung, Lebensbilanzen zu fälschen. Aber das wäre nicht nur vergeblich, sondern es ist auch gar nicht nötig. Denn Gott selbst löst das Problem, dass wir als Menschen haben. Paulus formuliert es in einer der Finanzwelt entlehnten Sprache sehr eindrücklich: „Gott hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen und seine Forderungen, die uns anklagten, aufgehoben.“ (Kolosser 2, 14)

Passiert ist das allerdings nicht in einem Bankgebäude oder nach einer Konferenz mit Regierungsvertretern und Finanzexperten. Passiert ist das auf dem Hügel Golgatha vor den Toren Jerusalems an einem Karfreitag vor bald 2000 Jahren. Genau da als Jesus am Kreuz starb. Für uns!

Unsere Bankkonten haben sich dadurch nicht verändert, aber unsere Situation als Menschen ist nun grundsätzlich eine andere. Unsere Belastungen wurden am Kreuz getilgt. Wir können uns seitdem darauf verlassen und ein neues Leben führen.

Und daran, dass Jesus an Ostern von den Toten auferstanden ist, erkennen wir, dass selbst der Tod besiegt wurde. Das Leben ist stärker. Der Schuldschein ist getilgt.

Gott sei Dank. Jesus ist auferstanden.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen gesegnete Ostern. Ganz herzlich

Ihr Pfarrer Andreas G. Kaehler

Gibt es heute noch Wunder?

Kennern der Bibel sind sie wohlvertraut. Und auch die meisten Zeitgenossen mit eher rudimentären Kenntnissen der Heiligen Schrift haben von dem einen oder anderen zumindest gehört. Die Rede ist von Wundern – jene Geschehnisse also, die gemeinhin auf übernatürliche Kräfte zurückgeführt werden oder sich jedenfalls einer rationalen Erklärung entziehen.

Bekannt sind vor allem jene Wunder, bei denen Jesus seine Hände (oder Füße) im Spiel hatte. Und so denkt man bei biblischen Wundern vermutlich zuerst an die Wundergeschichten des Neuen Testaments, als Jesus Menschen heilte oder gar von den Toten aufweckte, Brot und Fische vermehrte, Wasser zu Wein verwandelte, einen Sturm stillte oder eben zu Fuß über den See Genezareth lief.

Aber auch im Alten Testament gibt es Wunder fast jeder Art – und keineswegs nur solche, die unter den Betroffenen Freude und Entzücken verbreitet haben – etwa die Rettung des Volkes Israel aus ägyptischer Gefangenschaft mit ihren vielfältigen vorangehenden Plagen, die Zerstörung von Sodom und Gomorra, die Rettung des Propheten Jona im Bauch eines Fisches, die unterschiedlichen Gotteserscheinungen und schließlich bzw. zuallererst die Erschaffung der Welt, wie sie in der Schöpfungsgeschichte berichtet wird.

So unterschiedlich all diese Wunder sind, eines haben sie gemeinsam: Sie stammen aus grauer Vorzeit, in der die wissenschaftliche Erkenntnis längst nicht so weit entwickelt war wie heute. Und sie nötigen zumindest uns Christen die bisweilen unangenehme Frage auf, ob wir an sie glauben oder ob sich die Ereignisse irgendwie rational erklären lassen. Tatsächlich zeigen diese beiden Optionen – Glaube und Verstand – bereits das gesamte Spannungsfeld auf, in dem sich Wunder für uns heutige aufgeklärte Menschen darstellen.

Bei den Wunderheilungen, von denen im Neuen Testament die Rede ist, fällt auf, dass oftmals der Glaube hervorgehoben wird. Beispielsweise erfüllt Jesus dem Hauptmann von Kapernaum dessen Bitte auf Heilung seines Knechts von der Gicht schließlich mit den Worten „[...] dir geschehe, wie du geglaubt hast.“ (Matthäus 8,13). Nicht davon, dass er es sehnlich gewünscht und von Jesus erbeten hat, scheint das Wunder also abzuhängen, sondern von seinem unerschütterlichen, ja fast naiven Glauben daran, dass Jesus es – ohne den Erkrankten überhaupt in Augenschein genommen zu haben – vollbringen kann.

Die zentrale Frage müsste also eigentlich weniger lauten, ob es heute noch Wunder gibt, sondern ob wir heute noch an Wunder glauben. Jedenfalls stehen Wunder und Glauben in einem untrennbaren Zusammenhang. Das sah auch schon Goethe so, als er – wohl etwas abfällig gemeint – sagte, „Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind.“ Seither scheinen die Aufklärung einerseits und die stetig wachsende wissenschaftliche Erkenntnis andererseits den Glauben mehr und mehr ins Abseits zu drängen und die Glaubenden als Realitätsverweigerer zu brandmarken. Und tatsächlich findet der Kampf um die Deutungshoheit der Welt auf beiden Seiten bis heute viele Anhänger. Dabei werden mit Glauben und Wissen zwei Ansätze gegenübergestellt, die Welt zu verstehen, die sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern die miteinander verbunden und verschlungen sind – allerdings auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Wer diese Sphären gegeneinander auszuspielen versucht, verkennt ihre wesensverschiedenen Spielarten, die Welt zu beschreiben. Die (Nicht-) Existenz Gottes lässt sich eben mit wissenschaftlichen Methoden nicht beweisen. Und ebenso ist es unsinnig, aus einer Perspektive des Glaubens heraus wissenschaftliche Erkenntnisse über Mensch und Natur zu leugnen.

Dass Glaube und Wissen auch für Wissenschaftler durchaus keinen Widerspruch darstellen müssen, verdeutlicht ein Zitat des Physikers Carl Friedrich von Weizsäcker, der sagte „Naturwissenschaft ohne Religion ist lahm; Religion ohne Naturwissenschaft ist blind.“ Und der jüdische Theologe und Religionswissenschaftler Pinchas Lapide ergänzt: „Ein Glaube, der sich weigert, sich der Wissenschaft zu stellen, läuft Gefahr in Aberglauben abzugleiten. Und eine Wissenschaft, die meint, sie könne ohne Glaubenshypothesen auskommen, ist auf dem Weg zur Hybris, zum Größenwahnsinn.“

Denn auch mit Verstand und Vernunft kann nicht alles Erfahrbare erfasst und begründet werden. So kann die Wissenschaft zwar detailliert erklären, wie das Leben entstanden ist. Spätestens bei der Frage nach dem Sinn allen Daseins und dem tiefen Grund für die Schönheit und Vollkommenheit dieser Welt wird sie schmallippig und kennt gewöhnlich nur eine recht banale Antwort: reiner Zufall, Laune der Natur.

Doch zurück zu den Wundern. Auch sie enthalten eine tiefe Wahrheit, die weit über das hinausgeht, was sich wissenschaftlich beschreiben oder erklären ließe. Sie eröffnen neue Wege, und sie führen in die Freiheit. Sie geben den Blick frei in den Himmel und zu Gott. Und sie können uns Demut lehren, wenn sie uns die Grenzen menschlicher Allmachtsfantasien aufzeigen, wie dies auch die aktuelle Jahreslosung betont: „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.“ (Lukas 18,27)

Wunder umgeben uns schließlich auch heute – wenn wir sie wahrnehmen. Da ist es mit der Liebe zwischen zwei Menschen wie mit der Geburt eines Kindes, dem alljährlichen Aufblühen der Natur im Frühling oder der Musik und ihrer Wirkung: für alles lassen sich logische und letztlich chemische Erklärungen finden. Und doch wohnen diesen Erlebnissen und Erfahrungen wunderbare Geheimnisse inne, die ihnen überhaupt erst einen höheren Sinn verleihen.

Die Welt und was auf ihr geschah und geschieht, gelegentlich mit kindlichem Staunen zu betrachten und nicht lediglich als etwas völlig selbstverständliches zur Kenntnis zu nehmen, muss nicht bedeuten, alle naturwissenschaftliche Erkenntnis oder den gesunden Menschenverstand aus unserem eigenen Selbstverständnis zu verbannen. Und um den Sinn der Natur und allem, was aus ihr erwachsen ist und erwächst – also auch der Menschheit selbst – in ihrer Erschaffung durch Gott zu suchen, muss die biblische Schöpfungsgeschichte nicht in die Lehrpläne des naturwissenschaftlichen Biologieunterrichts gehievt werden, wie es zuweilen gefordert wird und mancherorts geschehen ist.

Wunder, wie sie uns aus der Bibel vertraut sind und wie sie auch heute vielerorts berichtet werden (beispielsweise müssen alle Selig- und Heiligzusprechenden in der katholischen Kirche mindestens ein Wunder vollbracht haben), werden uns rätselhaft bleiben, Fragen mit sich bringen und möglicherweise Kopfzerbrechen bereiten. Aber eines ist sicher: sie naturwissenschaftlich erklären zu wollen, führt ebenso in die Irre, wie ihre Existenz zu widerlegen versuchen.

Uwe Müller

Volksentscheid über eine Wahlmöglichkeit

Nachdem das Volksbegehren mit 265.823 gültigen Stimmen erfolgreich war, wird es nun am 26. April 2009 die Volksabstimmung geben. Wer wahlberechtigt ist, hat die Wahlbenachrichtigung bereits erhalten. Es besteht auch die Möglichkeit, eine Briefwahl zu beantragen. Der in den Gemeindebrief eingelegte Flyer möchte dies durch das Antragsformular erleichtern und gleichzeitig informieren.

Es wird zum Teil sehr emotional über das Thema diskutiert.

Ziel des Volksbegehrens ist, dass die Kinder die Möglichkeit haben, den Religionsunterricht normal besuchen zu können und dass der Religionsunterricht nicht benachteiligt wird. Durch die Einführung des Monopolfaches Ethik wird der Religionsunterricht benachteiligt. Nur in Berlin hat das Fach Ethik dieses Monopol. In den anderen Bundesländern gibt es Ethik immer im Rahmen einer Wahlfächerkombination. Das Fach Ethik/Philosophie hat dort den Sinn, dass jeder Schüler, jede Schülerin die Möglichkeit hat, Religion abzuwählen, und stattdessen ein anderes Fach wählen kann. Religion ist in der Tat freiwillig. Aber es darf eben auch keine Benachteiligung des Religionsunterrichtes geben.

Die jetzige Lösung – selbst wenn sie gut gemeint ist – führt praktisch zu einer Benachteiligung des Religionsunterrichtes. Dieser Unterricht wird übrigens mehrheitlich von Schülern besucht, die nicht Kirchenmitglieder sind. Hier geht es darum, Wissensinhalte zu vermitteln. Z.B. Was wird an Pfingsten eigentlich gefeiert? Seit wann gibt es die Evangelischen Kirchen? Und vieles mehr.

Wenn Sie Fragen zu dem Volksbegehren haben, sprechen Sie mich an. Sie können mich auch kurzfristig zu Diskussionsgruppen einladen. Eine besondere Podiumsdiskussion im Margaretensaal können wir wegen des frühen Abstimmungstermins und der Osterferien nicht anbieten.

Ganz herzlich möchte ich Sie bitten, sich an der Volksabstimmung zu beteiligen und mit Ja zu stimmen, damit Kinder und Eltern selbst zwischen Religionsunterricht und Ethikunterricht wählen können.

Wenn sie möchten, kommen Sie doch am 26. April in unsere Gemeinde. Nach dem Familiengottesdienst um 10 Uhr in der Kirche laden wir zum Mittagessen im Margaretensaal ein.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Pfarrer Andreas G. Kaehler

Weltgebetstag 2009 &ndash Papua Neuguinea zu Gast in Heinersdorf

Auch in diesem Jahr fand im Heinersdorfer Gemeindesaal ein Gottesdienst zum Weltgebetstag statt. Unter dem Thema „Viele sind wir, doch eins in Christus“ stand in diesem Jahr das Land Papua Neuguinea im Mittelpunkt. Dieser drittgrößte Inselstaat, der etwas größer als Deutschland ist, liegt nördlich von Australien und umfasst mehr als 600 Inseln im Pazifischen Ozean. Trotz seiner Größe leben in diesem Land nur etwa 5,5 Millionen Einwohner, deren große Mehrheit der christlichen Religion angehört.

Für dieses Jahr haben Frauen aus Papua Neuguinea den Weltgebetstag vorbereitet und Textvorschläge gemacht. Zum Gottesdienst war der Gemeindesaal in Heinersdorf dann wieder wunderbar dekoriert, sodass man sich schon anhand verschiedener Früchte, typischer Landessymbole und farbenfroher Stoffe einen Eindruck von diesem Land machen konnte. Natürlich konnte man nicht nur sehen, sondern auch schmecken: einige der exotischen Früchte standen zum Kosten bereit, genauso wie ein Bananenkuchen nach Originalrezept.

Der Weltgebetstag in Heinersdorf wurde wieder mit viel Einsatz und guten Ideen von Frau Nowitzki vorbereitet und stellte für alle Gäste und Beteiligten einen eindrücklichen und interessanten Ausflug nach Papua Neuguinea dar.

Gerd Müller


Wie immer eine Augenweide: der reichhaltig gedeckte Tisch zum Weltgebetstag im Heinersdorfer Gemeindesaal

Kinderrüstzeit in Heinersdorf

Ist das gerecht? – Unter diesem Thema stand die diesjährige Kinderrüstzeit, zu der Christenlehrekinder unserer Gemeinde vom 19. bis 22. März in ein kleines Dorf namens Heinersdorf (Landkreis Oder-Spree) fuhren. Die Fahrt wurde zusammen mit den Gemeinden aus Ahrensfelde und Blumberg durchgeführt, so dass sich am Nachmittag des 19. März insgesamt 24 Menschen gemeinsam auf den Weg machten, um miteinander ein paar schöne Tage zu verbringen.

Inhaltlich ging's um die Geschichte von den Arbeitern am Weinberg. Hier konnten die Kinder sich und ihre eigenen Erfahrungen mit dem Thema Gerechtigkeit einbringen. Unter anderem gab's ein Rollenspiel, wo die Kinder selbst in die Rolle der Familien der Weinbergarbeiter schlüpfen sollten. Auch in den Bildern für das Fastentuch, das am Wochenende hergestellt wurde, ließ sich dann die Geschichte wiederfinden.

Während des Gottesdienstes am Sonntag ging's dann um eine weitere Bibelgeschichte – um die Speisung der Fünftausend. Bereits am Abend zuvor duftete das selbst gebackene Brot aus der Küche. Das Highlight der Fahrt war wohl die Nachtwanderung, die selbst die Erwachsenen etwas gruseln ließ. Am Sonntag nach dem Mittagessen ging's dann wieder zurück in die einzelnen Gemeinden. Und natürlich freuen sich die Kinder schon auf die nächste Fahrt im kommenden Jahr ...

Auch ich freue mich schon heute darauf und möchte mich noch einmal ganz herzlich bei allen Eltern für das Hinbringen und Abholen in Heinersdorf bedanken.

Ihre Doreen Kohlstock

(K)ein Wunder!? – Jugendfahrt nach Zeestow

Vom 13. bis 15. Februar fuhr die Junge Gemeinde Heinersdorf wieder auf eine Wochenendrüstzeit ins havelländische Zeestow. Konfirmanden waren entgegen der sonstigen Tradition diesmal nicht mit dabei, und so blieb die gut miteinander vertraute Gruppe unter sich.

Das Thema des gemeinsamen Wochenendes lautete (K)ein Wunder!? Das Dilemma, das biblischer Wundergeschichten bei heutigen Lesern oft hervorrufen, war schnell erkannt: vieles scheint mysteriös und lässt sich mit unserem Verstand nur schwer in Einklang bringen; versucht man jedoch logische Erklärungen für das eine oder andere Geschehnis zu finden, ist es eben kein Wunder mehr.

Wunder wollen auch eher unser Herz ansprechen als unseren Verstand, ob wir mit ihnen etwas anfangen können, hängt eng mit unserer Fähigkeit des Staunens zusammen. Über das große Wunder des Lebens lässt es sich staunen, auch wenn es zu großen Teilen – wenn auch nicht vollständig! – wissenschaftlich erklärbar ist.

Und so führte das Thema, das mit unserer heutigen Zeit nur auf den ersten Blick so wenig zu tun hat, schnell zum Wunder unseres eigenen Daseins und fand seinen Abschluss in einem gemeinsam gefeierten Gottesdienst am Sonntag, aus dem jede und jeder einen Briefumschlag voller einzelner Zettel mitnehmen konnte. Auf ihnen stand, was die anderen an ihr oder ihm wunderbar finden. Zwischendurch wurde gesungen, bis in die Nacht gespielt, gekocht, gegessen – unter anderem Skatbrot und SchokoFondue – und wie immer wenig geschlafen ...

Uwe Müller